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„Ich werde den dritten Weltkrieg verhindern“: Donald Trump droht mit Ende der Ukraine-Hilfen

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Von: Linus Prien

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Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei der „CPAC“.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei der „CPAC“. © Alex Brandon/AP/dpa

Gegen Joe Biden, gegen die Demokraten und gegen die Ukraine: Donald Trump wütet bei seiner Rede auf einer Konferenz gegen alle. Bei seinen Anhängern kommt er damit gut an.

Fort Washington - Mit einem umjubelten Auftritt hat der frühere US-Präsident Donald Trump bei der Konservativen-Konferenz CPAC seine Beliebtheit bei der rechten Basis unter Beweis gestellt. Der Republikaner attackierte am Samstag (4. März) bei dem Treffen nahe Washington vor tausenden Zuhörern seinen Nachfolger Joe Biden, aber auch Teile seiner eigenen Partei - und stellte sich als besten Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2024 dar. Angesichts des Ukraine-Kriegs warnte er vor einem „Dritten Weltkrieg“.

„Wir werden die Demokraten besiegen“, sagte Trump in seiner rund eindreiviertelstündigen Rede. „Wir werden Joe Biden aus dem Weißen Haus werfen.“ Auf Trumps Aussage „Wir werden zu Ende bringen, was wir begonnen haben“ reagierte das Publikum mit Rufen nach „vier weiteren Jahren“ Trumps im Weißen Haus.

Donald Trump über den Ukraine-Krieg: „Ich werde den Dritten Weltkrieg verhindern“

Trump sagte, er sei der einzige Kandidat, der die USA vor den „kriegstreiberischen“ Demokraten und den „Fanatikern und Narren“ in den Reihen der Republikaner retten könne. Die US-Bürger befänden sich in einem „epischen Kampf, um unser Land vor Leuten zu retten, die es hassen und es völlig zerstören wollen“, sagte der 76-Jährige weiter. Die Wähler seien ermüdet von „politischen Dynastien“ bei Demokraten und Republikanern, „China-liebenden Politikern“ und Unterstützern „endloser Auslandskriege“.

„Wir werden einen Dritten Weltkrieg haben, wenn nicht schnell etwas passiert“, sagte Trump in einem Teil seiner Rede, in dem er die US-Hilfen für die Ukraine kritisierte. „Ich bin der einzige Kandidat, der dieses Versprechen geben kann: Ich werde den Dritten Weltkrieg verhindern.“

Donald Trump über den Ukraine-Krieg: Trump möchte der Ukraine die Unterstützungen kündigen

„Ich bin euer Krieger, ich bin eure Gerechtigkeit, ich bin eure Vergeltung“ gab Trump hochtrabend von sich. Seine Wortwahl wird vor allem vor dem Hintergrund seiner streng christlichen Befürworter durchaus überlegt gewesen sein. Weniger christlich sind Trumps Ankündigungen, die darauf folgten. Er würde die Hilfen an die Ukraine sofort unterbinden, wenn er wieder Präsident werden würde. Zudem wolle er das Geld, das derzeitig nach Kiew entsendet wird, in den Bau einer Grenzmauer an der Grenze zu Mexiko investieren. Das Versprechen, ebenjene zu errichten, gab er bereits bei seinem ersten Wahlkampf. Schon während seiner Amtszeit war Trump wegen seiner Nähe zu Autokraten wie Wladimir Putin und Kim Jong-Un in die Kritik geraten.

Donald Trump bei der CPAC: Ex-Präsident weiterhin enorm beliebt

Trump war der unumstrittene Star bei der am Mittwoch gestarteten Konservativen-Konferenz. Bei einer Umfrage der CPAC-Teilnehmer zu der Frage, für wen sie bei den Vorwahlen der Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur 2024 stimmen würden, landete Trump mit großem Vorsprung auf dem ersten Platz. Der 76-Jährige erhielt 62 Prozent der Stimmen, der Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, kam mit 20 Prozent auf den zweiten Platz.

Die frühere UN-Botschafterin Nikki Haley, die Mitte Februar ihre Präsidentschaftsbewerbung verkündet und am Freitag bei CPAC gesprochen hatte, erhielt nur drei Prozent. Als ihr Name genannt wurde, gab es einige Buh-Rufe im Publikum. Die Umfrage gilt als eine Art Pulsmesser für die Stimmung an der Basis, ist aber nicht repräsentativ (lp/AFP).

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