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Donald Trump ist sich sicher: Diese Frau wird 2028 US-Präsidentin

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Von: Tim Vincent Dicke

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Elise Stefanik bei einer Pressekonferenz
Elise Stefanik bei einer Pressekonferenz © Mandel Ngan/AFP

2024 will Donald Trump in den USA noch einmal selbst antreten. Doch der Republikaner hat schon eine Nachfolgerin für das Präsidentschaftsamt im Blick.

Mar-a-Lago – Der frühere US-Präsident bastelt schon fleißig an seinem Comeback für der Präsidentschaftswahl 2024. Beobachter:innen zufolge baut Donald Trump auf einen „schlüsselfertigen Wahlkampf“, um die Schlammschlacht um das Weiße Haus zu gewinnen. Doch wer folgt auf Trump? Der polarisierende Republikaner hat da eine Idee.

Donald Trump überhäufte bei einer Spendengala in Florida am Dienstagabend (11.01.2022, Ortszeit) die Kongressabgeordnete Elise Stefanik mit Lob. Stefanik sitzt für den Bundesstaat New York im Repräsentantenhaus und hat dort den Republican Conference Chair inne – ein Führungsamt der republikanischen Partei im US-Kongress. Damit soll aber nicht Schluss sein: Trump deutete an, dass auf die 37-Jährige das höchste Amt in den USA zukommen könnte.

Donald Trump
Donald Trump hat eine Politikerin im Blick, die Präsidentin werden könnte – allerdings erst 2028. (Archivbild) © Brian Cahn/imago

Stefanik ist loyale Unterstützerin von Donald Trump

„Ich möchte Elise zu ihrem Erfolg gratulieren“, sagte Donald Trump laut Angaben der New York Post bei dem Event, das auf seinem Mar-a-Lago-Anwesen stattfand. Bei der Spendengala hatte Trump Stefanik und anderen verbündeten Republikanern geholfen, mehr als drei Millionen Dollar für ihre politische Arbeit einzusammeln. Der frühere Staatschef lobte Stefanik wahrhaftig über den grünen Klee. „Mann, ist die schnell unterwegs. Wenn sie in diesem Tempo weiter macht, ist sie in etwa sechs Jahren Präsidentin“, wird Donald Trump in der Post zitiert.

Dass Stefanik so stark von Donald Trump unterstützt wird, kommt nicht von ungefähr. Am 6. Januar 2021, als Tausende Fans des früheren US-Präsidenten gewaltsam das Kapitol stürmten, stimmte die Republikanerin gegen die Bestätigung der Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 – und damit gegen Joe Biden als rechtmäßigen Nachfolger Trumps.

Zudem teilt sie die Verschwörungserzählungen von Trump, dass es systematischen Wahlbetrug gegeben habe. Wenige Tage vor den Ausschreitungen im Kongressgebäude schrieb sie auf Twitter: „Millionen von Amerikanern sind zu Recht besorgt darüber, dass es bei der Wahl 2020 zu beispiellosen Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe (...) gekommen ist.“ Beweise für organisierte Manipulationen gibt es bis heute keine.

Donald Trump über Stefanik: „Sie ist die Chefin“

Donald Trump bezeichnete Stefanik in Florida als gute Freundin, die nach ganz oben wolle. „Sie ist nach Washington gekommen als junge, schöne Frau, die das Ruder übernommen hat, und plötzlich geht es mit ihr noch weiter nach oben, sie ist die Chefin. Bisher war sie eine großartige Chefin, eine starke Chefin.“

Im Mai 2021 hatte sich Stefanik im Richtungsstreit der Republikaner im Repräsentantenhaus durchgesetzt. Die damals 36-Jährige trat die Nachfolge der bekannten Trump-Kritikerin Liz Cheney im Republican Conference Chair an, die von ihrer Fraktion geschasst wurde.

Nach der Wahl in das Führungsamt versprach Stefanik, „für die Menschen in Amerika zu kämpfen“. Donald Trump nannte sie einen „entscheidenden Teil unseres republikanischen Teams“. Joe Biden dagegen mache eine „extrem linke Politik“, unter der die USA leiden würden. (tvd)

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