US-Wahl 2020

Rudy Giuliani: Anwalt von Donald Trump erhält immenses Gehalt

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Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani verbreitet Verschwörungstheorien vor Gericht und steht permanent in der Öffentlichkeit. Nun wurde die Höhe seines täglichen Honorars bekannt.

  • Anwalt Rudy Giuliani kämpft weiterhin für seinen Mandaten Donald Trump um das Ergebnis der US-Wahl 2020.
  • Vor Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania verbreitet Trumps Anwalt krude Verschwörungstheorien.
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Update vom Donnerstag, 19.11.2020, 09.52: Der ehemalige Stabschef des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, hat sich am Mittwoch (18.11.2020) besorgt über die Rolle von Anwalt Rudy Giuliani in Trumps juristischer Kampagne gegen das Ergebnis der US-Wahl gezeigt.

Rudy Giuliani ist der Anwalt von Donald Trump. (Archivfoto)

Gegenüber dem Sender „Fox News“ sagte er, dass es wichtig sei, die juristische Arbeit in die Hände erfahrenere Anwält:innen als Rudy Giuliani zu geben.

Nach dem aufsehenerregenden Auftritt von Donald Trumps persönlichem Anwalt bei einer Anhörung am Dienstag (17.11.2020) im US-Bundesstaat Pennsylvania sagte Mulvaney gegenüber der Online-Zeitung „The Hill“: „Das hier ist kein Fernsehprogramm, das hier ist die Realität.“

Trumps Kampagne gegen das Wahlergebnis: Fürstliches Honorar für Rudy Giuliani

Währenddessen weist Rudy Giuliani Gerüchte zurück, er hätte für die Arbeit in Donald Trumps juristischer Kampagne zur Anfechtung des Ergebnisses der US-Wahl ein tägliches Honorar von 20.000 US-Dollar verlangt. Die „New York Times“ hatte zuvor berichtet, dass Unterstüzer:innen Trumps sich sorgen, Rudy Giuliani würde sich persönlich an den anstehenden Gerichtsprozessen bereichern. Der persönliche Anwalt von Donald Trump sagte der Zeitung, er habe niemals nach besagtem Honorar gefragt. Die 20.000 US-Dollar täglich seien nach Aussage von Rudy Giuliani, „das Ergebnis, welches wir am Ende gemeinsam ausgearbeitet haben“.

Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani: Wirre Aussage über angeblichen Wahlbetrug in Pennsylvania

Erstmeldung vom Mittwoch, 18.11.2020: Williamsport- Am Dienstag (17.11.2020) ist Rudy Giuliani, der Anwalt von US-Präsident Donald Trump, in einem Gerichtssaal in Pennsylvania aufgetaucht und hat das getan, was er in letzter Zeit am besten konnte: wilde Verschwörungstheorien vom Stapel lassen und dabei ordentlich Krach machen. Wie die amerikanische Internetplattform „The Daily Beast“ berichtet, soll Rudy Giuliani dabei wiederholt Vorwürfe des Wahlbetrugs erhoben haben, ohne dafür jegliche Beweise nennen zu können.

Donald Trumps Anwalt Rudy Guiliani in Pennsylvania: Welche Rolle spielte Micky Maus bei der US-Wahl?

Zugegeben, es dürfte auch nicht ganz einfach für Rudy Giuliani gewesen sein, seine Vorwürfe in Pennsylvania mit ernsthaften Beweisen zu untermauern. Schließlich sollen diese sich auf eine wilde Verschwörungstheorie zum Wahlbetrug stützen, in die gleich zwei ganz große Charaktere involviert gewesen sein sollen: der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy und - die Comicfigur „Micky Maus“.

US-Wahl 2020: Weder Donald Trump noch Rudy Giuliani erkennen Bidens Sieg an

Doch zurück zur Realität. Rudy Giuliani, persönlicher Anwalt von US-Präsident Donald Trump, bekam am Dienstag (17.11.2020) die Möglichkeit, dem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania die Klage gegen das Ergebnis der US-Wahl vorzustellen. Das erklärte Ziel dabei: den gewählten Präsidenten Joe Biden als nächsten US-Präsidenten zu verhindern.

Gleich zu Beginn der Verhandlung soll Rudy Giuliani, der ehemalige Bürgermeister New Yorks, den Vorsitzenden Richter im US-Bundesstaat Pennsylvania aufgefordert haben, doch bitte seinen Mund-Nasen-Schutz abzunehmen. Daraufhin folgte eine Wiedergabe der mittlerweile bekannten Leier der Wahlbetrugs-Kampagne: Eine Tirade gegen die Briefwahl und gegen sämtliche Großstädte der Swing States, in denen Donald Trump die US-Wahl verloren hat. So weit, so bekannt.

Vorwürfe in Pennsylvania: Rudy Giuliani spricht von mehr als einer Million illegaler Stimmen

Doch dann legt Rudy Giuliani erst richtig los. Laut „The Daily Beast“ führte der Anwalt von Donald Trump vor dem Gericht in dem US-Bundesstaat Pennsylvania an, dass eine hohe Zahl der abgegebenen Stimmen in dem Bundesstaat nicht rechtens gewesen seien. Die Zahlen, die Rudy Giuliani während der Anhörung vor dem Gericht nannte, variierten dabei zwischen 680.000, 770.000 und ganzen 1,2 Millionen illegaler Stimmen. „Euer Ehren, wir sind besorgt, dass diese Stimmenzettel auch von Micky Maus ausgefüllt sein könnten“, erklärte der Anwalt von Präsident Donald Trump vor Gericht.

Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani: Statt Beweise präsentiert er Verschwörungstheorien

Konkrete Beweise konnte Rudy Giuliani dem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania für diesen angeblichen Wahlbetrug zwar nicht vorlegen. Doch wozu Beweise liefern, wenn man auch Gerüchte aus dubiosen Quellen anbringen kann, die behaupten, bereits 1960 habe der Chicagoer Bürgermeister Richard Daley die Präsidentschaftswahlen sabotiert, um damit dem Demokraten John. F Kennedy ins Amt zu verhelfen.

Anwalt Rudy Giuliani in Pennsylvania: „Eines amerikanischen Gerichts unwürdig“

Klare Worte für diese von Rudy Giuliani vor dem Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania veranstalte Posse, fand zumindest Mark Aronchick, ein Beisitzer des Bezirks Philadelphia. „Diese Sache ist eines amerikanischen Gerichts unwürdig“, sagte Aronchick. Und führte aus: „Können Sie sich irgendjemanden vorstellen, der eine Gerichtsentscheidung nachvollziehen könnte, 680.000 - oder, Mr. Giuliani folgend, - sogar 1,2 Millionen Stimmen für illegal zu erklären, basierend auf nichts weiter als einer Beschwerde?“. (Joel Schmidt)

Rubriklistenbild: © Sophia Kembowski/dpa

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