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Donald Trump spricht über Lieferketten-Probleme – während USA Aufschwung verkünden

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Von: Delia Friess

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Donald Trump behauptet in einem Podcast, es gebe Probleme mit Lieferketten. Allerdings verkündet ein US-Ministerium fast zeitgleich einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.

Washington – Donald Trump hat sich erneut in einem Podcast zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit dem ehemaligen Fox News-Moderator Lou Dobbs behauptet Trump, dass es für sein „sehr erfolgreiches Buch“ nicht genug Papier, Tinte oder Leder gebe. Zur Einordnung: Lou Dobbs verbreitete nach den US-Wahlen 2020 regelmäßig Unwahrheiten und Verschwörungstheorien darüber, dass Trump die US-Wahl 2020 nicht gegen US-Präsident Joe Biden verloren habe. Das war dann selbst dem konservativen Sender Fox News zu viel: Dobbs wurde geschasst.

Donald Trump behauptet, es gebe Probleme mit Lieferketten in den USA

Der ultrarechte Moderator bot jetzt Trump erneut in seinem Podcast eine Bühne. 240.000 Exemplare seines Buches wurden den Aussagen des abgewählten US-Präsidenten zufolge bereits verkauft, 240.000 Exemplare seien bestellt worden. Es gäbe kein Papier, Kleber, Tinte oder Leder für die Einbände, habe ihm sein Verleger gesagt. Dieser sei seit 40 Jahren Geschäft und habe derartiges noch nicht erlebt. Das Verlagshaus Winning Team Publishing wurde 2021 von seinem Sohn Donald Trump Jr. mitgegründet und wird von den Gründern als „Das erste konservative Verlagshaus der Nation“ bezeichnet, wie die US-Nachrichtenseite Newsweek berichtet. Trump nannte den Titel des Buches nicht, vermutlich geht es aber um den Bildband „Our Journey Together“ („Unsere gemeinsame Reise“) über seine Zeit als US-Präsident.

Donald Trump
Donald Trump stellt Behauptungen über Lieferketten-Probleme in den USA auf. (Archivfoto) © Manuel Balce Ceneta/dpa

Handelsministerium in den USA: Wirtschaft in den USA boomt

Trump behauptete außerdem, es gebe Probleme mit Lieferketten in den USA und warf US-Präsident Joe Biden vor, dass die Wirtschaft in den USA am Ende sei. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Die Wirtschaft der USA ist im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent gewachsen und damit so stark wie seit 1984 nicht mehr, wie das Handelsministerium den USA diese Woche mitteilte. Das Wachstum sei besonders durch gestiegene Verbraucherausgaben, Anlageinvestitionen, Exporte und Investitionen in Lagerbestände angetrieben worden, wie auch die Tagesschau berichtet. Damit hat sich die Wirtschaft der USA, die zuvor aufgrund der Coronapandemie eingebrochen war, wieder erholt. Dies wirkt sich auch positiv auf Europa auf: Die Börsen haben sich angesichts starker Konjunkturdaten aus den USA ins Plus gedreht. (df)

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