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Hm, das schmeckt: die Clemson Tigers, Football-Meister im College Football, zu Gast im Weißen Haus.

Shutdown

Trump serviert College Football Team Fastfood

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Mitten in der Haushaltsperre empfängt US-Präsident Donald Trump das beste College Football Team des Landes. Es gibt Burger, abgepackte Sandwiches und Salat in Plastikschalen.

Die Haushaltssperre geht in die dritte Woche, oder, um es in den Worten von US-Präsident Donald Trump zu sagen: Es ist der längste, der größte und schlimmste Shutdown in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Demokraten bleiben hart, und Trump fordert weiter 5,7 Milliarden US-Dollar zum Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko.

Selbst Kompromissvorschläge seiner engsten Vertrauten können ihn nicht erweichen. Ein solcher kam vom republikanischen Senator Lindsey Graham, der Trump riet, man solle den Shutdown für drei Wochen aussetzen und die gewonnene Zeit zum Verhandeln nutzen. Trump lehnte das ab. Er habe einen Plan, twitterte der Präsident. Der bestehe darin, eine Mauer zu bauen.

Mitten in dieser Gemengelage lädt Trump den Sieger der nationalen Meisterschaft im College Football ein: die Clemson Tigers, die sich den Titel eine Woche zuvor dank eines Sieges über ihren Erzrivalen, Alabama Crimson Tide, sicherten. Donald Trump liebt und serviert Fast Food

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Doch wie sollen all die großen, schweren und deshalb gleichsam hungrigen Football-Spieler mit Nahrung versorgt werden, wenn fast alle Angestellten des Weißen Hauses seit drei Wochen Zwangsurlaub erdulden und die Straßen der Hauptstadt Washington aufgrund des Schneesturms Gia sowieso nur eingeschränkt nutzbar sind? Trump, bekennender Fast Food-Fan, braucht nur in sich selbst zu hören, um die Antwort auf diese Frage zu finden: Fast Food, in den Augen des Präsidenten das amerikanischste aller Essensformate.

So ließ der US-Präsident also auftischen, 300 Burger allein, dazu Pommes, Pizza, Salat in Plastikschalen, Wraps und jede Menge Soßenpackungen (Sweet-Chili, Ketchup, Mayonnaise, etc.). Weil Geschmäcker verschieden sind und Trump sich auch in Zeiten der Krise als guter Gastgeber präsentieren wollte, gab es nicht nur McDonald's, nein es gab auch Burger von Wendy’s, Pizza von ungenannten Lieferanten und noch mehr Essen von „Burger Kings“ (Donald Trump).

300 Burger, Pizza, Pommes und Soßen

Laut Angaben des Weißen Hauses, namentlich Pressesprecherin Sarah Sanders, bezahlte Trump höchstpersönlich für all die Leckereien. Geht man davon aus, dass Trump 300 Burger, 150 Pizzen, ebenso viele Salate und 200 Portionen Pommes bestellt hat, und legt man der Rechnung die Durchschnittspreise für Burger und dergleichen im Bundesstaat Washington DC zugrunde, hat das Buffet den Präsidenten und selbsternannten Multimilliardär etwas weniger als 3.000 US-Dollar gekostet – allerdings nur, wenn Trump aufgrund der Größe der Bestellung und/oder aufgrund seines Titels als Präsident der Vereinigten Staaten die Soßen kostenlos erhalten hat.

Es ist nicht bekannt, in welchem kulinarischen Zustand die Burger - und erst die Fritten - waren, nachdem sie mutmaßlich drei bis fünf Sicherheitschecks durchlaufen hatten, dabei jeweils von zwei bis vier Secret-Service-Agenten befingert, auseinander genommen und wieder zusammengesetzt wurden, und anschließend in einem Saal auf Silbertabletten und Etageren aufgebahrt wurden, deren Einzelwert wahrscheinlich den gesamten Kaufpreis des Junkfoods ums Achtfache übersteigt. Dazwischen goldene Kerzenständer, in deren Licht jeder noch so schäbige Burger wie ein goldenes Steak von Salt Bae persönlich ausgepeitscht aussieht.

Die Bilder der College-Football-Spieler, die sich fünf Burger auf die Arme laden, lassen aber den Schluss zu, dass entweder der Geschmack immer noch gut war oder die Ansprüche von Studenten in den USA sehr gering sind.

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