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USA

Donald Trump und Lindsey Graham geraten ins Visier der Ermittler – Wahlbetrug?

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Donald Trump ist laut Lindsey Graham wichtig für die Republikaner. Ein Insider glaubt, dass ihn die Ermittlungen um den Wahlausgang in Georgia zu dieser Aussage trieben. 

  • Senator Lindsey Graham glaubt an eine Zukunft der Republikaner unter Donald Trump.
  • Im Fokus der Ermittlungen um den Wahlausgang in Georgia stehen auch Rudy Giuliani und Graham.
  • Trump News: Alle Neuigkeiten zum 45. Präsidenten der USA und seinen Verbündeten auf der FR-Themenseite.

Update vom Dienstag, 09.03.2021, 10.00 Uhr: Mit einer neuen Theorie nährt ein Insider aus dem politischen Washington die Gerüchte um das ambivalente Verhältnis zwischen Ex-Präsident Donald Trump und dem republikanischen Senator Lindsey Graham. In einem Interview mit „MSNBC“ verwies der Jurist Neal Katyal darauf, dass die Ermittlungen wegen des Versuchs einer Umkehr der Wahlergebnisse im US-Bundesstaat Georgia sich nicht nur gegen Trump richteten. „Es geht genauso um Lindsey Graham, Rudy Giuliani, den ehemaligen US-Anwalt Mr. Byung Pak und einige andere“, so Katyal.

Donald Trump und Lindsey Graham auf dem Weg aus der Air Force One. (Archivfoto)

Angesprochen auf das derzeitige Verhältnis zwischen Trump und Graham vermutet der Jurist, der Senator könnte sich davon einen Vorteil erhoffen. „Man sollte nicht die Möglichkeit ausschließen, dass Lindsey Graham weiterhin zu Donald Trump steht, da er sich erhofft, dass dieser etwas äußert, was Graham im Austausch für einen Deal verwenden kann“, sagte er „MSNBC“.

Lindsey Graham fürchtet Donald Trump – „Dunkle Seite und etwas Magie“

Erstmeldung vom Montag, 08.03.2021, 15.00 Uhr: Washington D.C. – Seit 2003 vertritt Lindsey Graham seinen Heimatstaat South Carolina im US-Senat. In den vergangenen Jahren galt der Republikaner als einer der treuesten Unterstützer von Donald Trump im Kongress, nachdem er im Vorfeld der US-Wahl 2016 noch an dessen Geisteszustand gezweifelt hatte.

Doch in der letzten Woche hat sich Graham gegen die Pläne des ehemaligen Präsidenten gestellt, die Partei nach ihm auszurichten und eine Art Rachefeldzug gegen alle kritischen Stimmen zu unternehmen. Auch unmittelbar nach der Kapitol-Erstürmung am 6. Januar verurteilte er Trump.

Mittlerweile scheint Lindsey Graham ein ambivalentes Verhältnis zu Donald Trump zu haben. In einem recht bizarren Interview bei „Axios“ erklärt der Senator, was er in Hinsicht auf die nahe Zukunft der Republikaner erwarte und wieso man Trump weiterhin brauche.

Republikaner Lindsey Graham: Bizarres Interview über Donald Trump

Wie hat es Donald Trump an die Spitze der Republikanischen Partei geschafft? Mit „einer dunklen Seite und etwas Magie“, meint Lindsey Graham. „Was ich versuche, ist diese Magie zu bändigen“, erklärt er dem etwas verdutzt wirkenden Journalisten Jonathan Swan. Mitt Romney und John McCain hätten es im Gegensatz zu Trump beide nicht hinbekommen, eine erfolgreiche Bewegung zu starten. „Ich will, dass wir mit einer Politik weitermachen, von der ich glaube, dass sie Amerika stark macht. Ich glaube, der beste Weg für die Republikanische Partei, das zu tun, ist mit Trump, nicht ohne Trump.“

Vor den Ausschreitungen im Kapitol sei Donald Trump Grahams Freund gewesen. Seitdem versuche der Senator, die Beziehung aufrechtzuerhalten. „Ich betrachte ihn noch immer als einen Freund. Was passiert ist, war ein dunkler Tag in der amerikanischen Geschichte und wir werden vorwärtsgehen“, sagt Graham. „Genug ist genug“, hieß es damals jedoch. Eine erfolgreiche Partei ohne Trump scheint sich Graham heute nämlich kaum noch vorstellen zu können.

US-Senator Lindsey Graham pflegt derzeit ein ambivalentes Verhältnis mit Ex-Präsident Donald Trump (Archivbild)

„Es ist einfach herausragend. Donald Trump kann etwas aus der Republikanischen Partei machen, das sonst niemand kann, den ich kenne. Er kann sie größer machen, er kann sie stärker machen, er kann sie vielfältiger machen – und er könnte sie auch zerstören“, erklärt der Senator gegenüber Jonathan Swan von „Axios“.

Lindsey Graham will, dass Ex-Präsident Republikaner weiterhin anführt

Letzten Monat gab Lindsey Graham bekannt, sich mit Donald Trump treffen zu wollen, um die Zukunft der gespaltenen Republikanischen Partei zu diskutieren. Der ehemalige US-Präsident solle davon überzeugt werden, Republikaner:innen zu unterstützen, um wieder die Mehrheit im Kongress zu gewinnen. Allerdings müsse dafür eine interne Einigkeit herrschen. „Wenn es Trump um Rache geht und darum, es auf bestimmte Leute abzusehen, die er nicht mag, werden wir ein Problem haben“, wolle Graham ihm gerne sagen.

Republikanische Partei
Alternative NamenRepublikaner; Grand Old Party (GOP)
Gründungstag20. März 1854
GründungsortRipon, Wisconsin
Mitgliederzahl~ 33 Millionen
Vorsitz im SenatMitch McConnell
Vorsitz im RepräsentantenhausKevin McCarthy

Auf der CPAC-Konferenz vor etwas mehr als einer Woche hat Donald Trump diejenigen Republikaner:innen genannt und attackiert, die beim Impeachment-Verfahren für seine Verurteilung gestimmt hatten. Unter ihnen ist Lisa Murkowski, Senatorin für Alaska. Dem Nachrichtenportal „Politico“ hatte Trump mitgeteilt, dass er persönlich nach Alaska reisen und die politische Karriere der „illoyalen und sehr schlechten“ Senatorin zerstören würde. Wie, beziehungsweise ob sich die Republikanische Partei überhaupt hinter Donald Trump vereinen kann und zu welchen Maßnahmen der Ex-Präsident noch greifen würde, um gegen Kritiker:innen vorzugehen, ist ungewiss. Fest steht: Die Mehrheit der „GOP“ steht nach wie vor hinter ihm. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © SAUL LOEB/AFP

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