Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Austritt aus Gewerkschaft

Donald Trump attackiert Gewerkschaft in Abschiedsbrief

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
    schließen

Donald Trump lässt in seinem Austrittsschreiben kein gutes Haar an der Schauspielgewerkschaft „AFTRA“. Die Gewerkschaft selbst reagiert gelassen.

  • Ex-Präsident Donald Trump tritt mit einem außergewöhnlichen Brief aus der Schauspielgewerkschaft „AFTRA“ aus.
  • Die Antwort der Gewerkschaft fällt so lakonisch wie unmissverständlich aus.
  • Trump-News: Alle Informationen zum ehemaligen Präsidenten der USA auf unserer Themenseite.

Los Angeles – Eine Brieffreundschaft wird sich kaum entwickeln aus dem einseitigen Schreiben von Donald Trump an Gabrielle Carteris, Präsidentin der US-Schauspielgewerkschaft „American Federation of Television and Radio Artists“ (AFTRA). Der Brief liest sich ganz im Gegenteil eher so, als wolle Donald Trump zwischen sich und seiner ehemaligen Gewerkschaft nichts als verbrannte Erde hinterlassen. Man habe „nichts für ihn getan“, so Donald Trump, der sich wenige Zeilen zuvor großzügig selbst lobt für sein schauspielerisches Wirken.

Das ist noch nicht die ganze Wahrheit: Tatsächlich hat die AFTRA als Reaktion auf die Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 Schritte gegen Donald Trump eingeleitet. Mit einem Disziplinarverfahren sollte über den Verbleib von Trump in der Gewerkschaft entschieden werden. Ein hochrangiges Mitglied der Gewerkschaft äußerte sich dem Medium „The Independent“ zufolge kritisch über Trumps Taten und Worten während seiner vierjährigen Amtszeit. Sie hätten eine reale Bedrohung für Journalist:innen in der Gewerkschaft dargestellt, weswegen dieser Angriff auf die Pressefreiheit nicht folgenlos bleiben dürfe. Auch Präsidentin Carteris sieht Trump als zentralen Brandstifter, der seine Anhängerschaft mit Lügen und irreführenden Behauptungen zum Sturm auf das Kapitol angestachelt habe.

„Wen interessiert das“: Donald Trump hat zum Abschied nur Spott übrig

Gemäß der Losung „Angriff ist die beste Verteidigung“ attackiert Donald Trump die Gewerkschaft in seinem Austrittsbrief: Beiträge erheben und „gefährliche, unamerikanische“ Werte vertreten, nur das täte die Gewerkschaft, und damit nichts für ihre Mitglieder:innen und ihn selbst, poltert Trump in dem Brief, über den Sender „Fox News“ am Donnerstag (04.02.2021) zuerst berichtet hatte. „Who cares“, wen interessiert das, so der Ex-Präsident zu seinem drohenden Ausschluss aus der Vereinigung.

Donald Trump fühlt sich von Schauspielgewerkschaft im Stich gelassen. (Archivfoto)

Dass Donald Trump überhaupt Mitglied in der Gewerkschaft mit Hauptsitz in Los Angeles geworden ist, geht auf seine Auftritte im Rahmen mehrere Filme und Serien zurück, darunter die mit 15 produzierten Staffeln recht erfolgreiche Serie „The Apprentice“. Auf die ist er „sehr stolz“, wie er ohne Blöße zu verstehen gibt. Auch habe er als Unternehmer die Fernsehbranche in den USA gestärkt, sogar „Fake News CNN“.

USA: Donald Trump verlässt Schauspielgewerkschaft mit reichlich Selbstlob

Gewerkschaftspräsidentin Carteris regagierte bemerkenswert schmallippig auf das Schreiben: Mehr als ein „Danke“ hat sie ausweislich einer Mitteilung auf der Website der „AFTRA“ nicht übrig für das Gepolter von Donald Trump. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/AP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare