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Insider-Infos für US-Präsidenten

Sollte Insider-Infos beschaffen: Vertraute von Donald Trump aus US-Justizministerium verbannt

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Donald Trump kämpft mir allen Mitteln: Eine Vertraute des US-Präsidenten sollte Insider-Infos im Justizministerium beschaffen. Dafür wurde sie nun verbannt.

  • Donald Trump verliert eine wichtige Vertraute im Justizministerium.
  • Sie sollte vertrauliche Informationen über Wahlbetrugs-Ermittlungen herausfinden – nun wird die Verbündete verbannt.
  • Trump-News: Alle Neuigkeiten rund um den 74-Jährigen gibt es auf unserer Themenseite.

Washington – Für Donald Trump brechen schwere Zeiten an - seine Zeit im Weißen Haus neigt sich dem Ende zu, hochrangige Mitarbeiter verlassen ihren Posten und auch der juristische Kampf gegen die Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im November gelingt dem 74-Jährigen und seinem Team kaum. Nun hat der scheidende US-Präsident auch noch eine wichtige Verbündete im Justiziminsterium verloren.

Donald Trump verliert wichtige Vertraute: Sie wollte vertrauliche Informationen

Die Trump-Vertraute Heidi Stirrup ist nach übereinstimmenden Medienberichten aus dem Justizministerium geflogen, nachdem sie versucht haben soll, zahlreiche Mitarbeiter unter Druck zu setzen. Sie habe versucht, vertrauliche Informationen über Wahlbetrugs-Ermittlungen herauszubekommen, um diese ans Weiße Haus weiterzuleiten.

Donald Trump hat mal wieder Ärger.

Stirrup werde vorgeworfen, sich an Mitarbeiter des Justizministeriums gewandt zu haben, um Informationen über Ermittlungen zu erhalten, es soll auch um Wahlbetrug gegangen sein. Die Gespräche zwischen der Vertrauten Donald Trumps und den Justiz-Mitarbeitern seien anonym gewesen, in der Öffentlichkeit durfte laut Nachrichtenagentur AP nicht über die Themen gesprochen werden.

Donald Trump: Weißes Haus setzte Stirrup als Verbindungsperson im Justizministerium ein

Die Verbündete des Top-Trump-Beraters Stephen Miller war vor einigen Monaten stillschweigend als Verbindungsperson des Weißen Hauses im Justizministerium eingesetzt worden. Laut Insidern wurde ihr innerhalb der vergangenen zwei Wochen klargemacht, dass sie das Gebäude räumen muss. Hochrangige Beamte hätten herausgefunden, dass sie im Ministerium herumschnüffelt.

Das Justizministerium lehnte eine AP-Anfrage zur Stellungnahme ab. CNN fragte das Weiße Haus an, bekam jedoch keine Antwort. Donald Trump wird von Kritikern immer wieder vorgehalten, dass er die Justiz für seine eigenen Interessen instrumentalisiere. 

Trotz seiner klaren Niederlage gegen seinen Herausforderer Joe Biden sieht sich Donald Trump weiterhin als Sieger der US-Wahl 2020. „Sie haben betrogen und unsere Präsidentenwahl manipuliert, aber wir werden trotzdem gewinnen“, sagte der Republikaner Trump zuletzt bei einer Kundgebung im Bundesstaat Georgia mit Blick auf die Demokraten. „Wir gewinnen diese Wahl.“

Justizminister William Barr hat keine Belege für breiten Wahlbetrug: Team um Donald Trump sauer

Donald Trump verbreitete erneut die Behauptung, bei der Wahl am 3. November seien Hunderttausende illegale Stimmen abgegeben worden – Belege dafür hat er bis heute keine vorgelegt. Justizminister William Barr sagte kürzlich der Nachrichtenagentur AP: „Bis heute haben wir keinen Betrug in einem Ausmaß gesehen, der zu einem anderen Wahlergebnis hätte führen können.“

Das Team um Donald Trump war nach den Äußerungen Barrs sichtlich verärgert. Der Justizminister scheine sich seine Meinung „ohne jegliche Kenntnis oder Untersuchung der substanziellen Unregelmäßigkeiten und Beweise für systematischen Betrug“ gebildet zu haben, hieß es von Rudy Giuliani und Jenna Ellis. „Wir haben umfangreiche Beweise für illegale Stimmenabgaben in mindestens sechs Bundesstaaten gesammelt.“ In all diesen sechs Bundesstaaten haben die Anwälte Donald Trumps Klagen eingreicht – ohne Erfolg.

Anders als Donald Trump: Biden-Harris-Administration will Justiz nicht für eigene Zwecke ausnutzen

Joe Biden und seine designierte Stellvertreterin Kamala Harris haben vor Kurzem die Unabhängigkeit des künftigen US-Justizministeriums zugesichert. „Ich werde nicht sagen: Los, ermitteln Sie gegen A, B oder C“, versprach Biden in einem Interview mit CNN. „Es ist nicht mein Justizministerium. Es ist das Justizministerium des Volkes. Die Personen, die ich auswähle, dieses Ministerium zu führen, werden Leute sein, die unabhängig darüber entscheiden können, wer strafrechtlich verfolgt wird und wer nicht.“

Joe Biden und Kamala Harris wollen das Justizministerium laut eigener Aussage nicht für eigennützige Zwecke instrumentalisieren.

Harris wurde mit Äußerungen von früher konfrontiert, wonach das Justizministerium keine andere Wahl hätte als den abgewählten Präsidenten Donald Trump zu verfolgen. Harris sagte nun, dass das US-Justizministerium ihrer Ansicht nach auf Grundlage von Fakten und dem Recht arbeiten sollte. „Es sollte nicht von der Politik beeinflusst werden, Punkt“, fügte Kamala Harris hinzu. Für Donald Trump wird es nicht leichter. (Tim Vincent Dicke mit dpa)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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