Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Beliebtheitswerte

Donald Trump: Laut seinem Sohn der „beliebteste Politiker in der Geschichte der USA“

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
    schließen

Kurz vor Beginn des Amtsenthebungsverfahrens ist sich Donald Trump sogar mit seinen eigenen Anwälten uneins. Sohn Eric stärkt ihm dafür mit Lügen den Rücken.

  • Eric Trump hält seinen Vater Donald derweil für den beliebtesten US-Politiker aller Zeiten.
  • Umfragen dagegen zeichnen ein deutlich anderes Bild: Die Arbeit von Ex-Präsident Donald Trump missbilligten im Januar so viele wie nie.
  • Trump-News: Alle Informationen zum Amtsenthebungsverfahren gegen den Ex-Präsidenten auf unserer Themenseite.

Donald Trump kann sich weiter auf der Loyalität seiner Familie bauen. Beim TV-Sender „Fox News“ verteidigte Eric Trump seinen Vater jüngst mit markigen Worten. Manche seine Aussagen decken sich allerdings nicht mit den Ergebnissen von Meinungsumfragen zur Beliebtheit des Ex-Präsidenten.

Eric Trump gibt sich überzeugt: Kein US-Politiker so beliebt Donald Trump

Das dürfte kaum überraschen, denn das dritte Kind von Donald Trump griff in einer Live-Schalte mit Fox-Moderator Sean Hannity gleich zum großen Besteck: Es habe nie einen beliebteren Politiker in den USA gegeben als Donald Trump, so Eric. Sein Vater sei „der beliebteste Politiker in der Geschichte der USA.“

Eine Aussage, die in Konflikt steht mit den Beliebtheitsumfragen mehrerer Einrichtungen. So belief sich Trumps Zustimmungsrate einer Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut „Pew Research Center“ Mitte Januar 2021 zufolge auf lediglich 29 Prozent, ein Negativ-Rekord. Das Statistik-Portal „Five Thirty Eight“, welches Umfragen mehrerer Institute zusammenfasst, zeichnet ein ähnliches Bild: Kurz vor dem Machtwechsel am 20. Januar stellten der Arbeit von Donald Trump im Schnitt 57 Prozent der Befragten ein insgesamt negatives Zeugnis aus.

Erhebt die Stimme für seinen Vater: Eric Trump (r.)

Für Eric Trump zählen ganz offensichtlich andere Zahlen: 75 Millionen US-Amerikaner würden dem Immobilien-Mogul Trump „bis ans Ende der Welt folgen“. Auch das ist nicht akkurat: Der obersten Wahlbehörde zufolge stimmten bei der US-Wahl 2020 genau 74.216.154 Personen für Donald Trump. Die Wahl hat er mit 232 zu 306 Wahlpersonenstimmen klar verloren – eine Tatsache, die er bis heute nicht bereit ist anzuerkennen.

Impeachment gegen Trump: Vorerst letzter großer Auftritt des Ex-Präsidenten

Trump senior kämpft auch an anderer Front um seine Reputation: Ab dem 9. Februar muss er sich im Impeachment-Verfahren vor dem Senat für seine aufrührerischen Worte im Vorfeld der Erstürmung des Kapitols in Washington verantworten. Den Vorwurf, er habe mit Falschbehauptungen zum Verlauf der Wahl dafür gesorgt, Teile seiner Anhängerschaft zum Sturm auf den Sitz des Parlaments aufzuwiegeln, weist Donald Trump freilich zurück, andernfalls müsste er auch seine rechtmäßige Niederlage eingestehen. Selbst seine Anwälte, die ihn beim Prozess verteidigen sollen, halten das für eine fruchtlose Strategie.

Sie wollen Donald Trump eigenen Aussagen zufolge mit einem anderen Argument verteidigen: Er sei nach dem Ausscheiden aus dem Amt eine Privatperson, ein Impeachment-Verfahren damit unzulässig. Das sei nämlich nur für eine amtshabende Person gedacht gewesen. Den Standpunkt vertrat auch Eric Trump bei „Fox News“. Beobachter:innen sehen darin keinen Grund gegen eine Verurteilung Trumps, weil das Verfahren noch während seiner Amtszeit eingeleitet worden war.

Ob sich allerdings 17 republikanische Senatoren finden, die an der Seite der Demokraten eine Verurteilung Trumps mit ihren Stimmen möglich machen, gilt derzeit als unwahrscheinlich: Unter seinen Anhänger:innen ist der Ex-Präsident nämlich weiterhin äußerst populär. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © CNP / MediaPunch via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare