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Umbenennung von Flughafen

Donald Trump fordert Flughafen mit seinem Namen – und kassiert nächste Niederlage

  • vonMirko Schmid
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  • Matthis Pechtold
    Matthis Pechtold
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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will, dass ein Flughafen oder Flugzeugträger nach ihm benannt wird. Die erste Absage ist schon da.

  • Am 20. Januar wurde Donald Trump von Joe Biden als US-Präsident abgelöst.
  • Um sein Nachwirken scheint sich der abgewählte Präsident Sorgen zu machen: Trump will, dass unter anderem ein Flughafen nach ihm benannt wird.
  • Alle Neuigkeiten zum abgewählten US-Präsidenten Donald Trump finden Sie auf unserer Themenseite Trump News.

Update von Sonntag, 24.01.2021, 15:15 Uhr: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump träumt davon, einen der wichtigsten internationalen Flughäfen der USA nach sich zu benennen. Sein Vorschlag: Trump International.

Laut der Tageszeitung „Sun-Sentinel“ hatte Christian Ziegler, stellvertretender Vorsitzender der Republikaner in Florida, in den letzten Tagen verstärkt dafür gewoben, den Flughafen von Palm Beach im Sinne des abgewählten Ex-Präsidenten umzubenennen.

Trump-Flughafen? Vorsitzende der Bezirkskommission von Palm Beach lehnt Umbenennung ab

Das Bestreben von Donald Trump und Christian Ziegler fand allerdings ein schnelles Ende: Die für den Landkreis Palm Peach zuständige Vorsitzende der Bezirkskommission, Melissa McKinlay, hat umgehend klargestellt, dass sie nichts von der Idee eines „Trump International“-Airports westlich von Palm Beach hält.

US-Präsident Donald Trump will, dass ein beliebter Flughafen nach ihm benannt wird.

Gegenüber der „Sun-Sentinel“ erklärte Melissa McKinlay, dass sie sich gemeinsam mit fünf weiteren Mitgliedern der Kommission gegen eine Umbenennung eines Flughafen nach dem Namen eines Präsidenten sperrt, der sein zweites Amtsenthebungsverfahren überstehen muss und nach einer Amtszeit abgewählt wurde.

Donald Trump möchte Flughafen nach sich benannt haben - Auch ein Flugzeugträger wäre okay

„Wenn die Leute den Namen Palm Beach hören, dann denken sie an unsere Strände, unseren Pferdesport und in manchen Fällen an unsere Beiträge zur Landwirtschaft. Das ist ein Lebensstil“. Der Name „Trump International“ sei hingegen besser geeignet für die Golfplätze des Ex-Präsidenten Donald Trump, „nicht für unseren Flughafen“.

Robert Watson, Historiker und Professor an der Lynn University in Boca Raton, Florida, geht davon aus, dass Donald Trump sich die Zähne daran ausbeißen wird, öffentliche Einrichtungen nach sich benennen zu lassen. „Ich kann mir vorstellen, dass in ein paar Jahren darüber gesprochen wird, Dinge für ihn umzubenennen – Trump könnte der Ausreißer sein, die Anomalie“, so Watson. „Er war so kontrovers. Er erzeugt solche Kontroversen, dass es schwer vorstellbar ist, dass jemand sie anfassen möchte.“

Donald Trump will, dass ein Flughafen nach ihm benannt wird

Erstmeldung vom 22.12.2020: Washington, D.C. - Mit scheinbar ungebrochenem Willen arbeitet sich Donald Trump an seiner Niederlage gegen Herausforderer Joe Biden ab. Vergangenen Freitag beriet er sich mit Sidney Powell über weitere Züge im Kampf um die Annullierung des Wahlergebnisses. Powells Name ist zuletzt seltener im Zusammenhang mit Trump gefallen – sein Wahlkampfteam distanzierte sich öffentlich von der Anwältin, nachdem diese auf einer Pressekonferenz Verschwörungsmythen über den Verlauf der Wahl verbreitet hatte. Jetzt scheint Trump ihren Ruf retten zu wollen. Auch sein Ansehen in der Bevölkerung scheint ihm wichtig zu sein: Vertraute berichten jetzt, Trump wolle, dass ein Flughafen nach ihm benannt wird.

Flughafen oder Flugzeugträger – Donald Trump will offenbar, dass sein Name hängen bleibt

Mehrere Quellen, die dem Präsidenten nahestehen, haben mehr Details über das Ansinnen von Donald Trump. Dieser habe sich nach der Wahl am 3. November danach erkundigt, welcher „Papierkram“ nötig sei, damit ein Flughafen nach ihm benannt werden könne. Er habe aber direkt betont, dass es kein Flughafen mit schlechtem Ruf sein solle, der mal seinen Namen trägt.

Und nicht nur das: Donald Trump denkt offenbar noch größer: „The Daily Beast“ gegenüber berichtet ein weiterer Vertrauter, Trump habe auch schon laut über die Taufe eines Flugzeugträgers auf seinen Namen gesprochen.

Dass Flughäfen oder Flugzeugträger den Namen ehemaliger Präsidenten tragen, ist in den USA nicht ungewöhnlich. So wurde zum Beispiel der Flughafen von New York nach dem tödlichen Attentat auf den damaligen Präsidenten in „John F. Kennedy International Airport“ umbenannt. Auch tragen viele Flugzeugträger der US-Marine Namen ehemaliger hoher Amtsträger. Die Praxis scheint allerdings unpopulär geworden zu sein: Die Namen Clinton, Bush oder Obama zieren weder Flughäfen noch Schiffsrümpfe.

Personenkult um Donald Trump: Vier Jahre bis zu nächsten US-Wahl

Für Donald Trump ist das offenbar kein Gegenargument. Der scheidende US-Präsident steht im Mittelpunkt einer politischen Bewegung, die sich mehr der Familie Trump als der Republikanischen Partei verbunden fühlt. Räumt er am 20. Januar seinen Stuhl im Oval Office, wird er erwartungsgemäß weiter nach öffentlicher Aufmerksamkeit streben, um die Zeit bis zur nächsten US-Wahl 2024 im Sinne der Familie optimal zu nutzen. Neben ihm hegen weitere Mitglieder der Familie Trump politische Ambitionen, so will seine Schwiegertochter Lara Trump 2022 im Bundesstaat North Carolina für einen Sitz im US-Senat kandidieren.

Das Weiße Haus kommentierte den Bericht gegenüber „The Daily Beast“ nicht. Ob es ihm gelingt oder nicht, seinen Namen öffentlichkeitswirksam für Zeit nach seiner ersten Präsidentschaft sichtbar zu machen, Donald Trump bereitet sich auch auf anderen Feldern auf eine Rückkehr ins Show-Geschäft vor: Personen aus seinem Umfeld zufolge denkt er außerdem über eine Rückkehr der Reality-Show „The Apprentice“ zurück. (Matthis Pechtold, Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

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