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Nach der US-Wahl 2020

Nach amtlicher Niederlage von Donald Trump: Unterstützer sollen sich mit Vorräten auf Unruhen vorbereiten

  • vonMirko Schmid
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  • Delia Friess
    Delia Friess
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Auf zwei Demonstrationen für Donald Trump wenden dessen Fans Gewalt gegen ein Pärchen an. Prominente Unterstützer Trumps rufen derweil zum Preppen auf.

  • Donald Trump: Nach einer weiteren Niederlage vor Gericht demonstrieren Tausende Trump-Anhänger:innen in Washington D.C.
  • Donald Trump Versammlung von Trump-Anhänger:innen mit Helikopter, auf Twitter rufen einflussreiche Unterstützer:innen zu Chaos-Vorbereitungen auf.
  • Trump-News: Alle Neuigkeiten rund um die US-Wahlen 2020 und Donald Trump.

Update vom Dienstag, 15.12.2020, 14:30 Uhr: Nachdem das Electoral College Joe Biden offiziell als Sieger der US-Wahl 2020 und 46. Präsidenten der USA bestätigt hat, wechseln Anhänger von Donald Trump offenbar langsam ihre Strategie. Auf Twitter ruft der Anwalt Lin Wood dazu auf, sich mit Grundnahrungsmitteln und Gütern zur Notfallversorgung wie Kerzen und Radios, aber auch Waffen einzudecken, letztere nennt er „Second Amendment“-Vorrat. Ganz, als drohe den USA bald eine größere Krise.

Korrespondentin von Newsmax unterstützt Prepper-Aufruf

Lin Wood kämpft gerichtlich für eine Annullierung des rechtmäßigen Wahlsiegs von Donald Trump und ist damit Teil eines juristischen Feldzugs, der bis jetzt nichts bewirkt hat, abgesehen von hohen Kosten für Neuauszählungen der Stimmen. Zur Seite sprang ihm die Washington-Korrespondentin des Nachrichtensenders „Newsmax“, Emerald Robinson. „Wenn Lin Wood den Leuten sagt, sie sollten sich vorbereiten, horche ich auf“, schrieb Robinson auf Twitter. Seit „Fox News“ bei Trump wegen seinem Geschmack nach zu akkurater Wahlberichterstattung in Ungnade gefallen ist, sucht er mittelfristig offenbar einen neuen, uneingeschränkt loyalen Sender.

Wie das US-Medium „TheDailyBeast“ berichtet, ist Anwalt Wood dafür bekannt, von bewaffneten Aufständen nach Bidens amtlicher Wahl zu raunen. Donald Trump solle das Kriegsrecht verhängen. Für diesen Schritt warb zuletzt auch der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Trumps, Michael Flynn.

Pro-Trump-Demos: Rechtsextreme „Proud Boys“ prügeln auf Frau ein

+++ 18:32 Uhr: Ein auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt, wie verschiedene Mitglieder der rechtsextremen „Proud Boys“ auf ein Pärchen einschlagen. Abwechselnd prügeln Mitglieder der Donald Trump treu ergebenen und paramilitärischen Schlägertruppe auf den jungen Mann und die junge Frau ein. Mehrfach liegen beide am Boden. Immer wieder versuchen sie, sich aus der Gefahrenzone zu bewegen. Selbst bleiben sie völlig friedlich und zeigen keine Anzeichen von Gewalt. Das hält die Trump-Fans nicht davon ab, immer und immer wieder auf beide einzuschlagen.

Das Video schlägt in den USA hohe Wellen. Ein Reporter des Nachrichtensenders CNN nennt die Gewalt auf den Straßen der USA ein Zeichen dafür, dass die von Donald Trump mit seiner ständigen Wiederholung einer angeblich „gestohlenen“ Wahl weiter anheizt. Ein Kommentar des abgewählten Präsidenten zu dem Video, das zeigt, wie hochgerüstete „Proud Boys“ auf eine wehrlose Frau und ihren Begleiter einprügeln, ist bisher nicht bekannt.

Die junge Frau liegt am Boden, nachdem sie zum wiederholten Male von „Proud Boys“ geschlagen wurde.

Update vom 14.12.2020, 09.45 Uhr: Die extrem rechten Proud Boys und andere „White Supremacist“-Gruppen haben bei einer Demonstration in Washington D.C. ein Schild der Black Lives Matter-Bewegung von der schwarzen Asbury United Methodist Church verbrannt. Um die Flammen zu verstärken, wurde der Banner noch mit einem flüssigen Brennbeschleuniger übergossen. Die Bürgerrechtlerin Kristen Clarke stufte dies als demonstrativ-terroristischer Akt gegenüber Schwarzen ein.

