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Donald Trump im Gespräch mit John Kelly und Gary Cohn - beide längst in Ungnade gefallen. (Archivbild)
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Donald Trump im Gespräch mit John Kelly und Gary Cohn - beide längst in Ungnade gefallen. (Archivbild)

USA

„Verlierer, aus Müll gemacht“ - Donald Trump schimpft über seine eigenen Leute

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Immer mehr einstige Wegbegleiter fallen Donald Trump in den Rücken. Der reagiert prompt mit einer Breitseite in Richtung seiner Angestellten.

Washington DC - Seine Zeit im Weißen Haus ist längst vorbei. Die Abrechnung ist im vollen Gange. Immer mehr Enthüllungsbücher strömen auf den Markt und zeichnen ein Bild von Donald Trump, das düsterer kaum sein könnte. Die meisten Autor:innen stützen sich dabei auf Aussagen ehemaliger Angestellte des 45. Präsidenten der USA.

Dazu gehören unter anderem der ehemalige Stabschef John Kelly, Ex-Verteidigungsminister James Mattis genauso wie sein Nachfolger Mark Esper, Wirtschaftsberater Gary Cohn, Beraterin Kellyanne Conway und viele mehr. Kelly nannte Donald Trump einen „Idioten“, Mattis warf ihm vor, das ganze Land zu spalten. Esper weigerte sich, die Armee gegen die Black-Lives-Matter-Bewegung einzusetzen. Gary Cohn berichtete von absurden Szenen, die sich unter Trump im Oval Office des Weißen Hauses abspielten. Conway hielt sich zurück, warf aber schließlich auch hin.

Donald Trump schimpft über eigene Angestellte aus seiner Zeit beim Weißen Haus

Doch das lässt sich Donald Trump offenbar nicht länger bieten. In einem Statement, das seine Sprecherin Liz Harrington auf Twitter veröffentlichte, holt der abgewählte US-Präsident zum Rundumschlag gegen seine Angestellten aus. „Niemand hatte je von diesen Leuten gehört, die in [Washington] DC für mich gearbeitet haben. Auf einmal rufen die Fake-News-[Medien] bei ihnen an. [...] Jetzt fühlen sie sich wie etwas Besonderes und nicht wie die Verlierer, die sie eigentlich sind - und sie reden und reden und reden.“ Selbstredend sprach Donald Trump auch über sich selbst: „Viele sagen, ich bin der größte Star-Macher von allen. Doch manche der Stars habe ich aus Müll gemacht.“

Wen genau Donald Trump mit diesen Aussagen gemeint hat, bleibt unerwähnt. Seine Tochter Ivanka Trump, die als Beraterin im Weißen Haus tätig war, dürfte er genauso wenig gemeint haben wie ihren Ehemann Jared Kushner, der in ähnlicher Rolle bei der Trump-Administration angestellt war. Bleiben also Leute wie Mattis, Esper und Cohn. Der eine ist ein hochdekorierter General der US-Armee, der zweite einer der berühmtesten Lobbyisten der Waffenindustrie und der Dritte ehemaliger Top-Manager bei Goldman Sachs.

Donald Trump hat eigentlich größere Probleme als seine Ex-Angestellten

Oder eben Mark Milley. Der General ist Vorsitzender des Generalstabs der US-Streitkräfte. Er gilt als absoluter Fachmann, der von allen Parteien anerkannt ist. Milley verglich das Verhalten von Trump unlängst mit der Politik von Adolf Hitler, was bei Donald Trump Wutausbrüche ausgelöst haben soll.

Doch die Fehde zwischen Donald Trump und seinen ehemaligen Angestellten wirkt im Vergleich zu den Nachrichten aus Moskau wie ein Strohfeuer. Wie zunächst der britische Guardian berichtete, beweisen Dokumente, dass Wladimir Putin kompromittierendes Material über den ehemaligen Präsidenten besitzt und wohl deshalb alles dazu tat, um ihn im Weißen Haus unterzubringen. Das allein sollte eine erneute Kandidatur Trumps 2024 unmöglich machen. Doch unmöglich scheint schon lange nichts mehr. (Daniel Dillmann)

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