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Donald Trump
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Donald Trump ist kein Freund der Briefwahl. Trotzdem wählt er per Post.

Briefwahl

Donald Trump: Erst verteufelt, dann selbst gemacht

  • VonMirko Schmid
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Für Donald Trump und seine Fans ist die Briefwahl verantwortlich für seine Wahlniederlage bei der US-Wahl 2020. Trotzdem registriert er sich wieder einmal für die Abstimmung per Post.

  • Donald Trump ist als Gegner der Briefwahl bekannt und wirft den Demokraten vor, mittels der Abstimmung per Post bei der US-Wahl 2020 betrogen zu haben.
  • In seinem Wohnort Palm Beach im US-Bundesstaat Florida beantragt er nun zum dritten Mal selbst Briefwahl.
  • Alle Informationen rund um den 45. Präsidenten der USA finden Sie in den Trump-News.

Palm Beach – Donald Trump ist bekanntlich kein Freund der Briefwahl. Immer wieder hat er sie als unsicher und fälschungsanfällig bezeichnet und macht sie bis heute verantwortlich für seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020, als er in der Wahlnacht in vielen Staaten vorne gelegen hatte und daraufhin mit ansehen musste, wie sich sein Vorsprung Staat um Staat mit der Auszählung der vielen per Post abgegebenen Stimmzettel in einen Rückstand auf seinen Rivalen Joe Biden verwandelte.

Bereits im Vorfeld der Präsidentschaftswahl hatte Donald Trump seine Strategie für eine mögliche Niederlage darauf aufgebaut, mittels Diskreditierung der Briefwahl von einem Wahlbetrug durch die Demokraten zu sprechen. Und seine wieder und wieder vorgebrachten Behauptungen zeigen Wirkung – mehr als die Hälfte der Wählerschaft der Republikaner gibt in diversen Umfragen an, dass es bei Trumps Abwahl 2020 nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.

2016 wählte Donald Trump mit seiner Frau Melania in New York im Wahllokal. Inzwischen stimmt er immer häufiger per Post ab.

Donald Trump beantragt zum dritten Mal Briefwahl in Florida

Somit könnte es durchaus als überraschend angesehen werden, dass Donald Trump bei den aktuell laufenden Kommunalwahlen in Palm Beach nun selbst die Unterlagen für eine Briefwahl beantragt hat. Die stationären Wahllokale schlossen bereits am Dienstag (9. März 2020), seither wird ausgezählt. Donald Trump wurde nicht in der Palm Beach County Library, dem Wahllokal in direkter Nachbarschaft zu seinem Golfressort Mar-a-Lago gesichtet.

Dafür registrierte die örtliche Wahlbehörde am Freitag vor dem Tag der Wahl Trumps bereits dritten Antrag auf Briefwahl, seit der Golfclubbesitzer in Palm Beach wahlberechtigt ist. Trumps Antrag erfolgte eine Woche nach Ablauf der Frist zur Zusendung der Briefwahlunterlagen. Das bedeutet, dass er seine Wahlunterlagen nicht mehr per Post zugeschickt bekommen konnte.

Bereits im März und August 2020 hatte Donald Trump seinen Wahlzettel stattdessen vor Ort von einem Mitarbeiter abholen lassen, um sich in den Vorwahlen der Republikaner im Vorfeld der Präsidentschaftswahl selbst erneut zum Kandidaten der Republikaner wählen zu können. Ebenfalls im August 2020 erklärte Trump die Briefwahl in Florida für „sicher, erprobt und glaubwürdig.“

So hatte Donald Trump noch einige Tage Zeit, um in Palm Beach zu wählen – per Brief eingegangene Wahlzettel sind dort gemäß geltender Gesetze gültig, solange sie bis spätestens zwei Tage nach dem eigentlichen Wahltag bei der örtlichen Wahlbehörde eingehen. In Trumps Wahlkreis kandidiert die Republikanerin Candace A. Rojas gegen den Demokraten Ted Cooney. Rojas gilt als Trump-nah, während Cooney, der im Jahr 2016 für den Besitz von Marihuana strafrechtlich verfolgt worden war, in den Augen vieler Konservativer ein rotes Tuch darstellt. (Mirko Schmid)

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