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Donald Trump: Russland diskutiert über Wiedereinsetzung als US-Präsident

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Von: Christian Stör

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Donald Trump
Donald Trump in einem TV-Interview, Anfang April 2021. (Archivfoto) © The Right View / Zuma Wire / Imago Images

Soll Russland Donald Trump wieder zur US-Präsidentschaft verhelfen? Eine Antwort auf diese Frage gibt es im russischen Staatsfernsehen noch nicht.

Moskau - Donald Trump war vier Jahre lang Präsident der USA. In dieser Zeit hat er ein recht gutes Verhältnis zu Diktatoren und Autokraten gepflegt. Auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verband ihn so etwas wie eine Männerfreundschaft. Für Russland wäre es also vielleicht ein Vorteil, wenn Trump wieder im Weißen Haus säße.

Im russischen Staatsfernsehen wurde diese Frage jetzt in der Tat offen diskutiert. So behauptete die Moderatorin Olga Skabejewa, dass Russland derzeit abwäge, ob man Donald Trump bei einer künftigen Wahl als US-Präsidenten „wiedereinsetzen“ solle. Die Entscheidung fällt dem Kreml aber offenbar nicht leicht. Skabejewa gab nämlich zu bedenken, dass Trump neulich davon gesprochen habe, die „Russische Föderation und Putins Hegemonie zerstören“ zu wollen.

Donald Trump: Macht Russland ihn wieder zum US-Präsidenten?

Welche Rede Trumps damit gemeint war, ist allerdings nicht klar. Sicher ist aber, dass sich Trumps Meinung über die Invasion Russlands in die Ukraine zuletzt geändert hat. Nannte er Putins Vorgehen zunächst „genial“, so sprach er später von einer „Gräueltat“.

Politikwissenschaftler Alexander Kamkin war sehr dafür, Trump wieder zum US-Präsidenten zu machen: „Das ist ausgezeichnet. Wenn Trump Präsident wird, werden wir seine geopolitischen Ziele kennen.“ Aber Skabejewa warf ein, dass Russland erst noch überdenken müsse, ob es ihn wieder zum Präsidenten mache. Russland habe sich „noch nicht entschieden“.

Donald Trump: US-Wahl 2016 von Russland beeinflusst

Als Trump die US-Wahl 2016 überraschend gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton gewann, kamen die US-Geheimdienste damals zu dem Schluss, dass sich Russland in die Wahl eingemischt habe – eine Einschätzung, die später durch einen überparteilichen Senatsbericht untermauert wurde.

Allerdings konnte Sonderermittler Robert Mueller damals keine Beweise für eine Verschwörung des Trump-Teams mit Russland vorlegen. Ob Trump die Justiz behindert hat, ließ Mueller offen: „Der Bericht kommt nicht zu dem Schluss, dass der Präsident ein Verbrechen begangen hat, er entlastet ihn aber auch nicht.“ (cs)

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