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Donald Trump gemeinsam mit Tochter Ivanka. (Archivbild)
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Donald Trump gemeinsam mit Tochter Ivanka. (Archivbild)

USA

Donald Trump: Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner gehen auf Distanz zum früheren US-Präsidenten

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Tochter Ivanka Trump und Ehemann Jared Kushner gelten als enge Vertraute von Donald Trump. Doch die Familienbande bricht langsam aber sicher.

Update vom Donnerstag, 24.06.2021, 12.10 Uhr: In der Familie Trump scheint ganz allmählich ein Hauen und Stechen loszugehen. Denn während Donald Trump nach wie vor lautstark von Wahlbetrug spricht und das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl anzweifelt (in den USA inzwischen als Trumps „Big Lie“ bekannt), gehen Tochter Ivanka Trump und Schwiegersohn Jared Kushner inzwischen eigene Wege (siehe auch Erstmeldung).

Das aber stößt dem früheren Präsidenten offenbar sauer auf. Zumindest ist CNN-Reporter Jim Acosta dieser Meinung. In der Sendung „Anderson Cooper 360“ sagte der TV-Korrespondent, dass Trump vor allem auf Kushner nicht mehr gut zu sprechen sei: „Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Tag erleben würde“, sagte Acosta in der Sendung. „Aber ich habe heute mit einem langjährigen Trump-Berater gesprochen, der meinte, dass sich Trump von Kushner ausgenutzt fühle.“

Ivanka Trumps und Kushners Versuch, sich von Donald Trump zu distanzieren, sah Acosta überaus kritisch: „Jared und Ivanka können das versuchen, aber sie werden damit kaum jemanden zum Narren halten können. Ihr Versagen ist ganz eng mit dem Versagen von Donald Trump verknüpft.“ Eine Möglichkeit allerdings gebe es für Kushner und Ivanka Trump, sich in ein anderes Lischt zu setzen: „Jared und Ivanka wissen, was am 6. Januar passiert ist“, fügte Acosta noch hinzu. „Sie könnten alles erzählen. Sie könnten der Öffentlichkeit sagen, wie leid ihnen der 6. Januar tut und was mit diesem Land passiert ist. Solange sie das nicht tun, wird sie keiner für voll nehmen.“

Donald Trump: Jared Kushner und Tochter Ivanka distanzieren sich

Erstmeldung vom Mittwoch, 23.06.2021: Washington D.C. - Die US-Wahl 2020 liegt bereits mehr als ein halbes Jahr zurück, längst hat Joe Biden das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten aufgenommen. Doch die Beschwerden über den Ausgang der Präsidentschaftswahl seitens des ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump, gehen munter weiter. Doch dies scheint auch Einfluss auf die engsten Vertrauten Trumps zu haben. Berichten des US-Nachrichtensenders CNN zufolge, sollen sich seine älteste Tochter Ivanka Trump und Schwiegersohn Jared Kushner, einer von Trumps wichtigsten Beratern, mehr und mehr von ihm distanzieren.

Der Nachrichtensender beruft sich dabei auf Aussagen von insgesamt zwölf ehemaligen Funktionären des Weißen Hauses, darunter Verwaltungsbeamte, Freunde der Trump-Familie und Mitglieder von Donald Trumps politischen Teams. Demnach sollen Trumps teils stundenlangen Tiraden über die „gestohlene“ US-Wahl 2020 zu Unmut bei Jared Kushner und Tochter Ivanka Trump führen. Die Kluft zwischen dem ehemaligen Präsidenten und den beiden werden Woche für Woche größer. Gerade in den Monaten vor Donald Trumps Umzug von Mar-a-Lago in Palm Beach Florida nach Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey wurden Ivanka Trump und Jared Kushner nur selten bei ihm gesehen. „Zu den üblichen Frühlings- und Sommerveranstaltungen in Mar-a-Lago waren sie nicht da“, so ein Freund der Familie gegenüber CNN. ,

Donald Trump: Verlorene US-Wahl 2020 als Grund für Ivanka Trumps und Jared Kushners Rückzug

Hauptgrund für den Rückzug der Trump-Kushner-Familie solle demnach vor allem Donald Trumps ständige Beschwerden über die Vergangenheit sein. Auch hätte der ehemalige US-Präsident begonnen, die Rolle seines wichtigsten Beraters Jared Kushner in den Wahlkämpfen sowie in seiner Amtszeit, im Hinblick auf sein Vermächtnis als Präsident zu hinterfragen.

Darüber hinaus behaupten zwei namentlich unbekannte Mitglieder des inneren Bekanntenkreises Donald Trumps, dass Ivanka Trump schon seit längerer Zeit ein weniger kompliziertes Leben für ihre Familie sucht, wie CNN berichtet. Bereits seit mehreren Wochen ist es um das unbestrittene Lieblingskind des ehemaligen US-Präsidenten ruhig geworden. Auf Ivanka Trumps Social-Media-Kanälen herrscht Ruhe, die 39-Jährige hat sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. „Nach vier Jahren Dienst und ausgedehnten Reisen im Land nimmt sich Ivanka Zeit mit Familie und Freunden“, äußerte ihre ehemalige Stabschefin Julie Radford gegenüber CNN. „Sie konzentriert sich auf ihre Kinder und verbringt Zeit mit ihnen, Punkt“, wird ein bekannter ihres Ehemanns Jared Kushners zitiert.

Haben sich offenbar nicht mehr viel zu sagen: Donald Trump und Jared Kushner (Archivbild aus dem Weißen Haus)

Distanzierung von Donald Trump: Sorgt Jared Kushners Buchdeal für Ärger?

Auch Jared Kushner selbst hielt sich in der jüngeren Vergangenheit zurück. Bei verschiedenen Treffen der engsten Vertrauten von Donald Trump glänzte der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten mit Abwesenheit. Treffen der beiden seien in den letzten Wochen selten geworden. Durchschnittlich einmal alle drei bis vier Wochen heißt es aus dem Bekanntenkreis Kushners. Und das trotz der geringen geografischen Distanz zwischen den Parteien. Kushners physische und virtuelle Präsenz sei immer seltener geworden, als klar wurde, dass sein Schwiegervater nach wie vor mit der Wahl 2020 beschäftigt war, sagte ein Insider gegenüber CNN.

Ebenfalls wird darüber spekuliert, ob die Distanzierung zwischen Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner auf einen besonders lukrativen Buchdeal zurückzuführen ist, der zuletzt publik wurde. Das bislang unbetitelte Werk soll Anfang des Jahres 2022 erscheinen. Der Verlag Harper Collins kündigte das Buch bereits als „endgültige, gründliche Erzählung“ über die Präsidentschaft Donald Trumps an. Es gehe um „die Wahrheit über das, was hinter verschlossenen Türen passierte.“

Laut der namentlich unbekannten CNN-Quelle soll Donald Trump Jared Kushner gegenüber stets misstrauisch gewesen sein. „Es ist kein Geheimnis, dass Präsident Trump nicht mag, wenn er denkt, dass andere Menschen Aufmerksamkeit für etwas bekommen, das er seiner Meinung nach ermöglicht hat“, sagt ein weiterer ehemaliger Beamter des Weißen Hauses. (Yannick Wenig)

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