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Sturm aufs Kapitol: Hutchinson vor ihrer Aussage bedroht

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Von: Karolin Schäfer

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Cassidy Hutchinson, ehemalige Beraterin von M. Meadows, dem Stabschef des Weißen Hauses, sagt vor dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses aus.
Cassidy Hutchinson, ehemalige Beraterin von M. Meadows, dem Stabschef des Weißen Hauses, sagt vor dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses aus. © Andrew Harnik/dpa

Ein Untersuchungsausschuss arbeitet den Sturm auf das US-Kapitol auf. Vor ihrer Aussage soll Cassidy Hutchinson bedroht worden sein.

Washington, D.C. – Es gibt neue Details im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss, der die Vorfälle beim Sturm auf das Kapitol in den USA untersuchen soll. Dabei soll Cassidy Hutchinson vor ihrer Zusammenarbeit mit dem Sonderausschuss des Repräsentantenhauses bedroht worden sein.

Nach Informationen der US-amerikanischen Tageszeitung Politico soll die ehemalige Beraterin von Donald Trumps Stabschef Mark Meadows die Drohnachricht von einem Mitarbeiter ihres Vorgesetzten erhalten haben. Dabei handelte es sich bereits um die zweite Warnung.

Cassidy Hutchinson
GeburtsortPennington, New Jersey,
ParteiRepublikaner

Kapitol-Sturm: Hutchinson erhält offenbar Drohnachricht

"[Eine Person] ließ mich wissen, dass Sie morgen Ihre eidesstattliche Aussage haben. Er möchte, dass ich Ihnen mitteile, dass er an Sie denkt. Er weiß, dass Sie loyal sind und das Richtige tun werden, wenn Sie zu Ihrer Aussage gehen", lautete die Nachricht. Die Nachricht wurde in den Schlussbemerkungen der Sonderanhörung von der stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses, Liz Cheney, präsentiert. Cheney zufolge sollte damit Druck auf eine Zeugin ausgeübt werden.

Ein weiteres Ausschussmitglied bezeichnete die Nachricht am Mittwoch (29. Juni) als Zeugenbeeinflussung. „Ich denke, das ist etwas, das von unserem Ausschuss und möglicherweise auch vom Justizministerium untersucht werden sollte“, sagte Demokrat Pete Aguilar gegenüber CNN.

Sturm aufs Kapitol: Absender der Nachricht als wichtiger Zeuge?

Die Identität des Absenders der Nachricht konnte noch nicht bestätigt werden. Dennoch deutet der britischen Zeitung The Guardian zufolge vieles darauf hin, dass es sich um einen engen Mitarbeiter des ehemaligen Stabschefs des Weißen Hauses handeln könnte. Die Person könnte ein wichtiger Zeuge für den Angriff auf das Kapitol am 06. Januar 2021 sein. Eine Anfrage der Zeitung an Meadows und Hutchinson blieb unbeantwortet.

Die erste Drohnachricht wurde ebenfalls vom Ausschuss veröffentlicht. Dabei wurden Zitate von Hutchinson veröffentlicht, die sie gegenüber den Ermittlern des Repräsentantenhauses geschildert hatte.

„Sie sagten zu mir: Solange ich ein Teamplayer bin und sie wissen, dass ich zum Team gehöre, das Richtige tue und die beschütze, die ich beschützen muss, werde ich in der Trump-Welt weiterhin gut angesehen sein“, erklärte Hutchinson und berief sich auf mehrere Anrufe von Trump-Verbündeten. „Und sie erinnerten mich ein paar Mal daran, dass Trump Abschriften liest und dass ich das im Hinterkopf behalten sollte, während ich meine Aussagen und Interviews mit dem Ausschuss durchführte.“

Kapitol-Sturm: Identität der Trump-Verbündeten unbekannt

Auch die Identität der Personen, die die Ex-Beraterin des Weißen Hauses anriefen, konnte bislang nicht festgestellt werden. Allerdings geht The Guardian davon aus, dass die Teilnehmenden des Ausschusses über alle Personen Bescheid wissen.

Inzwischen hat Cassidy Hutchinson explosive Aussagen vor dem Ausschuss getätigt. Die Darlegungen der Ex-Beraterin stießen Trump übel auf, weshalb er in den sozialen Medien seinen Dampf abließt. (kas)

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