US-Wahl 2020

Illegale Zahlungen: Wie Donald Trumps Familie mit dem Wahlkampf abkassiert

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    vonAnna-Katharina Ahnefeld
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Die Wahlkampfkampagne von US-Präsident Donald Trump für die US-Wahl 2020 soll Spenden zweckentfremdet haben. Auch Donald Trump Juniors Freundin soll Geld erhalten haben.

  • Eine NGO in den USA wirft Donald Trumps Wahlkampfkampagne für die US-Wahl 2020 vor, Spendengelder zweckentfremdet zu haben.
  • Es ist von 170 Millionen US-Dollar die Rede.
  • Familienmitglieder von Donald Trump sollen Geld erhalten haben. Auch die Freundin von Donald Trump Junior.

Update vom Samstag, 01. August 2020, 12:45 Uhr: Nicht nur Trumps Söhne, auch seine Töchter gerät aufgrund ihrer Einnahmen in die Kritik. Ivanka Trump und Jared Kushner veröffentlichten kürzlich ihre jährlichen Verdienste. Beide können sich über einen Zuwachs von mehreren Millionen Dollar freuen.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung löst jedoch Kritik aus - genau wie die Tatsache, dass Ivanka und Jared bis heute trotz ihrer Tätigkeit im Weißen Haus keine Distanz zu ihren Familienunternehmen wahren. Mehr dazu in unserem Artikel.

Washington – US-Präsident Donald Trump soll Familienangehörigen heimlich und illegal Geld transferiert haben. Das behauptet eine US-amerikanische NGO mit Sitz in Washington DC. Das Campaign Legal Center (CLC) ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation in den USA, die sich dafür einsetzt, den Einfluss von Geld in der Politik zu verringern und den uneingeschränkten Zugang zu Wahlen zu unterstützen. Die Organisation hat am Dienstag (28.07.2020) mit der Bundesbehörde zur Kontrolle von Wahlkampffinanzierung, der Federal Election Commission (FEC), Beschwerde eingereicht.

Spendengelder in US-Wahlkampf 2020: NGO wirft Donald Trump Zweckentfremdung vor

Von 170 Millionen US-Dollar an Spendengeldern ist laut dem Campaign Legal Center die Rede – diesen Betrag soll das Wahlkampfteam und das „Trump Make America Great Again Committee“ von Donald Trump für die kommenden US-Wahlen 2020 zweckentfremdet haben. Geld, das von Unterstützer*innen und Wähler*innen von Trump stammt und für seinen Wahlkampf gespendet wurde.

Der Vorwurf, der im Raum steht: Trumps Team habe das „Federal Election Law", also das Wahlgesetz, verletzt, indem besagter Betrag durch private Firmen geleitet wurde – um den oder die eigentliche*n Empfänger*in des Geldes zu verschleiern. Dabei sollen auch Familienangehörige von Trump bedacht worden sein, wie Lara Trump, die Ehefrau seines Sohnes Eric Trump, und Kimberly Guilfoyle, die Freundin von Donald Trump Junior, der derzeit sein neues Buch bewirbt.

Spenden für Donald Trump: Gesetz sieht Transparenz im Wahlkampf vor

Eine der Firmen, in die das Geld den Vorwürfen zufolge geflossen ist, würde von Donald Trumps früheren Wahlkampfberater Brad Parscale geleitet. Weitere Firmen seien von den Wahlkampfanwälten des US-Präsidenten gegründet worden. So soll Geld durch „American Made Media Consultants (AMMC)„ transferiert worden sein, das Anzeigen für Trumps Wahlkampf kauft und platziert, berichtet die britische Zeitung „The Independent“.

Das Bundesgesetz in den USA sieht eine transparente Verwendung von Wahlkampfspenden vor. Spender*innen und Wähler*innen würden, so der Vorwurf, im Dunklen gelassen, wohin die Mittel der Kampagnen fließen.

Donald Trump, Präsident der USA, seine Frau Melania und Sohn Barron. (Archivbild)

Spendengelder im US-Wahlkampf 2020: Untersuchung kann sich lange hinziehen

„Wähler*innen haben das Recht zu erfahren, wie Kampagnen Geld spenden, um die Wahlen zu beeinflussen“, heißt es auf der Homepage des Campaign Legal Center. Die Organisation fordert eine Untersuchung und Geldbußen für die Wahlkampfkampagne. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Federal Election Commission selbst keine Handhabe hat, um offiziell gegen den Vorwurf vorzugehen. Eine Untersuchung könnte somit lange andauern.

Der aktuelle Fall wäre nicht der erste, in dem US-Präsident Donald Trump Geld zweckentfremdet.

Donald Trumps Nichte Mary Trump rechnet mit ihrem Onkel ab. Sie hält Angela Merkel für schlauer als ihn – und mit intelligenten Frauen kommt der US-Präsident nicht zurecht.

Rubriklistenbild: © Richard Graulich/Palm Beach Post via ZUMA Wire/dpa

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