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Donald Trump verlässt nach einer Rede während einer Benefizveranstaltung die Bühne.
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Gibt es einen Nachfolger in der MAGA-Bewegung? Oder gibt es letztlich nur Donald Trump?

„Make America Great Again“

Donald Trump genießt den Kampf um seine Nachfolge

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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In Donald Trumps Umkreis formieren sich zahlreiche Verbündete – sie alle wollen seine Nachfolge antreten. Doch der frühere Präsident spielt nicht fair.

Washington D.C. – Ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus dem Oval Office hat der frühere US-Präsident Donald Trump große Teile der Basis der Republikanischen Partei weiterhin in der Hand – trotz zwei Amtsenthebungsverfahren, der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar und zahlreichen weiteren Skandalen.

„Es ist eine metaphysische Unmöglichkeit, dass irgendjemand, selbst ein Senator namens Jesus H. Christ, Trump in einer republikanischen Vorwahl schlagen könnte, wenn er kandidiert“, sagte Michael Caputo, ein Veteran der Trump-Kampagne, der Zeitschrift Vanity Fair.

In Donald Trumps Dunstkreis wollen viele die MAGA-Nachfolge antreten

Im Dunstkreis von Donald Trump und seiner „Make America Great Again“-Kampagne (MAGA) tummeln sich einige Kandidatin:innen, die ihre Chance wittern, sollte der mittlerweile 75-Jährige bei der Präsidentschaftswahl 2024 nicht antreten. Darunter: Nikki Haley, Trumps Botschafterin bei den Vereinten Nationen; Ron DeSantis, Gouverneur von Florida und Senator Ted Cruz. Amerikanische Medien spekulieren zudem über politische Ambitionen der rechtskonservativen Fox-News-Kommentatoren Tucker Carlson und Sean Hannity.

„Wenn Trump nicht antritt, werden wir ein 2016 auf Steroiden erleben. Es werden 25 bis 30 Leute für das Präsidentenamt kandidieren“, vermutet ein prominenter Republikaner, dessen Name bei Vanity Fair nicht genannt wurde. Da Donald Trump ein Medienprofi mit jahrzehntelanger Erfahrung ist, wird er eine öffentliche Erklärung, ob er 2024 nun kandidieren werde oder nicht, so lange wie nur möglich herauszögern. Beantwortet er die Frage nach seiner Kandidatur frühzeitig, würden die Spekulationen in den Medien aufhören – und kaum etwas hasst Trump mehr als den Verlust der Aufmerksamkeit.

Donald Trump: „MAGA ist stärker als je zuvor“

„Ich denke, dass die Menschen mit meiner Entscheidung sehr zufrieden sein werden“, sagte Donald Trump in einem Gespräch mit Vanity Fair. Und der umstrittene Republikaner zeigt sich zuversichtlich: „MAGA ist stärker als je zuvor, glaube ich.“ Offenbar genießt es Trump, zu beobachten, wie die ihm nahe stehenden politischen Konkurrent:innen seine nächsten Schritte voraussehen müssen. „Wie ich Trump kenne, wird er das bis zum Ablauf der Frist für die Einreichung der Vorwahlen in New Hampshire durchziehen“, sagte ein Insider. Die Vorwahlen in dem US-Bundesstaat sind für republikanische als auch demokratische Politiker:innen mit Präsidentschaftsambitionen ein wichtiger Gradmesser. „Es ist eine Hängepartie“, so ein sichtlich frustrierter Berater von Nikki Haley. „Es ist anders als jedes Rennen zuvor.“

Der Trump-Vertraute Roger Stone glaubt an einen veränderten US-Wahlkampf im Jahr 2024. „Es ist sehr schwierig, in der America-First-Bewegung in Trumps Fußstapfen zu treten“, sagte der wegen Falschaussagen und Ermittlungsbehinderungen verurteile Politikberater, der von Donald Trump in den letzten Tagen seiner Amtszeit begnadigt wurde.

Nichte will Donald Trump für immer hinter Gitter sehen

Stone geht davon aus, dass bei den nächsten Wahlen der Trump-freundliche TV-Sender Fox News nicht mehr denselben Stellenwert haben werde. Vielmehr seien andere, radikalere Medien bei glühenden Fans des früheren US-Präsidenten beliebt geworden – darunter Newsmax und One America News (OAN). „Ich gehe nicht davon aus, dass Fox den gleichen Einfluss wie in der Vergangenheit haben wird“, so Stone. „Die treuesten und religiösesten Fox-Zuschauer sind abgewandert“.

Mary Trump, die einzige Nichte von Donald Trump, hofft darauf, dass die Spekulationen über eine mögliche Kandidatur ihres wenig geschätzten Verwandten bald vorbei sind. „Ich will, dass er verhaftet wird. Ich will, dass ihm Handschellen angelegt werden“, sagte sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa voller Verachtung. Sie wünscht sich, dass er 2024 im Gefängnis sitze oder „wirklich arm“ sei. Sie würde es gar gerne sehen, wenn er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen müsste. „Wenn es künftig irgendeine Hoffnung für Amerika geben soll, (...) ist das die Art von Botschaft, die gesendet werden muss.“ (tvd)

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