Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ex-US-Präsident Donald Trump bei der „Conservative Political Action Conference“ (CPAC) Ende Februar 2021 in Orlando, Florida.
+
Ist so sauer auf den republikanischen Gouverneur, dass er in Arizona sogar für die Demokraten Wahlkampf machen würde: Ex-US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Ex-Präsident

Zur Not Wahlkampf für Demokraten: Donald Trump will ungeliebten Gouverneur absägen

  • VonMirko Schmid
    schließen
  • Daniel Dillmann
    Daniel Dillmann
    schließen

Ex-Präsident Donald Trump verbündet sich lieber mit Demokraten, als Arizonas Gouverneur Doug Ducey weiter im Amt zu sehen. Der Grund liegt in der US-Wahl 2020.

Update vom Montag, 26.04.2021, 17.00 Uhr: Für seine Wahlniederlage im US-Bundesstaat Arizona scheint Ex-Präsident Donald Trump einen Schuldigen gefunden zu haben: Den republikanischen Gouverneur Doug Ducey.

Der sei bis heute „schockierenderweise überhaupt keine Hilfe gewesen“, polterte Trump laut „The Daily Beast“ am Freitag (23.04.2021). Dass die Wahl frei und fair abgelaufen ist, wolle er nur vortäuschen. Trumps Ärger ist so groß, dass er in Betracht zieht, die politische Karriere von Ducey auf äußerst unkonventionellem Wege zu sabotieren.

Donald Trumps Feindschaft zu Doug Ducey

Ducey könnte bei der Mid-Term-Wahl 2022 um einen der beiden Sitze Arizonas im US-Senat antreten, sollten ihn die Republikaner dafür nominieren. Zwei Personen aus dem Umfeld von Donald Trump berichten „The Daily Beast“ von Trumps überzeugter Feindschaft gegenüber Ducey: Er würde es erwägen, im Falle einer Kandidatur persönlich Wahlkampf für Mark Kelly zu machen –den Bewerber der Demokraten. Der ist von seiner Partei bereits als Kandidat gesetzt. Seine Karriere als Gouverneur von Arizona wird Doug Ducey 2022 unabhängig von Trumps Attacken nicht fortführen können. Er wird im kommenden Jahr bereits zwei Amtszeiten erfüllt haben - das Maximum für Gouverneure in Arizona.

Arizona: Donald Trump jubelt über Neuauszählung

Update von Sonntag, 25.04.2021, 15.00 Uhr: Angefeuert von Donald Trump, der seine Wahlniederlage gegen Joe Biden im republikanisch geprägten Bundesstaat Arizona weiterhin nicht wahrhaben möchte, und dem ihm loyal ergebenen TV-Sender OAN wollen die Republikaner nun 2,1 Millionen Stimmzettel aus dem Landkreis Maricopa County per Hand neu auszählen lassen. Auch wenn eine Neuauszählung nichts am Status Quo im Weißen Haus ändern wird, elektrisiert der Vorgang vor allem jene hartgesottenen Trump-Fans, die ihrem Idol jede Erzählung über einen angeblichen Wahlbetrug abnehmen.

Wahlaufsichtsbehörden in Arizona erklären die Wahl für frei von Betrug, Morddrohungen folgen

Um die Neuauszählung vor der angeblich wütenden Anhängerschaft der Demokraten abzuschirmen, fordert Donald Trump einen Einsatz der Nationalgarde. Während Trump und seine Gefolgschaft die politischen Gräben der Spaltung im Bundesstaat Arizona so weiter aufreißen, ist gänzlich ungeklärt, wer die Kosten der Neuauszählung tagen soll. Ungeachtet dieser Frage bejubelt Ex-Präsident Trump die Anstrengungen der Republikaner in Arizona und spricht erneut davon, dass die Neuauszählungen beweisen werden, dass er der wahre Sieger der Präsidentschaftswahlen sei.

Donald Trump

Trump-News: Alle Infos und Neuigkeiten zum ehemaligen Präsidenten der USA auf unserer Themenseite.

Unterdessen haben die örtlichen Wahlaufsichtsbehörden verlauten lassen, dass die Wahl frei von jeglichen Unregelmäßigkeiten gewesen sei und lehnen die Neuauszählung ab. Steve Gallardo, einziger Demokrat im republikanisch dominierten höchsten Wahlaufsichtsgremium Arizonas, spricht von massiven Morddrohungen gegen alle fünf der örtlichen Aufsichtsbehörden.

Donald Trump fordert Einsatz der Nationalgarde gegen Demokraten

Erstmeldung von Sonntag, 25.04.2021, 10.07 Uhr: Palm Beach, Florida - In einer ganzen Serie von Pressemitteilungen hat Donald Trump sich in eine Anhörung im US-Bundesstaat Arizona eingemischt. Die hatte eine Gruppe von Trump-Unterstützer:innen eingeleitet, die nach wie vor Betrug hinter dem Sieg von Joe Biden bei der US-Wahl 2020 vermuten. Konkret geht es der Gruppe um die Wahlergebnisse in Maricopa County, dem größten Bezirk im von den Republikanern regierten Bundesstaat. Joe Biden hatte den Bezirk mit rund 10.000 Stimmen gegen Donald Trump gewonnen.

Donald Trump ist begeistert von Untersuchung in Arizona

Die Untersuchung wird unterstützt von Anwalt, Verschwörungstheoretiker und Trump-Freund Lin Wood sowie von dem Rechtsaußen-Newsportal „One America News Network (OANN)“.

Selbstredend ist Donald Trump begeistert von der Aktion, die so gut wie keine Aussichten auf Erfolg hat. Selbst wenn das Ergebnis in Maricopa County oder sogar im ganzen Bundesstaat zugunsten von Donald Trump geändert werden würde, an seiner staatsweiten Niederlage gegen Joe Biden würde das nichts ändern.

Doch auch das hält Donald Trump nicht ab, seine Unterstützung für die Aktion kundzutun. Über seine neu gegründete Organisation „Save America“ ließ Trump verlauten, er unterstütze die Untersuchung mit allen verfügbaren Mitteln. Den republikanischen Gouverneur Doug Ducey nahm Trump ebenfalls in die Pflicht. Er müsse unverzüglich die „Nationalgarde entsenden zum Schutz [der Untersuchung]. Die Demokraten wollen nicht, dass diese Informationen bekannt werden und sie werden alles tun, um es zu verhindern.“

Donald Trump gibt nicht auf und kokettiert mit Kandidatur 2024

Trotz seiner offensichtlichen Niederlage bei der US-Wahl, seines Umzugs nach Florida und der Amtsübernahme von Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris in Washington DC zweifelt Donald Trump bis heute die Rechtmäßigkeit der US-Wahl an. Auf einer Veranstaltung in Mar-a-Lago sagte Trump unlängst, er habe zweimal gewonnen und würde nun eventuell ein drittes Mal antreten - und gewinnen.

Ob Donald Trump wirklich plant, bei der US-Wahl 2024 erneut anzutreten, ist bislang nicht bekannt. Zunächst wird der abgewählte US-Präsident das Hauptquartier seiner politischen Kampagnen von Mar-a-Lago nach New Jersey verlegen. Außerdem sieht sich Trump nach wie vor mit zahlreichen Prozessen und Forderungen konfrontiert. Unter anderem von der Stadt Albuquerque, die sogar ein Inkasso-Unternehmen beauftragt hatte, um Geld von Trump einzusammeln. (Daniel Dillmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare