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Ex-Präsident

Spekulationen über Parteigründung von Donald Trump - Jetzt wird zurückgerudert

  • Delia Friess
    VonDelia Friess
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Berichten zufolge spielt Donald Trump mit dem Gedanken, eine eigene Partei zu gründen. Verbindungen zu einer kürzlich entstandenen Patriot Party werden dementiert.

  • Donald Trump: Der Ex-Präsident plane die Gründung einer eigenen Partei. Damit soll er auch die Republikaner unter Druck setzen wollen.
  • US-Wahl 2020: Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump erfährt überparteiliche Unterstützung - und offenbart die Zerrissenheit in der Republikanischen Partei.
  • Trump-News: Alle Infos rund um den abgewählten US-Präsidenten auf unserer Themenseite.

Update vom Dienstag, 26.01.2021, 13:30 Uhr: Nachdem zuletzt bekannt wurde, dass Donald Trump mit dem Gedanken spielt, eine eigene Partei zu gründen, äußert sich nun erstmals sein Wahlkampfteam zu den Berichten. Zuvor wurde von verschiedenen Medien berichtet, dass der Gründer der Patriot Party angeblich gemeinsam mit der Trump-Kampagne Spenden sammelt.

Laut einem Bericht des britischen „Guardian“, sagt die Trump-Kampagne nun, dass die Aktivitäten rund um die Patriot Party nichts mit Donald Trump zu tun hätten. Behauptungen, wonach die Patriot Party und die Trump-Kampagne gemeinsam Spenden gesammelt hätten, wiesen sie als falsch zurück. Auch Trumps Sprecher Jason Miller distanzierte sich von Aktivitäten der Patriot Party. Man habe nichts mit Spendensammlungen dieser Organisation zu tun und wisse nur durch die Berichterstattung davon, heißt es von Miller.

Donald Trump mit Plänen zur Parteigründung

Erstmeldung vom Dienstag, 26.01.2021, 7.23 Uhr: Washington D.C. – Nach seiner Ankunft in seinem Golf-Resort Mar-a-Lago soll Donald Trump bereits an einem politischen Comeback arbeiten. Das geht aus einer Recherche der Washington Post hervor. Dem Bericht zufolge soll Donald Trump die Idee zur Gründung einer Partei mit dem Namen Patriot Party oder MAGA Party schon vor Wochen entwickelt haben.

Donald Trump soll die Gründung einer eigenen Partei planen.

Laut US-Medien geht es Donald Trump allerdings nicht nur um die Gründung einer eigenen Partei, sondern auch darum, den Druck auf die Republikaner zu erhöhen, damit diese sich im Amtsenthebungsverfahren nicht gegen ihn stellen. Immerhin hatten sich zehn Republikaner bei der Abstimmung über ein zweites Amtsenthebungsverfahren wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ bereits gegen Donald Trump gestellt. Für ein erfolgreiches Verfahren gegen Donald Trump wird eine Zweidrittel-Mehrheit im Senat benötigt. Das bedeutet, dass auch 17 Republikaner gegen Donald Trump stimmen müssten.

Donald Trump: Der Ex-Präsident will eine eigene Partei namens MAGA gründen

Der Angriff auf das Kapitol der USA durch Trump-Anhänger:innen am 6. Januar und der Tabu-Bruch der Nichtteilnahme an der Amtseinführung des Nachfolgers Joe Bidens dürfte viele Republikaner verprellt haben. Sogar Vizepräsident Mike Pence und der republikanische Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell erschienen bei der Amtseinführung der Demokraten Joe Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris und erteilten Trumps eigener Abschiedsfeier eine Absage. Mitch McConnell, der als einer der mächtigsten Republikaner gilt, soll sogar davon gesprochen haben, dass Trumps Verhalten ein Amtsenthebungsverfahren rechtfertige.

Wahlen 2022 in den USA: Donald Trump hat die nächsten Wahlen in den USA schon im Blick

Laut einer Umfrage von Washington Post und ABC News sollen allerdings sechs von zehn Republikaner:innen an Donald Trump als Führer der Partei festhalten. Obwohl das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump diesmal überparteiliche Unterstützung hat, sind die Erfolgsaussichten also trotzdem eher bescheiden. Dass dies so bleibt, dafür will Donald Trump mit der Ankündigung der Gründung der eigenen Partei offenbar sorgen. Denn wäre ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump erfolgreich, dürfte er auf Bundesebene nicht mehr für ein politisches Amt antreten.

Donald Trumps langfristiger Plan soll sein, damit schon jetzt dafür zu sorgen, dass die Republikanische Partei bei den Midterm Elections 2022 unter seiner Führung erneut punkten kann und so die Mehrheit in den beiden Kammern wiedergewinnt. Die Zerrissenheit und Spaltung auch in der Republikanischen Partei wird an den zukünftigen Absichten Donald Trumps deutlich. Marjorie Taylor Greene, Abgeordnete der Republikanischen Partei für Georgia im Repräsentantenhaus, sprach eine „Warnung“ an Parteikolleg:innen auf Twitter aus.

Donald Trump will die Republikaner mit der Gründung einer eigenen Partei unter Druck setzen

„Hier ist eine Warnung, die die GOP [ Grand Old Party, Anm. der Red. ] hören muss. Die große Mehrheit der republikanischen Wähler, Freiwillige und Spender stehen nicht mehr loyal zu der GOP, der Republikanischen Partei und ihren Kandidaten nur weil sie ein ,R‘ in ihrem Namen tragen. Ihre Loyalität liegt bei Donald Trump“, heißt es in dem Tweet von Greene, die neu ins Repräsentantenhaus gewählt wurde.

Dass der Trumpismus auch ohne Donald Trump in der Republikanischen Partei noch lange nicht zu Ende sein dürfte, macht auch eine Ankündigung diese Woche deutlich. Sarah Huckabee Sanders, eine Trump-Anhängerin und die ehemalige Sprecherin des Ex-Präsidenten, will als Kandidatin der Republikaner für das Amt der Gouverneurin des Bundesstaates Arkansas bei der nächsten Wahl antreten. Das gab die 38-Jährige am Montag (25.01.2021) auf Twitter bekannt.

„Jetzt, da die radikale Linke Washington kontrolliert, ist euer Gouverneur eure letzte Verteidigungslinie“, teilte Sanders in einem Internetvideo mit. „Als Gouverneurin werde ich euer Recht verteidigen, frei von Sozialismus und Tyrannei zu sein“, so Sanders außerdem. Sanders Vater Mike Huckabee war bereits zwischen 1996 und 2007 Gouverneur für die Republikaner in Arkansas. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP

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