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Donald Trump tobt: Früherer US-Präsident lässt Wut freien Lauf

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Von: Christian Stör

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Donald Trump
In dieser am 21. Februar 2022 aufgenommenen Fotoillustration spiegelt sich ein Bild von Donald Trump in einem Telefonbildschirm wider, auf dem die Truth-Social-App angezeigt wird. © Stefanie Reynolds / AFP

Donald Trump ist nach der FBI-Razzia kaum noch zu beruhigen. Auf seinem Netzwerk Truth Social schlägt er verbal um sich.

Washington D.C. – Donald Trump ist schwer angeschlagen. Vor allem die Ermittlungen nach der FBI-Razzia in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach machen dem früheren US-Präsidenten zu schaffen. Immerhin gibt es inzwischen erste Hinweise auf eine mögliche Behinderung der Justiz. Kein Wunder also, dass Trump allmählich auch den letzten Bezug zur Realität zu verlieren scheint.

Ein Blick auf sein eigenes Social-Media-Netzwerk Truth Social macht jedenfalls deutlich, wie es um Donald Trump derzeit bestellt ist. Allein die Tatsache, dass er dort am Montag (29. August) fast zwei Jahre nach der US-Wahl 2020 die Wiedereinsetzung als Präsident oder zumindest eine sofortige Neuwahl gefordert hat, gibt zu denken.

Donald Trump attackiert FBI nach Razzia in Mar-a-Lago

Aber damit nicht genug. Trump nutzte Truth Social auch dazu, um noch einmal all seine Verschwörungserzählungen über die FBI-Razzia zu verbreiten. Sein Netzwerk ist ja auch der einzige Ort, wo er das noch ohne Widerrede tun kann. Was also machte Trump, um seine Wut herauszuschreien? Er veröffentlichte eine Reihe von Memes, „Retruths“ und anderweitige Tiraden, in denen er die Bundespolizei heftig attackierte.

Da war von einem FBI-Überfall die Rede und von dem dafür zuständigen FBI-Beamten, der wegen Fehlverhaltens gefeuert worden sei. Und mehr noch: „Er war auch am Wahlbetrug 2020 beteiligt, dem Verbrechen des Jahrhunderts!!!“

Die Aussage ist natürlich unsinnig. Der FBI-Beamte Timothy Thibault, auf den sich Trump anscheinend bezieht, ging in den Ruhestand und wurde nicht gefeuert. Zudem wurde Thibault nur von einer Gruppe des Fehlverhaltens beschuldigt: den Trump-Fans. Darüber hinaus teilte Trump einen Post eines Nutzers, wonach das FBI und die Antifa am 6. Januar das Kapitol gestürmt haben sollen.

Donald Trump fällt auf gefälschten Ivanka-Post herein

Ohnehin scheint Trump allmählich die Kontrolle über sich selbst zu verlieren. Wie anders ist zu erklären, dass er mitten in seiner Anti-FBI-Tirade plötzlich auch einen offensichtlich gefälschten Anti-Impfstoff-Beitrag teilte, der dem Truth-Social-Konto seiner Tochter Ivanka Trump zugeschrieben wird? „Biden und seine Regierung versuchen immer noch, Sie mit den nutzlosen Impfstoffen zu manipulieren. Fallen Sie nicht auf seine Lügen herein, es ist vorbei“, hieß es in dem gefälschten Post. Anschließend ermutigte Trump seine Fans noch dazu, ein Buch zu kaufen, das sich gegen Impfungen richtet. (cs)

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