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Historischer Angriff vom 6. Januar

Sturm aufs Kapitol für Donald Trump ein „Liebesfest“ – Pressesprecherin über Gewalt „schockiert“

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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  • Mirko Schmid
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Ex-Präsident Donald Trump feiert bei Fox News seine Anhängerschaft für die Kundgebung vom 6. Januar. Seine Pressesprecherin habe keine Gewalt erwartet, sagt sie.

  • Seit seinem Auftritt bei der CPAC-Konferenz ist Donald Trump zurück auf der politischen Bühne.
  • Im Telefoninterview mit Fox News findet Donald Trump lobende Worte für die Kundgebung vom 6. Januar in Washington D.C. Seine ehemalige Pressesprecherin Kayleigh McEnany sieht das aber anders.
  • Alle Nachrichten rund um den 45. Präsidenten der USA finden Sie in den Trump News.

Update vom Dienstag, 02.03.2021, 10:45 Uhr: Die damalige Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, war „schockiert“ über den Sturm auf das Kapitol am sechsten Januar. In einem Interview mit dem Sender Fox-News sagte sie, sie habe friedliche Proteste erwartet. „Ich glaube, zu Beginn des Tages, bevor alle zur Kundgebung gingen, erwartete jeder Frieden“, erinnerte sich McEnany, die von April 2020 bis zum Ende seiner Amtszeit Donald Trumps Pressesprecherin war.

Kayleigh McEnany, die ehemalige Pressesprecherin von Donald Trump im Weißen Haus

Sie sei bereits auf vielen Dutzend Kundgebungen gewesen, die friedlich geblieben seien, „und wir erwarteten, dass dieser Tag genauso sein würde.“ Als dann die Nachricht von der Stürmung des Kapitols das Weiße Haus erreichte, sei man dort „ungläubig, schockiert, düster, traurig, entsetzt über die Gewalt“ gewesen, sagte McEnany. So sei es vielen Mitarbeitenden im Weißen Haus gegangen. "Es war ein, ich sollte sagen, weitverbreitetes Gefühl, ein einheitliches Gefühl", sagte sie.

Donald Trump schwärmt vom „Liebesfest“ seiner Fans im Kapitol

Erstmeldung vom Montag, 01.03.2021, 21:19 Uhr: Palm Beach - Der Sturm auf das Kapitol hat in der US-amerikanischen Medienlandschaft viele Namen. Dieser 6. Januar 2021 wird wahlweise als „nationale Schande“, „Angriff auf die Demokratie in den USA“, „versuchte Revolte“ oder „rechtsextremistischer Terrorangriff“ bezeichnet. Donald Trump fügt nun eine neue Umschreibung hinzu und spricht von einem „Liebesfest“ seiner Anhängerschaft.

Donald Trump ist zurück auf der politischen Bühne.

Donald Trump nennt Sturm auf das Kapitol „Liebesfest“

Donald Trump richtet seine Worte dabei nach eigener Aussage nicht an diejenigen, die das Kapitol gestürmt hatten, sondern an all die anderen draußen: „Die Presse redet nicht gern darüber, aber die tatsächliche Zahl der Leute in D.C. war viel, viel größer. Es war eine enorme Anzahl von Menschen vor Ort, bis nach hinten zum Washington Monument. Ich meine nicht das Kapitol, ich spreche von der Kundgebung selbst - und die war ein Liebesfest. Eine schöne Sache.“

Donald Trump gerät weiter ins Schwärmen: „Ich glaube ich habe noch nie vor einer größeren Menge gesprochen. Und ich habe schon viele Reden gehalten. Hunderttausende von Menschen.“ Anschließend bezichtigt Trump Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, Schuld am Sturm auf das Kapitol zu sein. Ihr hätten schließlich Einsatzkräfte in fünfstelliger Zahl zur Verfügung gestanden. In Wirklichkeit obliegt die Entscheidung über den Einsatz auf dem Grund des Kapitols der Capitol Police, Nancy Pelosi hingegen hatte öffentlich Verstärkung gefordert.

Donald Trump vergleicht Sturm auf Kapitol mit Bürgerrechtsdemonstrationen

Von Moderator Steve Hilton danach befragt, ob er sich über die Erstürmung des Kapitols gefreut habe, reagiert Donald Trump mit einem Querverweis: „Nein, ich habe gehasst, was ich da gesehen haben. Aber was ist, wenn Washington brennt? Oder Seattle oder Portland oder all die anderen Orte? Weil sie von der Antifa angezündet werden? Niemand schert sich darum. Ich hasse es, diesen Unterschied zu sehen. Ich verurteile alles, was ich darüber gesehen habe, was im Kapitol vor sich ging. Aber das ist doch ein Doppelstandard.“

Im Verlauf des Gesprächs stellt Donald Trump darüber hinaus die Behauptung auf, dass er sich die Demonstration nicht im Fernsehen angesehen und vom Sturm auf das Kapitol erst erfahren habe, als er darüber informiert worden sei. Anschließend habe er sofort gehandelt. (Mirko Schmid, Friederike Meier)

Rubriklistenbild: © Yuri Gripas - Pool Via Cnp via www.imago-images.de

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