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Nach Election College

„Tropen-Trump“: Brasiliens Präsident Bolsonaro gratuliert Biden - mit Zitat der Nationalhymne

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Nachdem die Wahlleute des Electoral Colleges Joe Biden zum nächsten US-Präsidenten gewählt haben, gratuliert jetzt auch sein brasilianischer Amtskollege Jair Bolsonaro.

  • Nach der amtlichen Wahl von Joe Biden zum US-Präsidenten durch die Wahlleute im Electoral College distanzieren sich führende Republikaner von Donald Trump.
  • Selbst Trump-Anhänger aus der republikanischen Partei schätzen Donald Trumps Chancen nun minimal ein - und distanzieren sich.
  • Immer mehr Regierungschefs gratulieren Joe Biden zum Sieg - nun auch Brasiliens Präsident Bolsonaro. Alle Nachrichten und Informationen zur US-Wahl 2020 und Donald Trump auf der Themenseite der FR.

Update vom Mittwoch, 16.12.2020, 07.20 Uhr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Joe Biden zum Wahlsieg gratuliert, später als viele andere Staats- und Regierungschefs. Das Gremium der Wahlleute hat Joe Biden am Montagabend (14.12.2020) gemäß der Wahl der US-Bürger:innen amtlich als Sieger der US-Wahl 2020 bestätigt.

Jair Bolsonaro hat Joe Biden nun auch zum Sieg bei der US-Wahl 2020 gratuliert. (Archivfoto)

Auf Twitter schrieb Bolsonaro am Dienstag: „Schöne Grüße an den Präsidenten Joe Biden, mit den besten Wünschen und der Hoffnung, dass die USA weiterhin das ‚Land der Freien und die Heimat der Tapferen‘ sein werden.“ Das Zitat ist eine Zeile aus der amerikanischen Nationalhymne.

Seit seinem Amtsantritt Anfang 2019 gilt der brasilianische Präsident als USA-freundlich, was ihm der „Deutschen Presse-Agentur“ zufolge schon den Spitznamen „Tropen-Trump“ eingebracht habe. Ob er diese außenpolitische Linie gegenüber dem kommenden US-Präsidenten Joe Biden beibehält, sei allerdings offen. Biden hatte Bolsonaros Klima- und Umweltpolitik scharf kritisiert und Konsequenzen angekündigt, sollte Bolsonaro die Zerstörung des Amazonas fortsetzen.

Republikaner distanzieren sich von Donald Trump - Mitch McConnell gratuliert Joe Biden zu Wahlsieg

Update vom Dienstag, 15.12.2020, 16.35 Uhr: Sechs Wochen nach der US-Wahl 2020 hat der einflussreiche Mehrheitsführer der US-Republikaner im Senat, Mitch McConnell, den Demokraten Joe Biden als Wahlsieger anerkannt. „Das Wahlleutegremium hat gesprochen. Deshalb möchte ich heute dem gewählten Präsidenten Joe Biden gratulieren“, sagte McConnell am Dienstag im US-Senat. McConnell gilt als enger Vertrauter des amtierenden Präsidenten Donald Trump.

McConnells Anerkennung von Bidens Wahlsieg hat besondere Bedeutung, weil sich sein Parteifreund Trump noch immer weigert, das Ergebnis der Wahl und seine Niederlage öffentlich anzuerkennen. Bislang hatten erst wenige Republikaner im US-Kongress Biden öffentlich zum Sieg gratuliert.

Nach Niederlage von Donald Trump: Führende Republikaner distanzieren sich vom US-Präsidenten

Erstmeldung vom Dienstag, 15.12.2020, 15.36 Uhr: Washington D.C. -  Trotz des deutlichen Sieges von Joe Biden bei den US-Wahlen 2020, hält Donald Trump an den Vorwürfen des systematischen Wahlbetruges fest. Vor allem auf Twitter verbreitet er seine kruden Theorien, dass ihm die Wahl gestohlen wurde.

Nun scheinen mehrere Republikaner offenbar den Sieg von Joe Biden zum US-Präsidenten anzuerkennen und Donald Trump zum Aufgeben bewegen zu wollen, wie die New York Times berichtet.

Donald Trump: Mehrere Republikaner äußern sich nun kritisch zu Betrugsvorwürfen

Nach der US-Wahl 2020 haben viele Republikaner:innen keine deutliche Position gegen Donald Trump und seine unbelegten Vorwürfe des systematischen Wahlbetruges eingenommen. Die Haltung gegen Donald Trumps Behauptungen ist offenbar angesichts der Zusammenkunft der Wahlleute und ihrer Wahl des Demokraten Joe Biden zum US-Präsidenten deutlicher geworden.

Um den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump wird es einsam. (Archivfoto)

US-Wahl 2020: Nach Electoral College stellen sich mehrere Republikaner gegen Donald Trump

Mehrere Republikaner wollen Donald Trump offenbar zum Einlenken bringen. So äußerte sich immerhin der zweitwichtigste Republikaner in den USA, Senator John Thune aus South Dakota, kritisch. „Ich weiß, dass viele Menschen emotional auf den Ausgang der Wahl reagieren. Aber ab einem gewissen Punkt, muss man der Wahrheit [“music“] ins Gesicht blicken. Wenn das Electoral College die Sache regelt, wird es Zeit, nach vorne zu blicken.“, sagte Thune.

Donald Trump: Die Unterstützung von der republikanischer Partei flacht ab

Auch der Senator von Texas äußerte sich und ließ eine Anerkennung der Niederlage Donald Trumps anklingen, wie auch der „Spiegel“ berichtet. „Das liegt nun einmal in der Natur dieser Wahlen. Es muss einen Sieger geben und einen Verlierer. Es kommt eine Zeit, da muss man sich eingestehen, dass es nicht gereicht hat.“, sagte Cornyn.

Lamar Alexander, Senator von Tennessee, wurde sogar noch deutlicher: „Die Präsidentschaftswahl ist vorbei. Die Staaten haben Ergebnisse zertifiziert. Gerichte haben Konflikte gelöst. Die Wahlleute haben gewählt. Ich hoffe, Präsident Trump wird Amerika first‘ den Vortritt geben.“, twitterte er.

US-Wahl 2020: Selbst Trump-Anhänger distanziert sich von dem abgewählten US-Präsidenten Trump

Selbst Lindsey Graham, einer der führenden Trump-Unterstützer glaubt offenbar nicht mehr an Donald Trumps Sieg. Er sehe nur noch eine „sehr, sehr kleine Nische“ für Trump, doch noch zu gewinnen, sagte der republikanische Senator aus South Carolina. Es wird erwartet, dass Donald Trump weiter an den Betrugsvorwürfen festhält, um einerseits seine Legende des Siegers zu verfestigen und, um vor der Stichwahl in Georgia wichtige Stimmen für die Republikaner zu mobilisieren. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © Andre Couelho/AFP

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