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Golfresort in Florida

Silvesterparty ohne US-Präsidenten: Donald Trump reist überraschend aus Golfresort ab

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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Ines Alberti
    Ines Alberti
  • Lukas Rogalla
    Lukas Rogalla

Donald Trump reist vorzeitig aus Florida ab und lässt hunderte Gäste seiner Silvesterparty in Mar-a-Lago enttäuscht zurück. Um Corona kümmert sich kaum jemand.

  • Donald Trump will die Zeit nach seiner Präsidentschaft in seinem Resort Mar-a-Lago in Florida verbringen.
  • First Lady Melania Trump sorgt allerdings für Unmut bei ihrem Ehemann: Renovierungsarbeiten im Golfresort stießen Trump auf.
  • An Silvester feiern hunderte Gäste ohne den US-Präsidenten und ohne Rücksicht auf Corona-Regeln.
  • Trump News: Alle Neuigkeiten zum 45. Präsidenten der USA im Überblick.

Update vom Samstag, 02.01.2021, 15.30 Uhr: In Mar-a-Lago wurde an Silvester eine interessante Party gefeiert, ganz ohne Corona-Auflagen, dafür mit hunderten Gästen und Kult-Musik aus den 90er-Jahren. Donald Trump war zuvor kurzfristig nach Washington abgereist. Zurück blieben unter anderem sein Anwalt Rudy Giuliani, seine Söhne Eric und Donald Junior mit Freundin Kimberly Guilfoyle sowie mehrere Persönlichkeiten aus konservativen US-Medien, berichtet „CNN“.

„Viele Gäste und Animateure waren enttäuscht, als sie am späten Mittwoch von CNN erfuhren, dass Trump Florida vorzeitig verlassen würde“, sagte ein Reporter des Fernsehsenders. Ein Ticket für die Party habe bis zu 1000 Dollar gekostet, rund 500 Karten seien verkauft worden, hieß es. Dafür konnten die Gäste den Rapper Vanilla Ice bestaunen, der live im Ballsaal von Mar-a-Lago auftrat und auch sein berühmtes Lied „Ice Ice Baby“ performte. Auch Mike Love von „The Beach Boys“ hielt im Resort von Donald Trump ein Konzert ab.

Das Golfressort Mar-a-Lago ist im Südwesten des US-Bundesstaates Florida gelegen. Donald Trump zieht sich dort gerne zurück. (Archivfoto)

First Lady Melania verunstaltet Privatquartier in Mar-a-Lago – Donald Trump reist ab

Update von Freitag, 01.01.2021, 06.16 Uhr: Anders als die Jahre zuvor verbrachte der abgewählte US-Präsident Donald Trump Silvester nicht im Golfresort Mar-a-Lago in Florida, sondern Trump ist mit seiner Ehefrau Melania nach Washington gereist. Vermutet wird, dass er sich auf eine Störaktion der Republikaner bei der offiziellen Verlesung des Wahlsiegers im Kongress vorbereiten möchte. Das berichtet der US-TV-Sender „CNN“.

Doch die Stimmung von Donald Trump in seinem Rückzugsort im Südwesten Floridas soll zuletzt ohnehin getrübt gewesen sein. Der Grund: Gattin Melania habe laut „CNN“ das Privatquartier umgestaltet – gegen den Willen des Noch-Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Donald Trump: Ehefrau Melania gestaltet Privatquartier Mar-a-Lago um

Update vom Mittwoch, 30.12.2020, 10.00 Uhr: Das Golfresort Mar-a-Lago, im Südwesten Floridas gelegen, gilt als Rückzugsort für Donald Trump und seine Familie. Seit Beginn seiner US-Präsidentschaft soll sich der 74-Jährige dort regelmäßig aufgehalten haben, um Golf zu spielen und Partys zu feiern. Als Trump kurz vor Weihnachten im Golfresort eintraf, dürfte seine Laune allerdings nicht so gut gewesen sein – zumindest aber schlechter als bei seinen vorigen Besuchen.

Offenbar wurde das Privatquartier der Trumps in Mar-a-Lago renoviert und umgestaltet. Als Donald Trump den Bereich betrat, soll er sich schlagartig darüber geärgert haben, wie „CNN“ unter Berufung auf interne Quellen aus dem Resort berichtet. „Er war nicht damit zufrieden“, so ein Insider. Hinter den Umgestaltungen auf der circa 3000 Quadratmeter großen Fläche, die nicht nur den Wohnbereich umfasst, steckt wohl die First Lady. Melania Trump nahm sich gemeinsam mit Innenarchitektin Tham Kannalikham der Sache an.

Donald Trump sauer auf First Lady: Planungen für Silvester laufen

Ihr Ehemann höchstpersönlich wies Mitarbeiter des Golfresorts Mar-a-Lago daraufhin an, einige Änderungen vorzunehmen, wie das Entfernen von Statuen und Dekoration aus Marmor und dunklem Holz. Laut Angaben von „CNN“ war Melanias Umgestaltungsaktion nicht die erste dieser Sorte: Die First Lady knöpfte sich demnach Camp David an den Thanksgiving-Feiertagen dekorativ vor, was ebenfalls für Unmut bei Ehemann Donald gesorgt haben soll.

