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Brisante Enthüllung: Ließ sich Trump-Ermittler von russischem Oligarchen schmieren? 

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Von: Nail Akkoyun

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Charles McGonigal, ehemaliger Leiter der Spionageabwehr des FBI-Büros in New York, verlässt am 23. Januar 2023 das Bundesgericht in Manhattan.
Charles McGonigal, ehemaliger Leiter der Spionageabwehr des FBI-Büros in New York, verlässt am 23. Januar 2023 das Bundesgericht in Manhattan. © Michael M. Santiago/AFP

Einst ermittelte Charles McGonigal gegen Donald Trump. Der FBI-Agent soll allerdings selbst von einem russischen Oligarchen bestochen worden sein.

New York City/Washington, D.C. – Der ehemalige hochrangige FBI-Beamte Charles McGonigal ist am Montag (23. Januar) wegen mutmaßlicher Arbeit für den russischen Oligarchen Oleg Deripaska festgenommen und angeklagt worden. Der 54-Jährige soll im Gegenzug für verdeckte Zahlungen Untersuchungen zu einem Rivalen des Russen eingeleitet haben, wie das US-Justizministerium mitteilte.

Ausgerechnet McGonigal war es, der 2016 an höchster Stelle der FBI-Ermittlungen stand, als die Behörde mögliche Beziehungen zwischen Donald Trump und Russland untersuchte. Entsprechende Gerüchte halten sich bereits seit Jahren – handfeste Beweise für russische Verbindungen zum früheren US-Präsident Trump gab es bislang jedoch nicht.

Ermittlungen gegen Donald Trump: Vorwürfe wegen Sanktionsverstößen und Geldwäsche

Dem früheren Leiter der Spionageabwehr-Abteilung des FBI werden unter anderem Verstöße gegen US-Sanktionen sowie Geldwäsche zur Last gelegt. Da auf jeden der insgesamt vier Anklagepunkte eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft steht, droht McGonigal, den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen zu müssen.

Aufgrund seiner angeblichen Nähe zu Wladimir Putin ist der Name des Oligarchen Deripaska mehrmals im damaligen Abschlussbericht zu den Trump-Untersuchungen von Robert Mueller aufgetaucht. Bereits 2018 hatten US-Behörden den Russen mit Sanktionen belegt. Im selben Jahr schied McGonigal beim FBI aus – mit der Arbeit für Deripaska soll er jedoch erst drei Jahre später begonnen haben.

Auch Trumps Wahlkampfmanager machte gemeinsame Sache mit russischem Oligarchen

Trotzdem hatte Oleg Deripaska schon vor 2018 einen recht kurzen Draht zur US-Politik. So wurde der ehemalige Wahlkampfmanager von Donald Trump, Paul Manafort, wegen gemeinsamer Machenschaften mit dem Oligarchen verurteilt. Trump, damals noch Präsident, begnadigte Manafort allerdings.

Hoffnung auf eine Begnadigung oder milde Strafe sollte sich McGonigal dem stellvertretenden Direktor des FBI-Büros in New York zufolge aber nicht machen: „Es gibt keine Ausnahmen für irgendjemanden, auch nicht für einen ehemaligen FBI-Beamten wie Herrn McGonigal“, sagte Michael J. Driscoll der New York Times. „Russische Oligarchen wie Oleg Deripaska üben im Auftrag des Kremls weltweit bösartigen Einfluss aus und werden mit Bestechung, Erpressung und Gewalt in Verbindung gebracht“, sagte er weiter. (nak)

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