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Ermittlungen in New York

Donald Trump: Opfert er seinen Sohn Donald Jr. für Tochter Ivanka?

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Sollte es bei den Ermittlungen gegen die Trump Organization zu Verurteilungen kommen, hat Donald Trump klare Vorstellungen, welches Familienmitglied es erwischen sollte.

Update, 16.30 Uhr: In einem Interview mit dem Lincoln Project über die Ermittlungen gegen Allen Weisselberg hat Donald Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen Einblicke in die Strukturen der Trump Organization gegeben. „Keiner wusste, ob er am nächsten Tag überhaupt noch einen Job hat“, beschrieb Cohen die Arbeit unter Donald Trump.

Angesprochen auf die mögliche Anklage von Allen Weisselberg sagte Michael Cohen, es seien die Kinder von Donald Trump, die sich Sorgen machen sollten. „Wenn es heißt, Allen oder die Kinder, dann heißt es: Packt Eure Sachen, Kinder. Denn ohne Allen kann Donald nicht weitermachen“, so Cohen in Richtung von Donald Trump Jr., Ivanka Trump und Eric Trump.

Michael Cohen mit Anekdote über Donald Trump

Eine weitere Anekdote aus seiner gemeinsamen Zeit mit Donald Trump gab Michael Cohen im Interview auch noch zum Besten. Der spätere Präsident habe seinem Anwalt einst erzählt, was er tun würde, wenn seinen Kindern eine Gefängnisstrafe drohen würde. In diesem Fall würde Donald Trump laut Cohen seinen Erstgeborenen opfern, um Ivanka zu retten. „Er [Donald Jr.] kann eher damit umgehen“, soll Trump laut Cohen gesagt haben.

Für alle weiteren Angestellten der Trump Organization hatte Michael Cohen noch einen Tipp parat: „Rennt weg, so schnell und weit ihr könnt.“

Donald Trump in New York, wo die Staatsanwaltschaft gegen seinen Konzern ermittelt.

Donald Trump: Ermittlungen gegen Allen Weisselberg und die Trump Organization

Erstmeldung: New York – Es wird spannend. In Manhattan ermittelt die Staatsanwaltschaft seit Monaten gegen die Trump Organization. Die Untersuchungen sind mittlerweile strafrechtlicher Natur und richten sich allem Anschein nach auch gegen hochrangige Angestellte des Konzerns. Selbst Donald Trump soll längst nicht mehr sicher sein.

Nun meldet die New York Times, dass bereits diesen Sommer erste Anklagen erhoben werden könnten. Laut Angaben der US-Zeitung muss sich vor allem eine Person Sorgen machen: Allen Weisselberg. Der 74 Jahre alte Geschäftsmann ist seit über 40 Jahren in der Trump Organization tätig und wurde seinerzeit von Trumps Vater Fred Trump eingestellt. Seit dem Jahr 2000 ist Weisselberg Finanzvorstand des Mischkonzerns und damit der hochrangigste Angestellte im Familienunternehmen, der nicht den Nachnamen Trump trägt.

Donald Trump: Allen Weisselberg im Fokus der Ermittlungen

Weisselberg soll laut Donald Trumps ehemaligen Anwalt Michael Cohen bereits in die Schweigegeldzahlung verwickelt gewesen sein, die der spätere Präsident im Wahlkampf 2016 an Erotikdarstellerin Stormy Daniels veranlasst hatte. Nun rückt sein Name wieder in den Fokus der Berichte über zwielichtige Zahlungen. Die Staatsanwaltschaft in New York hat laut Informationen der New York Times bereits seine Steuererklärungen erhalten.

Die Ermittlungen gegen Weisselberg konzentrieren sich demnach aktuell auf die Frage, ob der Finanzvorstand Steuern hinterzogen hat, die er auf Zuwendungen der Trump Organization hätte bezahlen müssen. Dabei geht es um Wertobjekte wie Immobilien, Luxusautos und Schulgelder, die die Firma für mindestens eines seiner Enkel übernommen haben soll.

Ermittlungen gegen Trump Organization: Donalds Kindern drohen Klagen

Doch Weisselberg könnte für die Staatsanwaltschaft in New York auch eine ganz andere Rolle spielen. Bereits seit Wochen geistern Meldungen durch die USA, laut denen die Behörden den Geschäftsmann am liebsten als Kronzeuge im Prozess einsetzen würden. Die eigentlichen Ziele der Anklage dürften nämlich die Trumps selbst sein. Namentlich Donalds Kinder Eric Trump, Vizepräsident der Trump Organization, Donald Trump Jr., Geschäftsführer des Konzerns und dessen ehemalige Vizepräsidentin, Ivanka Trump.

Zur Person
NameAllen Weisselberg
Alter74 Jahre (geboren am 15. August 1947 in New York)
EhefrauHilary Weisselberg
KinderJack Weisselberg, Baryy Weisselberg
Werdegangseit 1973 Angestellter der Trump Organization; seit 2000 Finanzvorstand des Konzerns

Laut New York Times würde Weisselberg, sollte er mit den Ermittlern kooperieren, zum „Star-Zeugen im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten“ werden. Doch bislang gibt es keine Anzeichen, dass Weisselberg dazu bereit ist. Eine Anklage würde jedoch mit Sicherheit den Druck auf den amtierenden Finanzvorstand der Trump Organization erhöhen.

Eine nahe Verwandte Weisselbergs hatte ihre Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft bereits bekannt gegeben. Jennifer Weisselberg, die ehemalige Schwiegertochter des Finanzvorstands, wurde laut ihrem Anwalt bereits sechs Mal von den Ermittlerinnen und Ermittlern vernommen. Auch Michael Cohen arbeitet bereits mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Donald Trump selbst war erst vor kurzem erstmals seit seiner Wahlniederlage gegen Joe Biden wieder in New York gesichtet worden.

Donald Trump bezeichnet Ermittlungen gegen seinen Konzern als „Hexenjagd“

Ob Allen Weisselberg nun aber tatsächlich eine Anklage droht, ist weiterhin unklar. Es wäre die erste, die aus den Ermittlungen gegen die Trump Organization resultiert. Sollte Weisselberg wegen Steuerbetrugs angeklagt und tatsächlich verurteilt werden, drohen ihm je nach Höhe der unterschlagenen Summe bis zu sieben Jahre Haft.

Ein Scheck mit der Unterschrift von Allen Weisselberg soll die Schweigeldzahlungen Donald Trumps an Stormy Daniels belegen.

Weder Weisselbergs Anwalt noch die Trump Organization selbst haben bislang Stellung zu den Vorwürfen bezogen. Nur Donald Trump wird nicht müde, sie als „die größte Hexenjagd in der Geschichte der USA“ zu bezeichnen. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Lev Radin via www.imago-images.de

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