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Zoff unter alten Freunden: Donald Trump schießt gegen Fox News und die eigene Partei

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Von: Nail Akkoyun

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Donald Trump hat in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung den ehemaligen Lieblingssender Fox News kritisiert. (Archivfoto)
Donald Trump hat in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung den ehemaligen Lieblingssender Fox News kritisiert. (Archivfoto) © Patrick Semansky/AP/dpa

In einem Statement erzählt Donald Trump wieder einmal die Mär der „gestohlenen“ US-Wahl. Dabei geht er auch Fox News und die republikanische Partei an.

Palm Beach – Einst Sprachohr des ehemaligen Präsidenten, mittlerweile nur ein weiteres Medium auf der Feindesliste von Donald Trump: In einer am Sonntag (01. Mai) veröffentlichten Erklärung griff Trump den US-Sender Fox News an und warf diesem die Verschleierung von Wahlmanipulation vor. Interessanterweise zitierte er darin auch einen Artikel der New York Times, in dem aufgezeigt wurde, dass Fox News besonders niedrige Einschaltquoten erziele, wenn der Sender kritisch über Trump berichtete – während seiner Präsidentschaft bezeichnete Trump die New York Times allerdings mehrfach als „Fake News“.

Verbreitet wurde das Statement von Trumps Sprecherin Liz Harrington auf Twitter. Doch Trump belässt es nicht nur beim ehemaligen Lieblingssender. Unter einem großen „Save America“-Banner heißt es unter anderem, dass man herausgefunden habe, wie die US-Wahl 2020 „gestohlen“ wurde, die Republikanische Partei allerdings nichts dagegen unternehmen wolle. Seit seiner Wahlniederlage im November 2020 behaupten Donald Trump und dessen Team immer wieder, dass nicht Joe Biden, sondern er der rechtmäßige Sieger sei. Beweise oder selbst Indizien für diese Behauptungen fehlen jedoch bis heute.

„Mitch McConnell und seine RINO-Freunde würden lieber einen Demokraten wie Biden als Präsidenten sehen als einen Republikaner wie mich“, schreibt Trump. Die Abkürzung („Republican In Name Only“) steht für Mitglieder der Partei, die – laut Meinung einer Minderheit – lediglich den Namen der Partei statt deren Werte vertreten. „Es funktioniert besser für ihn und seine Agenda, aber es funktioniert nicht besser für unser Land“, behauptet Trump weiter. Es ist nicht das erste Mal, dass der ehemalige Präsident der USA gegen McConnell schießt, nachdem dieser sich geweigert hatte, das Wahlergebnis anzufechten.

Donald Trump wittert Verschwörung – bis hin zu Mark Zuckerberg und Facebook

Doch Donald Trump zufolge hört die große Verschwörung nicht bei den Republikaner:innen auf, sondern beginnt bei ihnen erst. Alles drehe sich um die „gestohlene Wahl“. „Vom Laptop aus der Hölle, dem Skandal der Stimmenauszählung, über die von Zuckerberg freigeschalteten Facebook-Boxen, bis hin zur Annullierung durch Big Tech“, schreibt Trump weiter.

Weiter beinahe schon charakteristisch verwirrend und widersprüchlich für Trump wird es gegen Ende seines Statements, als er behauptet, dass die Republikanische Partei ihm zusichere, dass er „sowohl gegen die Republikaner als auch gegen die Demokraten“ gewinne – und das „erdrutschartig“. Er soll „an die Zukunft denken“, doch „du kannst nicht an die Zukunft denken, solange die Vergangenheit nicht bewältigt wurde“, philosophiert Trump.

Was die Zukunft für Donald Trump bereithält, ist bislang noch ungewiss. Mehrfach deutete Trump bereits eine erneute Kandidatur zur US-Wahl 2024 an, legte sich öffentlich aber noch nicht fest. Darüber hinaus sieht sich Trump mit juristischen Problemen konfrontiert, weshalb Sohn Donald Jr. und Tochter Ivanka bereits vor Gericht zitiert worden sind. (nak)

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