Abseits von schlechter Stimmung des US-Präsidenten sollen in Mar-a-Lago schon bald wieder bessere Zeiten einkehren. Trotz hoher Corona-Infektionszahlen, soll an Silvester eine Neujahrsparty steigen. Das berichtet die „Palm Beach Post“. Dass die Feier stattfinden soll, bestätigte auch ein Stammgast „CNN“. Gäste zahlten in den vergangenen Jahren teilweise Tausende US-Dollar, um an diesem Abend mit Donald Trump und seiner Familie feiern zu können. Während sich der US-Präsident den Planungen für Silvester widmet, ziehen seine Anwälte erneut vor den Supreme Court, um das Ergebnis der US-Wahl 2020 wiederholt anzufechten.

Donald Trump in seinem Büro in Mar-a-Lago: Hier könnte er die letzten Wochen seiner Präsidentschaft arbeiten.

Donald Trump und Melania sehen sich nach Schule in Mar-a-Lago um

Update vom Donnerstag, 17.12.2020, 10.58 Uhr: Obwohl US-Präsident Donald Trump nach Ablauf seiner Amtszeit aufgrund von einer Vereinbarung sein Golfresort Mar-a-Lago nicht zum Hauptwohnsitz für die Familie machen darf, werden offenbar entsprechende Vorbereitungen getroffen. Einem Bericht von „The Mercury News“ zufolge schaut Melania Trump sich schon nach Schulen für Sohn Barron (14) in Florida um.

Das Magazin „People“ berichtete erst kürzlich, dass Melania Trump „sich überall im Palm Beach County und dem benachbarten Broward County nach genau der richtigen Schule umgesehen hat“, an der Barron Trump die neunte Klasse weiterführen kann, wenn die Familie nach Florida zieht. Eine Quelle sagte dem Magazin demnach: „Es gibt einige Optionen und sie werden sich bald entscheiden.“

Melania Trump soll sich in Florida bereits nach Schulen für Sohn Barron (14, links) umsehen.

Umzug nach Florida: Mar-a-Lago wird für Familie Trump renoviert

Eine davon ist wohl die Pine Crest School in Fort Lauderdale, etwa 40 Minuten von Mar-a-Lago in Palm Beach entfernt, die sich Melania Trump kürzlich laut der Boulevard-Zeitschrift „Page Six“ angeschaut haben soll. An der Privatschule werden Kinder vom Vorkindergartenalter bis zur zwölften Klasse betreut. Für die Stufen neun bis zwölf kostet die Schule 35.150 US-Dollar (knapp 29.000 Euro) im Jahr, zuzüglich weiterer Kosten etwa für Uniformen und Laptops.

Doch nicht nur in Sachen Schule werden scheinbar Vorbereitungen für den Umzug der Trumps nach Florida getroffen. Melania Trump soll auch bereits Renovierungsarbeiten im Resort Mar-a-Lago beaufsichtigen, die das Anwesen wohnlicher machen sollen. „Donalds Apartment, das einst Mar-a-Lago-Gründerin Marjorie Merriweather Post gehörte, wird vergrößert und aufgehübscht“, wird eine dem Präsidenten nahestehende Quelle in „People“ zitiert. „Sie renovieren definitiv sein Apartment innerhalb des Mar-a-Lago-Clubs, um es größer, moderner und komfortabler für seinen Gebrauch zu machen“, sagte die Quelle. Melania soll ein separates Schlafzimmer haben.

Donald Trump in Florida unerwünscht: Rechtsstreit mit Nachbarn in Mar-a-Lago zeichnet sich ab

Erstmeldung vom Mittwoch, 16.12.2020, 16.07 Uhr: Palm Beach – Auch in diesem Winter geht es für Donald Trump nach Florida, genauer gesagt in sein Golfresort Mar-a-Lago in Palm Beach, das vom US-Präsidenten auch als „Winter White House“ bezeichnet wird. Gerne würde Trump nach dem Ende seiner Amtszeit im Januar dort leben. Doch Anwohner:innen könnten ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Sie berufen sich auf eine Vereinbarung, die vor rund zwei Jahrzehnten geschlossen wurde, Trump aber deutlich mitteilt, dass er woanders leben soll.

Donald Trump nicht in Mar-a-Lago erwünscht

Bald wird Donald Trump das Weiße Haus möglicherweise für immer verlassen haben. Wie genau der US-Präsident die letzte Amtsphase verbringen wird, ist selbst seinem engeren Kreis unklar. So wird spekuliert, dass Trump kurz vor Weihnachten nach Florida reist und nicht mehr ins Weiße Haus zurückkehren wird. Doch die unmittelbare Nachbarschaft will den langfristigen Einzug von Donald Trump verhindern.

