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Brisantes Tonband von Trump aufgetaucht: „Etwas Schlimmes ist passiert“

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Von: Marvin Ziegele

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Donald Trumps Anruf in Georgia beschäftigt weiterhin die Justiz. (Archivfoto) © Everett Collection/Imago Images

Die Beweise gegen Donald Trump verdichten sich. Mit brisanten Anrufen in Georgia hat der Ex-Präsident für Aufregung gesorgt.

Update vom Montag, 15. März 2021, 11.30 Uhr: Die Affäre um den Anruf von Donald Trump an eine Top-Ermittlerin wegen der möglichen Wahlfälschung in Georgia spitzt sich zu. Wie der US-Nachrichtensender „CNN“ berichtet, soll das aufgezeichnete Gespräch im Papierkorb eines Gerätes der Ermittlerin Frances Watson gefunden worden sein. Der Fund der Audiodatei folgt Zweifeln von Offiziellen, dass eine Aufnahme des Gesprächs zwischen Trump und Watson existiere.

„Etwas Schlimmes ist passiert“ – Brisantes Tonband von Trump aufgetaucht

Der Anruf von Donald Trump zeigt, wie beharrlich der Ex-Präsident Anstrengungen unternahm, Wahlbetrug in Georgia aufzudecken. Frances Watson ermittelte damals im Büro des Secretary of State in Georgia. Ihre Ergebnisse zeigten, dass in Georgia kein Wahlbetrug stattgefunden hatte und Joe Biden der rechtmäßige Gewinner der US-Wahl 2020 in Georgia war. Laut „CNN“ wollte sie keinen Kommentar zu der gefundenen Audiodatei abgeben.

Update vom 14. März 2021, 22.45 Uhr: Laut eines Berichts des US-Senders MSNBC strömen aktuell zahlreiche Reporter:innen nach Florida. Ihr Ziel: Mar-a-Lago, Luxusressort und aktueller Wohnsitz von Donald Trump. Das berichtet im Interview mit MSNBC Laurence Leamer, Autor eines Buches über Mar-a-Lago. „Es ist absolut verrückt. Reporter aus der ganzen Welt strömen gerade hier her. Alle wollen etwas über Donald Trump hören“, so Leamer, der selbst aus Palm Beach stammt.

Mar-a-Lago, der aktuelle Wohnsitz des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Mar-a-Lago, der aktuelle Wohnsitz des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. © mpi34/MediaPunch via www.imago-images.de

Während der ehemalige Präsident sich in Mar-a-Lago vor allem auf die Rolle des extravaganten Gastgebers besinnt, laufen in New York und in Georgia die Ermittlungen gegen ihn. Donald Trump drohen Anklagen wegen Steuerhinterziehung und Bilanzfälschung.

Donald Trump - Tonband aufgetaucht: „Ich will, dass sie Stimmen finden“

Erstmeldung vom 11. März 2021: Washington D.C. – Ein Anruf von Donald Trump sorgt im US-Bundesstaat Georgia weiter für viel Wirbel. Der damals noch amtierende Präsident hatte nach der verlorenen Wahl den republikanischen Wahlleiter Brad Raffensperger aufgefordert, den Wahlsieg von Joe Biden im Bundesstaat zu annullieren. In dem Telefonat hatte Donald Trump Raffensperger unter anderem dazu aufgefordert, genügend Wählerstimmen in Georgia zu „finden“. „Also, ich will nur eins, ich will nur 11.780 Stimmen finden“, sagte Donald Trump zu Raffensperger. 

Donald Trump: „Ich habe gewonnen, das weiß ich“

Doch das war offensichtlich nicht der einzige Anruf, mit dem Donald Trump sich in die Wahl einzumischen versuchte. Er soll darüber hinaus eine Top-Ermittlerin auf die mögliche Wahlfälschung in Georgia angesetzt haben, wie das „Wall Street Journal“ berichtet. In einem Gespräch im Dezember 2020 soll er der Ermittlerin Frances Watson gesagt haben: „Wenn die richtige Antwort herauskommt, werden Sie gelobt. Ich habe alles außer Georgia gewonnen. Und ich habe Georgia gewonnen, das weiß ich. Und das Volk weiß es auch. Und etwas ist da geschehen. Etwas schlimmes“.

Watson ermittelte damals im Büro des Secretary of State in Georgia. Ihre Ergebnisse zeigten, dass in Georgia kein Wahlbetrug stattgefunden hatte und Joe Biden der rechtmäßige Gewinner der US-Wahl 2020 in Georgia war. Donald Trump bat sie in dem Anruf, einen genaueren Blick auf Fulton County, das bevölkerungsreichste County im Bundesstaat Georgia zu werfen. „Dort werden Sie Dinge finden, die unglaublich sind“, sagte Trump. „Die ganze Unehrlichkeit, die wir gespürt haben. Aber Fulton ist die Hauptader.“

Donald Trump beauftragt Ermittlerin mit möglicher Wahlmanipulation in Georgia

Watson antwortete Donald Trump: „Ich kann Ihnen versichern, dass unser Team und das Georgia Bureau of Investigation nur in der Wahrheit interessiert sind und an dem Finden von Informationen, die auf Fakten basieren.“ Der US-Nachrichtensender CNN berichtet, dass ein Sprecher Donald Trumps zu dem Telefonat keinen Kommentar abgeben wollte.

Donald Trump
Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung im Februar 2020. (Archivfoto) © Evan Vucci/AP

Ari Schafer, Sprecher des Büros von Brad Raffensperger, sagte gegenüber CNN: „Dieser Anruf ist ein weiteres Beispiel dafür, wie gleich die öffentlichen Statements von Raffensperger und die Aussagen in privaten Konversationen sind. Wir haben das Gesetz befolgt, jede legale Stimme gezählt und sind jeder Behauptung von Betrug nachgegangen. Das ist, was wir getan haben, weshalb wir jetzt bei einem finalen Ergebnis stehen.“ (Marvin Ziegele)

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