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Amanda Chase bei einem Protest am 4. Juli 2020 in Richmond, Virginia.
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Die 51-Jährige liebt Waffen und Donald Trump: Amanda Chase bei einem Protest am 4. Juli 2020 in Richmond, Virginia. 2021 will sie Gouverneurin werden.

Amanda Chase

Donald Trumps größter Fan: QAnon-Anhängerin will jetzt Gouverneurin in Virginia werden

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Amanda Chase, ein großer Fan von Donald Trump, möchte in Virginia Gouverneurin werden. Ihr Trumpismus ist sehr ausgeprägt – sie posiert mit Rechtsextremen.

  • Donald Trump scheidet zwar im Januar aus dem Präsidentenamt aus, aber sein politische Erbe bleibt.
  • In Virginia möchte Amanda Chase Gouverneurin werden – eine waffentragende Politikerin, die Verschwörungstheorien liebt und sich mit Rechtsextremen abgibt.
  • Trump-News: Lesen Sie hier alle Hintergrundinformationen und Nachrichten zum 45. Präsidenten der USA.

Richmond – Sie liebt Waffen, ist Anhängerin des rechtsextremen Verschwörungsglaubens QAnon und große Verehrerin des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump sowie seines Politikstils: Amanda Chase. Die 51-Jährige sitzt im Senat des Bundesstaats Virginia, doch sie will mehr Macht. 2021 kandidiert sie für den Posten als Gouverneurin.

Das ganze Jahr 2020 stand Chase Schulter an Schulter mit Mitgliedern militant-rechtsextremer Gruppen und verschwörungstheoretischen Bewegungen. Wie die US-Nachrichtenseite „Daily Beast“ berichtet, wurden einige der Personen aus ihrem Umfeld sogar verhaftet. Erst kürzlich trat sie aus der republikanischen Senatsfraktion in Virginia aus.

Amanda Chase bezeichnet sich als Donald „Trump in Absätzen“

Chase, die sich selbst als „Trump in Absätzen“ bezeichnet, forderte den US-Präsidenten am Dienstag (15.12.2020) dazu auf, das Militär in den USA einzusetzen, um seine Amtsenthebung zu verhindern. „Er ist nicht mein Präsident und er wird es nie sein“, schrieb sie in Bezug auf Joe Bidens Sieg bei der US-Wahl 2020 auf Facebook. „Das amerikanische Volk ist nicht dumm. Wir wissen, dass Sie betrogen haben, um zu gewinnen und wir werden dieses Ergebnis niemals akzeptieren. Faire Wahlen können wir akzeptieren, aber betrügen, um zu gewinnen – niemals. Es ist noch nicht vorbei.“

Chase sei stolz, dass Donald Trump klare Kante zeige und noch nicht aufgebe. „Präsident Trump sollte das Kriegsrecht ausrufen, genau wie von General Flynn empfohlen“, so die 51-jährige Politikerin. Wenige Tage später, am Freitagabend (18.12.2020), gab es ein – in weiten Teilen hitziges – Treffen des US-Präsidenten mit Berater:innen im Oval Office.

Donald Trump und das Kriegsrecht: Chase fordert Militäreinsatz in den USA

Donald Trump soll sich während des Meetings bei seinem ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater, Michael Flynn, nach dem möglichen Einsatz militärischer Kräfte erkundigt haben. Wie aus US-Medien hervorgeht, seien hochrangige Vertreter von Trumps Regierung zunehmend besorgt, dass sich der Präsident mit derartigen Gedankenspielen beschäftige und sich mit Verschwörungstheoretikern umgebe.

Im Oval Office war eine Debatte über Kriegsrecht und Militäreinsätze innerhalb der USA eskaliert.

Der Trump-Unterstützerin dagegen gefällt die Linie des abgewählten Amtsinhabers. Ihre Vorstellung: Unter Kriegsrecht könnten Truppen „losgehen und diese Wahlmaschinen und Wahlgeräte beschlagnahmen, um den Wahlbetrug zu finden“, sagte Amanda Chase in einem Interview. „Es muss eine nationale Überprüfung geben.“

Glühende Anhängerin Donald Trumps: Demokratin bezeichnet Chase als „gestört“

Laut „New York Times“ stellt die Chase‘ Kandidatur zur Gouverneurin für die Republikaner eine unangenehme Herausforderung dar, seit 2009 konnte die Partei in Virginia keine landesweite Wahl mehr gewinnen. Einige republikanische Politiker befürchten, dass Chase den Trumpismus nutzen könnte, um die Nominierung der Partei zu gewinnen, im politischen Kampf mit den Demokraten habe sie jedoch keine Chance.

Für die Demokraten ist Chase leicht angreifbar. „Ich saß gemeinsam mit Amanda im Senat – sie war damals genauso gestört wie heute.“ Ihre Äußerungen zur Verhängung des Kriegsrechts seien „eine gute Erinnerung daran, dass wir hier im Commonwealth keine Tyrannen zulassen“, schrieb die demokratische Kongressabgeordnete Jennifer Wexton auf Twitter. (Tim Vincent Dicke)

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