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Trump National Doral.
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Im Trump National Doral lässt es sich leben.

„AmpFest 2021“

Matt Gaetz, Roger Stone und Co: QAnon-Treffen im Resort von Donald Trump

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Die USA müssen mal wieder gerettet werden. Ein Treffen in einem Urlaubs-Resort von Donald Trump führt viele Rechte zusammen, darunter auch QAnon-Verrückte.

Miami – Donald Trump ist weg vom Fenster. Könnte man zumindest meinen. Immerhin ist der frühere US-Präsident seit Januar 2021 nicht mehr im Amt, spielt politisch derzeit also eher eine untergeordnete Rolle. Doch da Trump im Gegensatz zu den meisten seiner Vorgänger nicht wiedergewählt wurde, kann er sich noch einmal zur Wahl stellen. Ein kompletter Rückzug ins Privatleben kommt für ihn deshalb kaum in Frage.

Und auch wenn die republikanische Partei zumindest in Teilen darüber zu diskutieren scheint, ob Donald Trump auch künftig ihr großer starker Mann sein soll, besitzt die von Trump ins Leben gerufene Bewegung „Make America Great Again“ (MAGA) nach wie vor enormen Stellenwert. Dies ist auch daran zu erkennen, dass ihre prominentesten Stimmen immer wieder neue Treffen organisieren – bevorzugt in irgendeiner Örtlichkeit, die Donald Trump gehört.

QAnon-Treffen im Luxus-Resort von Donald Trump

Kein Wunder also, dass sich Trumpisten für Oktober 2021 im Luxus-Ressort „Trump National Doral“ in Miami verabredet haben, wo die QAnon-Verrückten schon im April 2021 zu Gast waren. Diesmal steht das „AmpFest 2021“ auf dem Programm, bei dem es um mehr gehen soll als nur um das obligatorische Golfturnier oder die verlockenden Poolpartys. Da die Veranstaltung unter dem Motto „American Revival“ steht, scheint es fast so, als sollten die USA, die nach der Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten offenbar kurz vor dem Kollaps stehen, nicht nur wieder groß gemacht, sondern diesmal gleich sogar wiederbelebt werden.

Die Gästeliste besteht aus MAGAisten der ersten Stunde. Da ist zum einen der langjährige Trump-Verbündete Roger Stone zu nennen, der ja derzeit eigentlich im Gefängnis sitzen sollte. Doch Trump ließ seinen alten Kumpel nicht im Stich und erließ Stone, der im Februar 2020 wegen seiner Verstrickung in die Russland-Affäre zu 40 Monaten Haft verurteilt worden war, im Juli 2020 seine Gefängnisstrafe, bevor er ihn dann Im Dezember 2020 in vollem Umfang begnadigte.

Auch Matt Gaetz hat sich angekündigt. Der Kongressabgeordnete, der seit Februar 2017 den US-Bundesstaat Florida im Repräsentantenhaus vertritt, hat ebenfalls so seine Probleme mit der Justiz. Gegen Gaetz laufen derzeit Untersuchungen wegen schwerer Sexual- und Drogendelikte. Gaetz bezeichnet die Vorwürfe als Teil einer politischen Kampagne, seine zukünftige Schwägerin hat ihn zuletzt aber „gruselig“ und „pädophil“ genannt.

Wichtige Gäste beim „AmpFest 2021“
Matt GaetzUS-Kongressabgeordneter
Roger StonePolitikberater
Michael FlynnEhemaliger Sicherheitsberater
Anthony SabatiniKongressabgeordneter in Florida
Dinesh D’SouzaPolitischer Kommentator
Jack Posobiec Alt-Right-Aktivist
Greg LockePfarrer
Kevin SorboSchauspieler

Donald Trump ist vielleicht auch bei dem Treffen dabei

Außerdem sind bei dem Fest im Luxus-Ressort „Trump National Doral“ in Miami noch zahlreiche Konservative zu Gast, die sich vor allem durch ihre Nähe zur Verschwörungsbewegung QAnon einen Namen gemacht haben. Hier ist an erster Stelle der evangelische Pfarrer Greg Locke zu nennen, der immer wieder die klassische QAnon-Mär befeuert und US-Präsident Joe Biden, die TV-Ikone Oprah Winfrey und den Schauspieler Tom Hanks als „Gruppe von Pädophilen“ bezeichnet, die regen Kinderhandel betreibt.

Auf der Gästeliste steht auch der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn, der genau wie Roger Stone für sich das Privileg in Anspruch nehmen kann, von Donald Trump begnadigt worden zu sein. Auch in seinem Fall hatte dies mit den Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller im Zusammenhang mit der Russland-Affäre zu tun. Und wenn er nicht gerade einen Militärputsch in den USA fordert, verbreitet Flynn ebenfalls ganz gerne QAnon-Märchen. Sein Bruder Joseph Flynn, der ebenfalls erwartet wird, steht ihm da aber in nichts nach.

Diese illustre Gruppe will nun im Oktober in Trumps Luxus-Resort groß feiern, sich selbst wahrscheinlich, die USA, QAnon und Donald Trump. Ob der 45. US-Präsident aber selbst in Südflorida auftreten wird, ist noch nicht bekannt. (Christian Stör)

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