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Stichwahl im Senat

Roger Stone will Donald Trump in Georgia helfen, Druck auf Republikaner auszuüben

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Vor der Senats-Stichwahl in Georgia im Januar versucht eine Initiative eines Vertrauten von Donald Trump, Wähler:innen zu mobilisieren, um die Wahl zu boykottieren und Republikaner in Georgia unter Druck zu setzen.

  • Die Stichwahl in Georgia entscheidet nach der US-Wahl 2020 über die Mehrheit im US-Senat.
  • Donald Trump: Roger Stone, berüchtigter Wahlkämpfer der Republikaner, mischt sich ein.
  • Alle Informationen rund um den abgewählten Präsidenten der USA finden Sie in den Trump-News.

Georgia - Am 5. Januar entscheidet die Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia, ob die Republikaner die Mehrheit im Senat behalten. Die republikanische Partei benötigt dabei nur einen der zwei Sitze aus Georgia. Die Entscheidung wird auch zeigen, wie durchsetzungsfähig der gewählte US-Präsident Joe Biden sein wird.

Donald Trump: Trump-Vertrauter startet Initiative, um Republikaner unter Druck zu setzen

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump und seine Gefolgsleute, wie sein persönlicher Anwalt Rudy Giuliani, werden unterdessen nicht müde, unbelegte und unbewiesene Vorwürfe des Wahlbetruges zu wiederholen. Die Behauptungen wurden von internationalen und sogar republikanischen Wahlbeobachter:innen zurückgewiesen. Auch für Georgia wiederholt Trump den Vorwurf des Wahlbetrugs. In dem wichtigen Bundesstaat Georgia wurden die Stimmen bereits ein zweites Mal per Hand ausgezählt. Dies schreibt das Gesetz in Georgia vor, wenn der Wahlausgang sehr knapp ist. Joe Biden führt hier auch nach der zweiten Auszählung mit rund 13.000 Stimmen vor dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump.

Roger Stone, ehemaliger Lobbyist von Donald Trump.

US-Wahl 2020: Republikaner in Georgia widerspricht Donald Trump

In Georgia stellt sich ausgerechnet ein Republikaner Donald Trump und seinen Anhängern entgegen: Der republikanische Staatssekretär, Brad Raffensperger, wies die Behauptung Trumps, es habe systematischen Wahlbetrug gegeben, vehement zurück. Mehr noch, er erklärte auf Facebook, die Aussagen würden nur darauf abzielen, Aufmerksamkeit zu generieren.

Georgia: Wie Donald Trump hier noch den Ausgang der US-Wahl beeinflussen will

Um noch mehr Druck auf die Republikaner:innen in Georgia auszuüben, hat eine Initiative um einen alten Vertrauten von Donald Trump nun einen Vorgang initiiert. Das Committee for American Sovereignty ruft republikanische Wähler:innen dazu auf, statt eine Stimme abzugeben, den Namen von Donald Trump auf den Wahlzettel zu schreiben, wie zuerst The Daily Beast berichtete.

Dies solle offenbar dazu führen, dass die beiden republikanischen Herausforder:innen sich ganz hinter die Linie von Donald Trump stellen und die Vorwürfe des Wahlbetruges unterstützen. Könnten sie durch den drohenden Boykott der Stichwahl doch ihren Senatssitz verlieren, wie auch Reuters berichtet.

Donald Trump: Alter Bekannter versucht die Wahl in Georgia zu boykottieren

Initiator hinter der Kampagne: Roger Stone, der früher bereits als Lobbyist für Donald Trump tätig war und in seinem Wahlkampf 2016 eine wichtige Rolle gespielt hatte. Ihm wird unter anderem das Verbreiten von Unwahrheiten vorgeworfen. Durch Stones Involvierung in die Russland-Affäre drohte ihm eine Haft zwischen sieben und neun Jahren. Auf die Initiative des US-Präsidenten wurde das Strafmaß jedoch auf 40 Monate reduziert und Stone musste die Haft nicht antreten. Diese Entscheidung wurde von der demokratischen Partei scharf kritisiert.

US-Wahl 2020: Republikaner stellt sich gegen Donald Trump

Es ist nicht der einzige Vorwurf der Einflussnahme in Georgia: Die Washington Post berichtete davon, dass der republikanische Senator von South Carolina und Trump-Anhänger Lindsey Graham Raffensperger dazu aufgefordert habe, Briefwahlstimmen zu zerstören. Weil sich Raffensperger gegen die Behauptungen von Trump und seiner Unterstützer stellt, gilt Raffensperger laut CNN als „meistgehasster Republikaner“. Von US-Präsident Donald Trump wurde er auf Twitter als RINO „beschimpft“. RINO ist eine Verkürzung von „Republicans in name only“ und soll Republikaner:innen, die Donald Trump nicht unterstützen als „keine echten Republikaner:innen“ verunglimpfen.

Die beiden Senator:innen Perdue und Loeffler stellen sich jedoch weiter hinter Donald Trump. Dies könnte sie allerdings auch einige Wählerstimmen kosten, sagt Alan Abramowitz, Politikprofessor von der Emory University in Atlanta. Moderate Wechselwähler:innen, die zuvor den republikanischen Kandidat:innen ihre Stimme gegeben hätten, könnten durch die Nähe zu dem Trump-Kurs nun anders entscheiden, so Reuters. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © JOE RAEDLE

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