Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Donald Trump verschränkt die Arme
+
Mehrere Banken wenden sich von Donald Trump ab und wollen nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten.

Zusammenarbeit gekündigt

Nach Ausschreitungen am Kapitol: US-Banken wenden sich von Donald Trump ab

  • vonSebastian Richter
    schließen
  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke
    schließen

Nach dem Sturm auf das Kapitol in Washington grenzen sich nicht nur Vertraute von Donald Trump ab. Auch mehrere Banken wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben.

  • Deutschlands größtes Geldhaus, die Deutsche Bank, will keine Geschäfte mehr mit Donald Trump machen.
  • Auch mehrere US-Finanzunternehmen haben ihre geschäftlichen Beziehungen zu Trump eingestellt.
  • Trump-News: Alle Nachrichten zum ehemaligen Präsidenten der USA finden Sie auf unserer Themenseite.

Update vom 23.01.2021, 12:55 Uhr: Nach den gewaltsamen Ausschreitungen und dem Sturm aufs Kapitol in Washington D.C. distanzierte sich die Deutsche Bank vom Ex-Präsidenten Donald Trump. Jetzt ziehen auch amerikanische Finanzunternehmen nach und suchen Abstand.

Donald Trump: Bank in Miami will nichts mehr mit ihm zu tun haben

Die zwei Banken haben ihren Standort im Großraum Miami. Die in Miami Lakes ansässige „BankUnited“ gab am Freitag (22.01.2021) bekannt, dass sie ihre Beziehung zu Donald Trump beendet habe. Auf Konten der Bank lagen 5,1 Millionen Dollar, wie Finanzunterlagen zeigen. „Wir hatten nie eine Kreditbeziehung mit Donald Trump und wir haben keine Depotbeziehung mehr mit ihm“, sagte ein Vertreter der Bank dem “Miami Herald“.

Auch die „Professional Bank“ beendete ihre Geschäfte mit Trump. Sie verlieh 2018 11,2 Millionen US-Dollar an Trumps Familie, die sich damit ein Grundstück angrenzend an Trumps Mar-a-Lago Club in Palm Beach kaufte. Außerdem unterhielt Trump hier ein Konto im Wert zwischen 5 und 25 Millionen US-Dollar.

Weitere Banken ziehen sich von Donald Trump zurück

Zuvor kündigte schon die „Signature Bank“ dem ehemaligen Reality-TV-Star ihre Zusammenarbeit. Nach den Unruhen in Washington rief sie ihn zum Rücktritt auf. „Wir glauben, dass die angemessene Maßnahme der Rücktritt des Präsidenten der Vereinigten Staaten wäre, was im besten Interesse unserer Nation und des amerikanischen Volkes ist“, sagte die Bank in einer separaten Erklärung den „Bloomberg News“ am 12. Januar 2021. „Wir haben uns noch nie zu einer politischen Angelegenheit geäußert und hoffen, dies auch nie wieder zu tun“, so Signature.

Als Konsequenz der Stimmungsmache Trumps gegen die angeblich gefälschte US-Wahl 2020 will die Signature Bank außerdem keine Geschäfte mit Mitgliedern des Kongresses machen, die Trump folgten und die Ergebnisse des Wahlgremiums nicht anerkennen wollten.

Die Deutsche Bank distanziert sich von Donald Trump.

Erstmeldung vom 12.01.2021, 17:08 Uhr: Washington D.C./Frankfurt – Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Washington mit mehren Toten gibt es für Donald Trump eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Sein Twitter-Account @realDonaldTrump wurde gesperrt, Demokraten haben ein Amtsenthebungsverfahren gestartet, enge Vertraute wenden sich ab – und nun distanziert sich auch die Deutsche Bank, zeitweise Trumps Hausbank, vom scheidenden US-Präsidenten.

Wie aus einem Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung „New York Times“ hervorgeht, hat die Deutsche Bank beschlossen, keine neuen Geschäfte mehr mit Donald Trump zu machen. Nicht nur der Republikaner persönlich ist betroffen, die Entscheidung soll sich auf alle Trump-Unternehmen beziehen.

Deutsche Bank will nach Washington-Ausschreitungen nicht mehr mit Donald Trump zusammenarbeiten

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte ein Sprecher der Deutschen Bank den Medienbericht nicht kommentieren. Die Begründung: Das größte deutsche Geldhaus äußere sich grundsätzlich nicht öffentlich zu einzelnen Kundenbeziehungen – das gilt auch für prominente Kunden wie Donald Trump.

Ein Tag nach den Ausschreitungen in Washington hatte bereits die US-Chefin der Deutschen Bank die Gewalt der Trump-Fans verurteilt. „Gestern war ein dunkler Tag für Amerika und unsere Demokratie“, schrieb Christiana Riley auf dem Karriere-Netzwerk LinkedIn. Gewalt habe keinen Platz in der Gesellschaft und die schockierenden Szenen seien eine Schande für die ganze Nation.

Riley fügte hinzu: „Wir sind stolz auf unsere Verfassung und stehen an der Seite derer, die versuchen, sie aufrechtzuerhalten, um sicherzustellen, dass der Wille des Volkes gewahrt.“ Ein friedlicher Machtwechsel von Donald Trump zu Joe Biden müsse stattfinden.

Donald Trump ist seit Jahrzehnten Kunde der Deutschen Bank

Donald Trump ist seit mehr als 20 Jahren Kunde der Deutschen Bank, sie gilt als größter Kreditgeber und war zeitweise sogar seine Hausbank. Insidern zufolge soll der 74-Jährige seit Ende der 1990er-Jahre mehr als zwei Milliarden Dollar an Krediten – viele für die Finanzierung von Immobilien – erhalten haben.

Insgesamt stehen noch Kredite in einer Höhe von 340 Millionen Dollar aus, die in den nächsten Jahren fällig sind. Die Demokraten hatten in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, die Geschäftsbeziehungen Donald Trumps mit der Deutschen Bank näher zu durchleuchten.

Der prominente Kunde hat dem Geldhaus viele Negativschlagzeilen eingehandelt. Immer wieder verlangten die Demokraten im US-Kongress Auskünfte über die Geschäfte mit dem republikanischen Präsidenten, der diese unter Verweis auf die Gesetzeslage zurückwies.

Trump Organization: Donald Trumps Konzern steckt in der Krise

Donald Trumps Mischkonzern, die Trump Organization steht vor enormen finanziellen Herausforderungen. Viele der Golf- und Resort-Anlagen schreiben laut „New York Times“ Verluste. Aufgrund der Corona-Pandemie war das Unternehmen gezwungen, einige Restaurants sowie Bars zu schließen und die Hotelbelegung drastisch zu reduzieren – auch im Trump International Hotel, welches nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt liegt.

Der Trump Tower in New York: Zahlreiche Immobilien werden von der Trump Organization betrieben.

Nicht nur die Deutsche Bank zieht nach den Ausschreitungen in der US-Bundeshauptstadt Konsequenzen, auch andere Unternehmen kündigten weitreichende Schritte an. Der Grund: 147 republikanische Kongressmitglieder weigerten sich auch nach der Gewalt im Kapitol, Joe Bidens Wahlsieg anzuerkennen.

Daraufhin stoppten unter anderem die Hotelkette Marriott International, der Ferienwohnungsanbieter Airbnb sowie die Investmentbank Morgan Stanley Spenden an die renitenten Abgeordneten. (Tim Vincent Dicke mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare