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Donald Trump wollte auf Drogenlabore in Mexiko schießen lassen

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Von: Katja Thorwarth

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Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, soll Raketenbeschuss von mexikanischen Drogenlaboren geplant haben.
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, soll Raketenbeschuss von mexikanischen Drogenlaboren geplant haben. © Chris Seward/dpa

Ex-US-Präsident Donald Trump soll gleich zweimal gefragt haben ob man mexikanische Drogenlabore nicht einfach heimlich aus der Luft angreifen könnte.

Washington - Ex-Präsident Donald Trump hatte offenbar Drogenlabore in Mexiko im Visier. Folgt man dem ehemaligen Verteidigungsminister Mark Esper, soll Trump Luftangriffe gegen illegale Labore in Erwägung gezogen haben. Wie die New York Times vorab berichtet, schreibt Esper in seiner Autobiografie, dass Trump ihn zweimal gefragt habe, ob die Streitkräfte „Raketen auf Mexiko abfeuern könnten, um die Drogenlabore zu zerstören“.

USA: Donald Trump wollte Raketen auf Mexiko abschießen

In einem demnächst in den USA erscheinenden Buch mit dem Titel „A Sacred Oath“ erzählt Esper, Donald Trump sei überzeugt gewesen, die Verantwortung dafür abstreiten zu können. Esper sagt, dass Trumps Äußerungen ihn sprachlos gemacht hätten. Er erinnert sich an dessen Aussage bezüglich Mexikos: „Sie haben keine Kontrolle über ihr eigenes Land.“ Esper habe geglaubt, Trump mache Witze, wäre da nicht der ernste Ausdruck auf seinem Gesicht gewesen, als er die Idee vorschlug.

Trump hätte demnach konkretisiert, dass „wir einfach ein paar Patriot-Raketen abschießen und die Labors stillschweigend ausschalten könnten“. Er soll auch behauptet haben, dass „niemand wissen würde, dass wir es waren“, und dass die USA einfach leugnen könnten, dass sie hinter solchen Angriffen stecken.

USA: Mark Esper war Verteidigungsminister unter Donald Trump

Mark Esper war von Juli 2019 bis November 2020 Verteidigungsminister unter Donald Trump. Der Präsident entließ ihn nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 gegen den Demokraten Joe Biden. Esper schrieb danach sein Buch „A Sacred Oath“, das am 10. Mai in den Handel kommt. Er beschreibt darin seine Zeit an der Spitze des Pentagon.

Wie aus am Montag von der Nachrichtenwebsite „Axios“ veröffentlichten Auszügen des Buchs weiter hervorgeht, hatte Donald Trump auch erwogen, Soldaten auf Anti-Rassismus-Demonstranten schießen zu lassen. Esper habe einen Weg finden müssen, Trump diese Idee auszureden. Er schließt in einem Auszug mit den Worten: „Trump ist eine prinzipienlose Person, die angesichts ihres Eigeninteresses nicht in der Position des öffentlichen Dienstes sein sollte.“ (ktho/afp)

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