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Donald Trump soll seinen Justizminister am Telefon bedrängt haben. (Archivbild)
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Donald Trump soll seinen Justizminister am Telefon bedrängt haben. (Archivbild)

Heikles Telefonat

Donald Trumps Ärger mit der Justiz: „Überlasst den Rest einfach mir“

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Erst der Ärger wegen seiner Steuererklärung, jetzt Berichte über ein pikantes Telefonat mit seinem einstigen Justizminister. Keine gute Woche für Donald Trump.

Washington DC - Für Donald Trump liefen die vergangenen Tage alles andere als gut. Das Justizministerium der USA entschied, dass der ehemalige Präsident dem Kongress nun doch seine Steuerunterlagen aushändigen muss. Kurz zuvor hatte die New York Times zudem berichtet, Trump habe nach seiner Wahlniederlage gegen Joe Biden Druck auf ebenjenes Justizministerium ausgeübt, das Wahlergebnis als falsch und die ganze Abstimmung als „korrupt“ zu bezeichnen.

„Sagt einfach: die Abstimmung war korrupt - und überlasst den Rest mir“ soll Donald Trump laut Richard Donoghue, stellvertretender Justizminister unter Trump, in einem Telefonat gesagt haben. An dem Gespräch beteiligt waren laut New York Times neben Trump der damalige amtierende Justizminister Jeffrey A. Rosen und sein Stellvertreter Donoghue. Sowohl Donogue als auch Rosen versuchten demnach, Trump von der Integrität der Wahl zu überzeugen. „Viele der Informationen, die sie erhalten, sind falsch“, soll Rosen dem damaligen Präsidenten der USA gesagt haben.

Donald Trump drohte seinem eigenen Justizminister

Doch Donald Trump ließ sich davon allem Anschein nach nicht überzeugen. Anstatt Beweise vorzulegen, berichtete er seinen Justizministern von „tausenden Anrufen“, die er tagtäglich erhalten würde, und in denen die Menschen ihm vom Wahlbetrug berichten würden. Auch das Internet sei voll von derartigen Geschichten. „Ihr Jungs seid wohl nicht so im Internet unterwegs wie ich“, soll Donald Trump allen Ernstes den beiden mitgeteilt haben.

Als weder Rosen noch Donoghue auf die haltlosen Vermutungen Donald Trumps eingingen, tat er, was er in solchen Situationen immer tut. Er drohte beiden mit Rauswurf. „Die Leute wollen, dass ich die Führung des Justizministeriums austausche“, so Trump. „Sie sollten die Führung haben, die sie möchten“, antwortete Donoghue.

Donald Trump und die Justiz: eine schwierige Beziehung

Kaum ein US-Präsident hatte einen derartigen Verschleiß an Justizministern wie Donald Trump. In nur vier Jahren Amtszeit setzte Trump insgesamt vier Justizminister und sechs Stellvertreter ein. Zum Vergleich: Barack Obama kam in acht Jahren auf zwei Justizminister und zwei Stellvertreter.

Laut der New York Times sprach Donald Trump auch mehrfach von seinen Verbündeten innerhalb der Republikanischen Partei. Den Kongressabgeordneten Jim Jordan bezeichnete er als „Kämpfer für die gute Sache“, auf den er sich verlassen könne. Jordan selbst wollte den Bericht der Times nicht kommentieren. (Daniel Dillmann)

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