In einem Brief an die Stadt Palm Beach, der der „Washington Post“ vorliegt, äußern Anwohner:innen ihre Bedenken und verweisen auf eine Vereinbarung, die Donald Trump in den frühen 1990er-Jahren unterzeichnet haben soll. Demnach habe der damalige Immobilienunternehmer sein Recht auf einen Wohnsitz in Mar-a-Lago verwirkt, als er das Anwesen in einen Privatclub umfunktionieren ließ.

Nachbarn gegen Einzug von Donald Trump in Mar-a-Lago

Der Disput könnte dafür sorgen, dass sich Ex-Präsident Donald Trump schon bald gegenüber der Gemeinde Palm Beach rechtfertigen und seinen gewählten Wohnsitz in Mar-a-Lago verteidigen muss. Seinen Wohnort ließ Trump bereits von New York in den „Sunshine State“ im Südosten verlegen.

Mar-a-Lago: Donald Trump will hier nach seiner Amtszeit als US-Präsident leben, seine Nachbarn haben allerdings etwas dagegen.

Im Schreiben äußert sich ein Anwalt, der für die Anwohner:innen spricht. Sie fordern von der Stadt, Donald Trump zu benachrichtigen, dass er Mar-a-Lago nicht als Wohnsitz benutzen kann. Das würde „eine peinliche Situation vermeiden“, die entstehe, falls Trump einzieht, kurz darauf jedoch gebeten wird, das Anwesen zu verlassen.

Donald Trump hat wegen Mar-a-Lago Ärger in Florida

Mit seinen zahlreichen Besuchen in Mar-a-Lago hat sich Donald Trump in der näheren Gegend Feinde geschaffen, schon vor seiner Zeit als US-Präsident. Blockierte Straßen, das mutwillige Ignorieren von örtlichen Richtlinien – wie ein Höhenlimit für Fahnenmasten – sowie Versuche, die Versprechen aufzulösen, haben für tief sitzenden Groll gegen Trump gesorgt.

„Es gibt überhaupt keine Rechtsgrundlage, nach der er dieses Grundstück als Wohnsitz und als Club benutzen kann“, erklärt der Nachbar und Anwalt Glenn Zeitz. „Er wird die Leute nicht einschüchtern oder täuschen können, weil wir da sein werden.“ Weder das Weiße Haus noch der Bürgermeister von Palm Beach wollten sich gegenüber der „Washington Post“ zur Sache äußern.

Donald Trump will langfristig nach Mar-a-Lago: Vereinbarung könnte seine Pläne in Florida verhindern

Laut Vereinbarung dürfen Clubmitglieder nicht mehr als 21 Tage im Jahr und maximal sieben Tage am Stück in Mar-a-Lago verbringen. Ein Anwalt von Donald Trump soll dem Stadtrat von Palm Beach versichert haben, dass er nicht dort leben werde und dass Mar-a-Lago kein Wohnhotel, sondern ein privater Club sei.

Ein Sprecher für die geschäftlichen Angelegenheiten von Donald Trump dementiert, dass eine solche Vereinbarung überhaupt existiert, die es ihm verbieten würde, in Mar-a-Lago zu leben. Die Stadt Palm Beach soll die geltenden Regeln zudem kaum durchsetzen, wie eine Recherche der „Washington Post“ fand.

Donald Trump in seinem Büro in Mar-a-Lago

Während seiner Amtszeit sei Donald Trump mindestens 30 Mal nach Mar-a-Lago gereist sein und habe dort mindestens 130 Tage verbracht. Seitens der Stadt gebe es deshalb allerdings keine Einwände. Auch nicht dagegen, dass Donald Trump auf der Website des Clubs offen zugibt, über private Quartiere zu verfügen. Eine weitere Vereinbarung schloss Trump mit der NGO „National Trust for Historic Preservation“, in der er darauf verzichtet, Mar-a-Lago nicht weiter auszubauen und es als nichts anderes als einen Club zu benutzen.

Donald Trump will in Mar-a-Lago wohnen: Nachbarn erschweren Pläne für Leben in Florida

Der Disput mit den Nachbarn könnte auch die Arbeit des Secret Service erschweren, der sich stets an Regeln und Vorschriften halten muss, Donald Trump nach seiner Zeit als US-Präsident aber weiterhin beschützen wird, wenn er in Mar-a-Lago leben sollte. Mehrere Agenten sollen nämlich ein Zimmer in seinem Anwesen beziehen und von dort aus ihre Operationen zur Wahrung der Sicherheit des Ex-Präsidenten steuern.

In dem Schreiben der Nachbarn wird Donald Trump geraten, sich anderweitig umzusehen. „Palm Beach hat viele schöne Anwesen zum Verkauf und wir sind uns sicher, dass Präsident Trump eins finden wird, das seine Bedürfnisse erfüllt.“ (Lukas Rogalla, Tobias Utz, Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Charles Trainor Jr./Imago Images/Zuma Wire

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