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US-Verteidigungsminister Christopher Miller
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US-Verteidigungsminister Christopher Miller „kann es nicht erwarten“, bis er nicht mehr im Amt ist. (Archivfoto)

US-Präsident Trump

Pentagon-Chef rechnet mit Trump ab – und „kann es nicht erwarten“ Posten aufgeben

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Auf einer Pressekonferenz verwirrt Christopher Miller mit seinen Aussagen. Schon nach zwei Monaten scheint er seinen Job loswerden zu wollen.

  • Seit zwei Monaten ist Christopher Miller als Verteidigungsminister der USA im Amt.
  • Bei einem Pressetreffen sorgt Miller mit seinen Aussagen für Verwirrung.
  • Unter US-Präsident Donald Trump wird Christopher Miller nur noch wenige Tage Chef des Pentagon sein.

Washington D.C. – Seit gerade einmal zwei Monaten ist US-Verteidigungsminister Christopher Miller im Amt – und schon scheint er die Nase voll zu haben. Dementsprechend lustlos zeigt sich Miller bei einem Treffen mit der Presse, wie das Transkript zeigt. Seine teils wirren Aussagen lassen die Reporter:innen verblüfft zurück.

USA: Verteidigungsminister Christopher Miller will nicht mehr – Wirre Aussagen bei Pressetreffen

Es soll das teuerste Waffenprogramm der Geschichte sein. Doch die F-35-Kampfflugzeuge, für die das Pentagon eine Billion Dollar hinlegt, weisen zahlreiche Mängel auf. Hinzu kommen Verspätungen und Extrakosten. Die Pressevertreter:innen fragen, was Christopher Miller von dem Programm halte und was seine Erkenntnisse zum Erwerbsprozess seien.

„Ich, also“, gab der Verteidigungsminister von sich. „Ich meine, ich kann es nicht erwarten, diesen Job zu verlassen. Glauben Sie mir. Aber ein Teil von mir...ich wäre gerne am Erwerbsprozess beteiligt gewesen und hätte versucht, über dieses üble Problem zu reden.“ Nach einer Anekdote über „einen Typen, ein Lieutenant Colonel oder Colonel“ heißt es an einer Stelle im Transkript nur noch „blah blah bluh blah“. „Ich meine, wir haben ein Monster erschaffen. Aber das wissen Sie“, schloss Miller hinsichtlich des Waffenprogramms ab.

„Erstaunliches, inkohärentes Pressebriefing von US-Verteidigungsminister Christopher Miller heute“, teilte Julian Borger von „The Guardian“ auf Twitter mit. Auf Anfrage der „Washington Post“ sagte ein Beamter im Ministerium, dass sich Millers „humorvolle Sprache mit Reportern und Personal“ nicht gut in Textform übermitteln lasse.

US-Verteidigungsminister Christopher Miller kann Ende der Amtszeit „nicht erwarten“

Christopher Miller wurde im November 2020 zum US-Verteidigungsminister ernannt. Seinen Vorgänger Mark Espen hatte Donald Trump via Twitter gefeuert, zwei Tage, nachdem Joe Biden in den Medien zum Sieger der US-Wahl erklärt wurde. Miller wurde zudem gefragt, was er „abseits von Krieg“ über russische Aktivitäten gelernt habe: „Ich habe professionellen Respekt dafür, wie sie Dinge tun. [...] Professionell gesehen denke ich, wow, sie machen das wirklich gut, und sie benutzen viele Konzepte der assymetrischen Kriegsführung, Informationen, so ein Zeug. In gewisser Weise also...freut mich für sie.“

Als größte Herausforderung für das Verteidigungsministerium sehe er, die Denkweise des Kalten Kriegs hinter sich zu lassen. Anstatt Unsummen in die modernsten Waffensysteme zu stecken, müsse man in einigen Fällen Quantität über Qualität stellen und zudem das Budget anderweitig investieren, beispielsweise in Handelspartnerschaften, heißt es.

Lange wird sich Christopher Miller nicht mehr quälen müssen. Am 20. Januar wird Joe Biden als 46. US-Präsident vereidigt. Seine Wahl für das Pentagon fällt auf Lloyd Austin. Der US-Army-General muss, wie alle anderen hochrangigen Posten, noch vom Senat bestätigt werden, bevor er sein Amt antreten kann. Austin wäre der erste afroamerikanische Verteidigungsminister der USA. (Lukas Rogalla)

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