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Donald Trump
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Zwischen dem Trump-Team und Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll es einen geheimen Deal gegeben haben.

US-Wahl

Donald Trump: Vertrauter spricht von Geheim-Deal mit Facebook-Chef Zuckerberg

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
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Mittlerweile ist Donald Trump auf Facebook gesperrt. Doch zu seiner Amtszeit soll es geheime Absprachen mit Mark Zuckerberg gegeben haben.

Washington D.C. – Seit dem Wahlsieg von Donald Trump 2017 hat die Kritik an Facebook stark zugenommen. Vorwürfe, dass der US-amerikanische Social-Media-Konzern nicht genug gegen Fake News, Hassrede und manipulierende politische Werbung vorgehe, werden immer wieder laut. Ein vertrauter Tech-Milliardär sagt nun: Facebook-Chef Mark Zuckerberg und das Trump-Team hatten einen geheimen Deal.

Laut einem Auszug aus der neuen Biografie „The Contrarian“ des milliardenschweren Internet-Unternehmers Peter Thiel wurde die Vereinbarung bei einem Abendessen im Weißen Haus im Jahr 2019 getroffen. Thiel ist bekannt für seine konservativen Ansichten und zählte zu den wenigen einflussreichen Unterstützer:innen von Donald Trump im Silicon Valley. Gemeinsam mit Elon Musk gründete er den Online-Bezahldienst Paypal – und war der erste externe Geldgeber von Facebook.

Donald Trump: Geheimer Deal mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg?

Der Autor des Buches, Max Chafkin, schreibt im New York Magazine, Thiel sei nach Washington gereist, um Fragen des Kongresses zu einer digitalen Währung zu beantworten. Bei dem Trip habe er sich mit Donald Trump, Jared Kushner, Mark Zuckerberg und deren Ehepartnerinnen im Weißen Haus getroffen.

Die Einzelheiten des Gesprächs blieben zunächst noch geheim. Später erzählte Thiel jedoch einem Vertrauten von der Abmachung, die Zuckerberg und Kushner getroffen haben sollen, berichtet Chafkin. Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner fungierte in der Amtszeit des umstrittenen Republikaners als einer der wichtigsten politischen Berater.

Demnach habe Zuckerberg gegenüber Kushner versprochen, dass Facebook die politischen Beiträge des Trump-Teams keiner Faktenüberprüfung unterziehen werde. Im Gegenzug hätte sich Kushner stellvertretend für die Trump-Administration dazu bereit erklärt, keine „strengen Regulierungen“ für den Internet-Riesen zu erlassen. Hieße konkret: Freie Bahn für Donald Trump und seine Äußerungen – inklusive Fake News und Verschwörungserzählungen.

Facebook kuschelt nach Treffen mit Donald Trumps Lieblingsmedium Breitbart

Tatsächlich schien das Treffen im Weißen Haus Wirkung zu zeigen: Mark Zuckerberg kuschelte plötzlich mit rechten und konservativen Medien. Ende Oktober 2019 startete das Unternehmen die Sparte Facebook-News für „hochwertige und vertrauenswürdige Nachrichten“.

„Wenn Nachrichten gründlich recherchiert sind, bekommen Menschen Informationen, auf die sie sich verlassen können. Wenn dem nicht so ist, verlieren wir ein wichtiges Werkzeug, um gute Entscheidungen zu treffen“, hieß es zum Start von Facebook-News. Unter den empfohlenen Publikationen befand sich auch das rechtspopulistische, Trump-loyale Portal Breitbart – eine Seite, die mit Falschnachrichten, Hassartikeln und rassistischen Postings auffällt.

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Zuckerberg dementierte den Deal gegenüber Chafkin. Davon auszugehen, es habe geheime Absprachen mit dem Team von Donald Trump gegeben, sei „ziemlich lächerlich“, so der Facebook-Gründer. Für Chafkin ist das Dementi allerdings „nicht ganz glaubwürdig“. Im Gegensatz zu Twitter habe Facebook Trumps irreführende Posts während des US-Wahlkampfs 2020 nicht beschränkt und sei auch sonst extrem untätig gewesen. Erst nach der Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger:innen griff Facebook durch und sperrte seinen Account.

Donald Trump über Mark Zuckerberg: „Er kam immer ins Weiße Haus, um mir in den Arsch zu kriechen“

Donald Trump selbst macht keinen Hehl daraus, dass führende Persönlichkeiten der Tech-Industrie bei ihm ein und aus gingen. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News bezeichnete Trump Zuckerberg und andere Internet-Unternehmer als „krank“. „Er kam immer ins Weiße Haus, um mir in den Arsch zu kriechen“, sagte Trump über Zuckerberg. „Und ich habe gesagt: ‚Oh, das ist nett.‘“ Er habe sich über Besuche von Zuckerberg und dessen „reizender Frau“ gefreut.

„Und sie kamen und aßen mit mir im Weißen Haus zu Abend. Und dann sieht man, was sie mit mir und den Republikanern machen, und das ist einfach nur verrückt. Aber so funktioniert die Welt“, sagte Donald Trump. (tvd)

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