An der Demonstration nahmen unter anderem die Proud Boys teil. (Archivfoto)

Weiter forderte Clarke die Bundesjustiz auf, die aggressiven Gewalttaten der Proud Boys gegen die zwei schwarzen Kirchen in Washington D.C. sofort näher zu untersuchen und Verfahren einzuleiten.

Pro-Trump-Demos in den USA: Menschen mit Messer angegriffen und angeschossen

Update von Sonntag, 13.12.2020, 15:25 Uhr: In Washington D.C. wurden insgesamt vier Menschen Opfer eines Messer-Attentats. Alle vier Personen wurden dabei schwer verletzt und befinden sich laut Angaben der örtlichen Behörden in einem „kritischen Zustand“. Dies berichtet der US-Nachrichtensender „abc News“. Darüber hinaus wurde ein Mensch bei einer parallel stattfindenden pro-Trump-Demonstration in Olympia, der Hauptstadt des Bundesstaates Washington, angeschossen.

Bisher ist weder bekannt, wie schwer die angeschossene Person verletzt ist, noch ob die Schüsse aus den Reihen der Demonstration für Donald Trump, der Gegendemonstration oder von einer unbeteiligten Person abgegeben wurden. An beiden Demonstrationen haben laut Medienberichten auch die rechtsextremistischen „Proud Boys“ teilgenommen, die als paramilitärische Schlägertruppe gelten.

Demonstrationen für Donald Trump in Washington D.C.

Erstmeldung von Samstag, 12.12.2020, 20:49 Uhr: Washington D.C. - Am Samstag (12.12.2020) versammelten sich Unterstützer:innen des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump in Washington und demonstrierten erneut gegen das Wahlergebnis der US-Wahl 2020. Mehrere Tausend Demonstrant:innen sollen sich im Zentrum der amerikanischen Hauptstadt versammelt haben, berichteten US-Medien.

Donald Trump überfliegt eine Demonstration seiner Anhänger:innen in Washington.

Die Demonstration ist offenbar eine Folge der Niederlage des texanischen Trump-Teams vor dem Supreme Court der USA. Die Klage aus Texas war ein weiterer erfolgloser Versuch, das Wahlergebnis zugunsten des Verlierers Donald Trumps zu drehen. Das Oberste Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass Texas keine rechtliche Begründung dafür habe vorweisen können, in die Wahlen eines anderen Bundesstaates einzugreifen.

Donald Trump überfliegt Anhänger:innen auf Demonstration nach Niederlage vor Gericht

Donald Trump nutzt auch diese Gelegenheit, um weiter zu spalten: Statt das Urteil der Richter:innen zu akzeptieren, die er zum Teil zuvor selbst ernannt hatte, hält er weiter an den Vorwürfen des systematischen Wahlbetruges fest. So bejubelte Donald Trump die Demonstration mit einem Tweet auf der Social-Media-Plattform Twitter. Offenbar wusste er nichts von der Demonstration. Das lässt zumindest sein Tweet vermuten. „Ich wusste nichts davon, aber ich werde sie sehen!“, schreibt Trump u.a. auf seinem Twitter-Profil.

Im Anschluss überflog der US-Präsident die Demonstration zweimal mit einem Hubschrauber. Berichten von MSNBC zufolge war er auf dem Weg zu einer Veranstaltung der Army und Navy.

Bereits kurz nach der US-Wahl 2020 hatten vor knapp einem Monat Tausende Demonstrant:innen in Washington für Donald Trump demonstriert. Der Republikaner hatte die Wahl am 3. November gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Noch immer bestreitet Donald Trump seine Niederlage gegen den 78-Jährigen. Auch wird Trump nicht müde, seine Vorwürfe des systematischen Wahlbetruges zu wiederholen, ohne jedoch Beweise vorlegen zu können.

Auch Trumps Anwälte haben bislang keine Beweise für massiven Betrug vorlegen können. Dutzende Klagen blieben erfolglos. Der Gewinner der US-Wahl 2020, der Demokrat Joe Biden, soll am 20. Januar in Washington vereidigt werden. Es wird darüber spekuliert, ob Trump bei der Feier zur Amtseinführung zugegen sein wird oder ob Donald Trump einen spektakulären Abgang plant. (Delia Friess mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Olivier Douliery/AFP

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