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Ukraine-Krieg: Donald Trump empfiehlt geheime Luftangriffe auf Russland

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Von: Daniel Dillmann

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Während seiner Amtszeit weigerte sich Donald Trump, der Ukraine Militärhilfe zu leisten. Er lobte Putin für den Angriffskrieg Russlands. Jetzt sieht er die Sache anders.

New Orleans – Auf einer Tagung der Republikanischen Partei macht Donald Trump* in Sachen Ukraine-Konflikt* die Kehrtwende perfekt. Hatte sich der ehemalige US-Präsident zu Beginn der Kampfhandlungen zwischen der Ukraine und Russland noch auf die Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin gestellt, ist Trump nun für einen Angriff auf den Aggressor selbst.

Vor 250 Parteifreundinnen und -freunden sagte Donald Trump nun, die USA* sollten direkte Luftangriffe auf Russland beginnen. „Bomb the Shit out of Russia“, forderte Trump laut Informationen der Washington Post. Um zu verhindern, dass in Konsequenz der Dritte Weltkrieg ausbricht, hatte der abgewählte Würdenträger ebenfalls einen Plan parat: „Wir sagen einfach, China* war es. Dann fangen sie an, sich untereinander zu bekämpfen und wir lehnen uns zurück und schauen zu.“ US-Präsident Joe Biden* und seiner Regierung empfahl Trump, die F22-Kampfjets der US-Luftwaffe mit chinesischen Flaggen zu übertünchen.

Ukraine-Krieg: Donald Trump fordert Luftangriffe auf Russland

Die Idee präsentierte Donald Trump laut der Washington Post in einer 84-minütigen Rede in New Orleans. Doch sein Trick dürfte für Peking wie Moskau leicht zu durchschauen sein. Das Kampfflugzeug F-22 wird in Kooperation zwischen den US-Firmen Lockheed Martin und Boeing produziert. Es gilt als das teuerste Jagdflugzeug der Welt und wird ausschließlich von den Streitkräften der USA eingesetzt.

US-Präsident Donald Trump hat einen Plan, wie die USA Russland angreifen können, ohne dass der Kreml etwas merkt.
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident, hat offenbar einen Plan, wie die USA Russland angreifen können, ohne dass der Kreml etwas merkt. © Chandan Khanna/AFP

Die Veranstaltung der Republikaner* im Süden der USA ging über zwei Tage. Die Rede Donald Trumps bildete dabei den Höhepunkt. Für seinen einstigen Freund Wladimir Putin hatte Trump dabei kaum noch gute Worte übrig. Der wäre in der Ukraine zum Kriegstreiber geworden. Rückblickend auf seine Zeit im Amt sagte Trump, kein anderer US-Präsident sei so hart mit dem russischen Staatschef umgegangen, wie er.

Im Ukraine-Krieg fordert Donald Trump Luftangriffe auf Russland: „Wir sagen einfach China war es“

Ein Blick auf die Momente, in denen Donald Trump sich über Wladimir Putin* äußerte, lässt andere Rückschlüsse zu. Der US-Nachrichtensender CNN sammelte 80 Zitate Trumps, in denen Putin erwähnt worden war. Das älteste stammt aus dem Jahr 2013. Trump war damals noch Reality TV-Star und Veranstalter der Miss Universe Wahl. Die fand in Moskau statt. Seine Follower auf Twitter fragte damals: „Glaubt Ihr, Putin wird zur Miss Universe Wahl in Moskau im November kommen - und falls ja, wird er mein neuer bester Freund?“

Es folgen 79 Zitate, in denen Trump sich lobend über Putin äußerte. Der mache „einen großartigen Job“, sei „so nett“ gewesen, und außerdem „sehr klug“. Von seinem Vorgänger Barack Obama forderte Trump einst, er solle nicht so streng mit dem Machthaber im Kreml sein.

Daneben fand Donald Trump auch noch Zeit, mit einer erneuten Kandidatur im Jahr 2024 zu kokettieren, die Nato als „Papiertiger“ zu bezeichnen - und über Kim Jong-un*zu reden. Der Diktator in Nordkorea* sei „ernsthaft stark“, so Trump, und ein kluger Staatsführer. Auch der Klassiker, die Mär vom großen Wahlbetrug 2020, kam selbstverständlich zur Sprache. (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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