Staatsanwalt in Manhattan

Steuerbetrug: Auf Donald Trump könnte bald eine Anklage zukommen – Deutsche Bank involviert

  • Tim Vincent Dicke
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Die Finanzen des US-Präsidenten sind immer wieder Thema. Nun scheint es für Donald Trump jedoch ernst zu werden. Ein Staatsanwalt möchte ihm den Prozess machen.

  • Donald Trump droht abseits der Politik neuer Ärger.
  • In New York untersucht die Staatsanwaltschaft die Finanz-Unterlagen der Trump Organization.
  • Auf den US-Präsidenten könnte unter anderem eine Anklage wegen Steuerbetrug zukommen.

Washington/New York – Donald Trump droht abseits der Politik weiterer Ärger. Gegen den US-Präsidenten und Milliardär könnte bald ein Strafverfahren eingeleitet werden, berichtet das „New York Magazine“. Es geht um finanzielle Ungereimtheiten.

Donald Trump droht Strafverfahren: Es geht um betrügerisches Verhalten

Demnach stehen gegen Donald Trump drei schwerwiegende Tatbestände im Raum, die von der Staatsanwaltschaft Manhattan in New York untersucht werden: Steuerbetrug, Versicherungsbetrug sowie Fälschung von Geschäftsunterlagen.

Trump versucht seit langem, die Herausgabe seiner Finanz- und Steuerunterlagen durch seine Buchhalterfirma Mazars und die Kreditinstitute Deutsche Bank und Capitol One zu verhindern. Kritiker mutmaßen daher, er habe etwas zu verbergen. Im Streit darum kassierte Donald Trump im Juli vor dem Supreme Court eine Niederlage. Das Oberste Gericht der USA gestand der Staatsanwaltschaft in Manhattan grundsätzlich das Recht zu, Finanzunterlagen Trumps einzusehen.

Der Staatsanwalt, Cyrus Vance, erklärte damals, es handele sich um einen „enormen Sieg“ für das Rechtssystem des Landes. „Niemand – nicht einmal der Präsident – steht über dem Gesetz“, hieß es in einer Mitteilung.

Donald Trump und die Finanzen: Berichte über „kriminelles Verhalten“ bei der Trump Organization

Anfang August gab die Staatsanwaltschaft Manhattan dann bekannt, dass sie Berichte über „umfangreiches und langwieriges kriminelles Verhalten“ bei der Trump Organization untersuche. Einige Tage später lud die Behörde Trumps Hauptkreditgeber, die Deutsche Bank, vor – Donald Trump ist Großkunde bei dem Kreditinstitut.

Nach der Niederlage Trumps vor dem Supreme Court kündigte die Deutsche Bank bereits an, dass sie den abschließenden Gerichtsentscheidungen Folge leisten wolle. „Wir werden selbstverständlich das befolgen, was die Gerichte letztlich anordnen“, teilte das Geldhaus mit. Das Unternehmen betonte jedoch, bei dem Rechtsstreit keine Partei zu ergreifen. „Die Deutsche Bank respektiert das juristische Prozedere in den USA und hat sich während des gesamten Prozesses neutral verhalten.“

Immer wieder stehen Donald Trumps Finanzen im Fokus

Donald Trump droht Anklage: Staatsanwalt in Manhattan gilt als vorsichtig

Laut „New York Magazine“ besteht eine realistische Chance, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Donald Trump erhebt. In Manhattan gilt Staatsanwalt Cyrus Vance im Umgang mit Mächtigen als bedacht. „Er hat den Ruf, besonders vorsichtig zu sein, wenn es darum geht, reiche Leute zu verfolgen, weil er weiß, dass sich diese die besten Anwaltskanzleien leisten können“, sagte eine Anwältin dem Magazin. (Von Tim Vincent Dicke)

Rubriklistenbild: © CHIP SOMODEVILLA/AFP

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