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Der Ballon namens „Baby Trump“ flog bei Protesten gegen Besuch von Donald Trump im Juli 2018 in London. Nun soll er wieder zum Einsatz kommen.

US-Präsident

Donald Trump zu Staatsbesuch in Großbritannien - „Baby Trump“ soll wieder fliegen

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania treffen zum Staatsbesuch in London ein. Bereits vor seiner Ankunft hat Trump mit Äußerungen für Wirbel gesorgt.

US-Präsident Donald Trump ist am Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien eingetroffen. Er landete am Vormittag mit der Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Londoner Flughafen Stansted. In der britischen Hauptstadt werden Trump und seine Ehefrau Melania zunächst im Buckingham Palace von Queen Elizabeth II. empfangen.

Später legt das Präsidentenpaar einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey nieder. Am Nachmittag besuchen Trump und seine Frau Thronfolger Charles und dessen Frau Camilla zum Tee. Brisant: In einem Interview sagte Donald Trump über Meghan Markle: „Ich wusste nicht, dass sie so fies gewesen ist“. Am Abend steht ein Staatsbankett im Buckingham-Palast auf dem Programm. 

Donald Trump trifft möglicherweise Boris Johnson und Nigel Farage

Trump besucht die britische Hauptstadt inmitten der Brexit- und Regierungskrise. Am Dienstag wird er mit Premierministerin Theresa May zusammentreffen, die wegen des Scheiterns ihres Brexit-Kurses in Kürze abtreten wird. Möglicherweise wird Trump auch mit dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson und dem Brexit-Hardliner Nigel Farage zusammenkommen. Trump sagte vor seinem Abflug nach London: „Sie wollen sich treffen. Wir werden sehen, was passiert.“

In einem Interview mit der „Sunday Times“ hatte Trump zuvor seine Kritik am bisherigen Brexit-Kurs der britischen Regierung erneuert und den künftigen Premierminister dazu aufgerufen, die Verhandlungen mit der EU abzubrechen, falls kein zufriedenstellendes Ergebnis dabei herauskomme. Er empfahl der britischen Regierung auch, Farage in die Verhandlungen mit Brüssel einzubeziehen. Dieser habe „eine Menge zu bieten“.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan griff den US-Präsidenten in einem Zeitungskommentar scharf für dessen „spaltendes Verhalten“ an. Labour-Oppositionsführer Jeremy Corbyn warf Trump eine „inakzeptable Einmischung“ in die inneren Angelegenheiten Großbritanniens vor.

Proteste gegen Donald Trump - „Baby Trump“ soll wieder fliegen

Während des Trump-Besuchs sind große Proteste in London geplant, unter anderem am Dienstag. An diesem Tag soll auch das riesige, aufblasbare „Baby Trump“ wieder zu sehen sein, wie der „Independent“ berichtet. Das Bürgermeisteramt habe gestattet, den riesigen Luftballon fliegen zu lassen, berichtet die Zeitung online. Nun warte man noch auf die Genehmigung der Polizei. Geplant sei, dass „Baby Trump“ bei Protesten auf dem Londoner Parliament Square am Dienstag zu sehen ist.

Im Vorfeld hatten die Organisatoren des „Baby Trump“-Ballons Spendengelder eingesammelt. Ab 30.000 Pfund für gemeinnützige Organisationen sollte der Ballon fliegen. Das Geld soll an Organisationen in Großbritannien und den USA gehen, die sich unter anderem für Klimaschutz oder gegen Rassismus und Islamophobie einsetzen. Auch eine Organisation, die Migranten unterstützt soll von den Spenden profitieren.

Das riesige, aufblasbare Trump-Baby war bereits bei Trumps Staatsbesuch im Juli 2018 im Einsatz. Damals war der riesige Heliumballon zuerst nicht erlaubt worden - nach einer Petition und Crowdfunding-Aktion durfte „Baby Trump“ letztendlich doch in die Lüfte steigen. (afp/FR)

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