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Trump

Donald Trump steht Rudy Giuliani bei: Unbestechlich wie Eliot Ness

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Rudy Giuliani ist ab sofort kein Anwalt mehr. Das ruft Donald Trump auf den Plan.

New York – Zornig, wütend, mit hochrotem (oder orangefarbenem) Kopf: so kennt man Donald Trump. So muss es dem ehemaligen Präsidenten der USA auch gestern (24.06.2021, Ortszeit) ergangen sein, als er vom Einfrieren der Anwaltslizenz seines langjährigen Anwaltes Rudy Giuliani hörte.

In einem Statement nach der Entscheidung eines New Yorker Gerichtes sagte Trump, dass Giuliani der Eliot Ness seiner Generation sei. Eliot Ness war der Leiter einer legendären Gruppe von Strafverfolgern, genannt „Die Unbestechlichen“, die den Gangster Al Capone 1931 hinter Gitter brachten. Den Anwalt eines bewiesenermaßen korrupten Präsidenten der USA mit einer solchen Ikone der Strafverfolgung zu vergleichen, ist selbst für Trump‘sche Verhältnisse extrem an den Haaren herbeigezogen.

Zwei wie Pech und Schwefel: Donald Trump (rechts) mit seinem Anwalt Rudy Giuliani.

Trump über Giuliani: Der beste Bürgermeister, den New York je hatte

Giuliani sei der beste Bürgermeister in der Geschichte New Yorks gewesen, so Trump. Der Republikaner war zwischen 1994 und 2001 Bürgermeister von New York. In seine Amtszeit fielen die Terroranschläge von 11. September 2001. Damals war er ausgesprochen populär. Das ist längst vorbei: Zahlreiche Ermittlungen laufen gegen Giuliani, dabei kam es sogar zu einer Razzia in seiner New Yorker Wohnung. Wiederholt wurde vermutet, dass sich Giuliani gegen Trump wenden könnte.

Für Trump steht laut der Mitteilung fest, dass nur eine Gruppe schuld an dem Entzug von Giulianis Anwaltslizenz hat: Radikale Linke. „Wer kann das glauben, die wollen Rudy Giuliani, einem großartigen amerikanischen Patrioten, die Anwaltslizenz entziehen“, setzte Trump seine Tirade fort. Dabei habe Giuliani sich nur wiederholt gegen etwas positioniert, was laut Trump, „bewiesen“ sei: Nämlich dass ihm, dem selbsterklärten „besten und großartigsten Präsidenten der USA“ 2020 die Wahl gestohlen wurde. Die Anschuldigungen gegen Giuliani seien nichts als eine „Hexenjagd“ um Trumps „gerechten Kampf“ gegen die „gestohlene Wahl“ zu verhindern, so der ehemalige US-Präsident.

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Gericht friert Trump-Anwalt Giulianis Anwaltslizenz nach Lügen über Wahlbetrug ein

Giuliani hatte in der Vergangenheit wiederholt Trumps Lüge wiederholt, dass es bei der US-Wahl 2020 zwischen Trump und Joe Biden weitverbreiteten Wahlbetrug gegeben habe. Ein New Yorker Gericht hatte daher seine Anwaltslizenz im Bundesstaat eingefroren. Beweise für ihre aus der Luft gegriffenen Behauptungen haben weder Giuliani noch Trump bisher vorlegen können. Trump weigerte sich später sogar, Giuliani für seine Dienste zu bezahlen.

Das Gericht argumentierte, dass Giulianis Verhalten Grund genug sei, ihm die Anwaltslizenz zu entziehen. Giuliani habe „in seiner Eigenschaft als Anwalt des ehemaligen Präsidenten Donald J. Trump und des Trump-Wahlkampfteams im Zusammenhang mit Trumps gescheitertem Wiederwahlversuch im Jahr 2020 nachweislich falsche und irreführende Aussagen gegenüber Gerichten, Gesetzgebern und der Öffentlichkeit gemacht.“ Eine Welle von ehemaligen Mandanten, die nun zu anderen Anwälten wechseln, wird es jedoch wohl nicht geben. Denn nach seiner Rolle als persönlicher Anwalt Trumps hatte Giuliani kaum noch Mandanten. (als)

Rubriklistenbild: © Peter Foley/dpa

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