Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Taylor Greene, eine glühende Anhängerin von Donald Trump, ist nach Äußerungen über Impfstoffe gegen das Coronavirus auf Twitter gesperrt worden. (Archivbild)
+
Taylor Greene, eine glühende Anhängerin von Donald Trump, ist nach Äußerungen über Impfstoffe gegen das Coronavirus auf Twitter gesperrt worden. (Archivbild)

Taylor Greene

„Irreführende“ Äußerungen zur Corona-Impfung: Twitter sperrt Vertraute von Donald Trump

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
    schließen

Sie verehrt Donald Trump und leistet sich regelmäßig verbale Entgleisungen: Wegen Tweets zur Corona-Impfung sperrt Twitter nun Marjorie Taylor Greene – erneut.

Washington D.C. – Der Kurznachrichtendienst Twitter hat das Konto der republikanischen Kongressabgeordneten Taylor Greene nach Verstößen gegen die Richtlinien der Plattform gesperrt. Greene ist eine glühende Anhängerin von Donald Trump, mit umstrittenen Äußerungen sorgt sie immer wieder für Empörung in den USA.

In einem Tweet am Montagabend (09.08.2021) schrieb Greene, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA keine Impfstoffe gegen das Coronavirus zulassen sollte, weil die Vakzine „versagen“ würden. Twitter stufte den Post als „irreführend“ ein. Dies hat zur Folge, dass ein Tweet weder beantwortet, geteilt oder geliked werden kann.

Taylor Greene: Trump-Anhängerin teilt Falschinformationen über Corona-Pandemie

Ein Sprecher des Social-Media-Unternehmens sagte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, der Tweet von Greene sei „im Einklang mit unserer Covid-19-Richtlinie zu irreführenden Informationen gekennzeichnet worden. Das Konto wird aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Twitter-Regeln für eine Woche im Read-Only-Modus sein.“ Heißt konkret: Die Republikanerin kann im Zeitraum von sieben Tagen keine neuen Tweets versenden und ihr Konto wird nicht in der Twitter-Suche angezeigt.

Die aktuelle Suspendierung ist die dritte und bisher härteste Strafe, die Twitter gegen die 47 Jahre alte Verbündete Donald Trumps verhängt hat. Im Januar wurde Greene für zwölf Stunden von Twitter gebannt, weil sie Verschwörungserzählungen über die Senatsstichwahlen in Georgia geteilt hatte. Im Juli folgte eine 12-Stunden-Sperre wegen des Verbreitens von Falschinformationen über die Corona-Pandemie.

Gemäß den Twitter-Richtlinien für Fehlinformationen zur Corona-Pandemie können Nutzer:innen eine einwöchige Sperre erhalten, wenn sie viermal gegen die Regelungen verstoßen haben. Bei fünf oder mehr Verstößen gegen die Richtlinie kann es zu einer permanenten Sperre kommen. Twitter wollte sich gegenüber CNN nicht äußern, wie oft die Trump-Vertraute gegen die Regeln des Unternehmens verstoßen hat.

Donald Trumps Vertraute Greene verglich Maskenpflicht mit Judenverfolgung der Nazis

Ende Mai hatte die Kongressabgeordnete die Maskenpflicht mit dem Holocaust verglichen und eine Welle der Empörung ausgelöst. In einer Radiosendung brachte sie die Maskenpflicht mit Judensternen zur Zeit des Dritten Reichs in Verbindung: „Wissen Sie, wir können auf eine Zeit in der Geschichte zurückblicken, in der Menschen gesagt wurde, sie müssten einen goldenen Stern tragen, und sie wurden definitiv wie Bürger zweiter Klasse behandelt, so sehr, dass sie in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazi-Deutschland gebracht wurden.“

Greene verteidigte ihre Worte zunächst. „Ich habe nichts Falsches gesagt“, sagte sie. „Ich denke, dass jede vernünftige jüdische Person nicht mochte, was in Nazi-Deutschland geschah, und dass jede vernünftige jüdische Person nicht mag, was mit einer anmaßenden Maskenpflicht geschieht.“ Die Organisation American Jewish Congress forderte Greene dazu auf, sich zu entschuldigen. „Man kann niemals gesundheitsbezogene Einschränkungen mit gelben Sternen, Gaskammern und anderen Nazi-Gräueln vergleichen.“

Äußerungen von Trump-Vertrauter Taylor Greene „mehr als verstörend“

Bei Politiker:innen beider Parteien stießen Greenes Worte auf Empörung. „Das ist böser Irrsinn“, schrieb etwa die republikanische Kongressabgeordnete und Trump-Kritikerin Liz Cheney auf Twitter. Der demokratische Kongressabgeordnete Jim McGovern nannte es „mehr als verstörend“, dass Greene den systematischen Mord an sechs Millionen Juden mit dem Tragen einer Maske vergleiche.

Tage später entschuldigte sich die Anhängerin von Donald Trump. „Es gibt keinen Vergleich zum Holocaust und es gibt Worte, die ich gesagt habe, und Bemerkungen, die ich gemacht habe, von denen ich weiß, dass sie beleidigend sind, und dafür möchte ich mich entschuldigen“, sagte Greene. Wenig später fiel Taylor Greene mit einem weiteren Nazi-Vergleich auf - diesmal im Bezug auf die Corona-Impfung. An ihrer Kritik an den Corona-Schutzmaßnahmen und einem vermeintlichen „Impfzwang“ hält die Politikerin seither fest. „Ich finde, dass Zwangsmasken und Zwangsimpfungen oder Impfpässe eine Art von Diskriminierung sind, und ich bin sehr gegen diese Art von Diskriminierung.“ (tvd/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare