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Ex-Präsident der USA

Comeback schon geplant: Donald Trump flüchtet vorerst aus Washington

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Wird Donald Trump noch einmal kandidieren? Der Ex-Präsident will wissen, ob Republikaner eine Rückkehr blockieren wollen. Auch Joe Biden bekommt sein Fett weg.

  • Donald Trump scheidet aus dem Präsidentenamt aus und zieht nach Florida.
  • Im „Sunshine State“ plant Trump bereits ein mögliches Comeback.
  • Trump News: Alle Nachrichten zum ehemaligen Präsidenten der USA finden Sie hier im Überblick.

Palm Beach – Kurz bevor Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, ist Donald Trump mit der Air Force One in Florida gelandet. Unrühmlich hatte sich Trump aus dem Weißen Haus verabschiedet. Noch immer spricht Bidens Vorgänger von Wahlbetrug und behauptet öffentlich, der rechtmäßige Sieger der US-Wahl 2020 zu sein.

Nach Ausschreitungen seiner radikalen Anhänger:innen im Kapitol und im Zuge eines historischen zweiten Amtsenthebungsverfahrens geht Donald Trump als der wohl umstrittenste Präsident in die US-Geschichte ein. Doch bei der einen, äußerst denkwürdigen Amtszeit will es Donald Trump offenbar nicht belassen.

Plant Donald Trump bereits sein Comeback? Ex-Präsident telefoniert mit Vertrauten

Kaum in Mar-a-Lago angekommen, soll Donald Trump bereits mehrere Anrufe getätigt haben, wie zwei Eingeweihte „The Daily Beast“ am Mittwoch mitteilten. Der Ex-Präsident habe sich über das Impeachment-Verfahren erkundigt und gefragt, ob Abgeordnete der Republikanischen Partei dafür stimmen würden, Trump für immer vom Amt auszuschließen.

Amtseinführung Joe Biden: Donald Trump und Melania Trump gehen an Bord der Air Force One auf der Andrews Air Force Base.

Darüber hinaus wollte Donald Trump wissen, welche Anwälte für eine Verteidigung im Senat besonders gut geeignet wären. Das Verfahren ist dort noch nicht angekommen, die 100 Senator:innen werden aber bald darüber entscheiden, ob Trump schuldig ist, mit seinen Aussagen vorsätzlich einen Aufstand im Kapitol angezettelt zu haben. Die Anstiftung zu „gesetzlosem Handeln“ („lawless actions“) wird nicht durch die Meinungsfreiheit geschützt, die durch den ersten Zusatzartikel der Verfassung festgelegt ist. 17 Parteikolleg:innen Trumps müssten der Amtsenthebung zustimmen, damit sie wirksam ist.

Donald Trump kommt in Florida an – und erwägt ein Comeback

In seinen letzten 48 Stunden im Amt habe Donald Trump seinen Vertrauten zudem mitgeteilt, dass er weiterhin eine erneute Kandidatur als US-Präsident erwäge – vorausgesetzt, es wird ihm nicht vom Senat untersagt. „Sie lieben mich noch immer“, soll er am Dienstag über die republikanische Wählerschaft gesagt haben. Seine ehemaligen Angestellten und Regierungsbeamten hielten sich mit Äußerungen über ein mögliches Comeback allerdings zurück. Dan Coats, Trumps Ex-Direktor der Nachrichtendienste werde „sich nicht in all diese Sachen vertiefen“. Stattdessen blicke er hoffnungsvoll in die Zukunft, dass die neue US-Regierung die Corona-Pandemie bewältigen kann.

Auf weitere Vertraute habe Donald Trump auf dem Weg nach Florida „wie ein deprimierter oder zumindest etwas gebrochener Mann“ gewirkt, trotz seines Lächelns für die Kameras und seine Fans. Die Amtseinführung von Joe Biden habe er stets im Blick behalten. „Ich dachte, dass er ein bisschen traurig aussieht. Es war mit Sicherheit ein sehr emotionaler Morgen“, erzählte Stephen Moore, ein Wirtschaftsberater und Vertrauter des Ex-Präsidenten. „Die Leute sind traurig, dass er geht. Das waren seine wahren Unterstützer.“ Moore erwarte außerdem, dass der „Trumpismus“ auch in den kommenden Jahren noch eine wichtige Rolle in der Republikanischen Partei spielen wird.

„Deprimierter“ Donald Trump: Sticheleien gegen Joe Biden

Zum Abschied hatten Donald Trump und seine Regierung stolz auf die vergangenen vier Jahre zurückgeblickt. Doch bereits in seinen ersten Stunden im Amt machte Joe Biden mehrere Beschlüsse seines Vorgängers rückgängig – für Trumps Beraterstab ein Zeichen, dass ihre politischen Beiträge den USA nicht nie erhofft erhalten bleiben. Obwohl, oder weil für Donald Trump derzeit alles schiefläuft, was schieflaufen kann, konnte er sich weitere Sticheleien gegen Joe Biden nicht verkneifen. Dessen Amtseinführung würde „langweilig“ werden. Trump sei sich zudem unsicher, ob sein Nachfolger es überhaupt durch die Antrittsrede schaffen würde, ohne sich zu verhaspeln. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Manuel Balce Ceneta/dpa

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