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„Verrückt“ ist Rudy Giuliani (r.) laut Donald Trump (l.). (Archivbild)
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„Verrückt“ ist Rudy Giuliani (r.) laut Donald Trump (l.). (Archivfoto)

Enthüllungsbuch von Bob Woodward

Rudy Giuliani „verrückt“ – Donald Trump lästert über ehemaligen Anwalt

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Selbst Donald Trump war es offenbar peinlich, als Rudy Giuliani einen denkwürdigen Auftritt nach der US-Wahl gab.

Washington D.C. – „Er ist verrückt. Das ist mir klar“, soll Donald Trump über Rudy Giuliani gesagt haben. Über seinen alten Freund und Weggefährten also, seinen politischen Verbündeten und persönlichen Anwalt, der für ihn gemeinsam mit illustren Figuren wie Sydney Powell die Klagen gegen das Ergebnis der US-Wahl 2020 angeführt hatte. Doch als Giuliani bei einer Pressekonferenz die Haarfarbe über die Halbglatze floss, da wurde selbst Trump stutzig, ob die Verbindung zum einstigen Bürgermeister von New York wirklich noch hilfreich sein würde.

Darüber berichtet Bob Woodward in seinem neuen Enthüllungsbuch, das sich mit den letzten Tagen der Trump-Administration beschäftigt. Es ist bereits das dritte Buch, das der mit dem Watergate-Skandal berühmt gewordene, preisgekrönte Journalist über Donald Trump schreibt. Zum Vergleich: Über den doppelt so lange amtierenden Vorgänger Trumps, Barack Obama, brachte Woodward nur ein Buch zustande.

Donald Trump spricht mit Lindsey Graham über Rudy Giuliani

Auszüge aus seinem neuen Buch mit dem Titel „Peril“ (die Gefahr) liegen nun unter anderem der Zeitung Washington Post sowie der US-Nachrichtenseite Business Insider vor. Der berichtet von einem Gespräch zwischen Donald Trump und Lindsey Graham. Der Republikaner und Trump-Unterstützer soll sich nach dem denkwürdigen Auftritt von Giuliani an den damals noch amtierenden US-Präsidenten gewandt haben. Kurz zuvor hatte Giuliani eine Pressekonferenz gegeben, auf welcher haltlose und bis heute unbewiesene Behauptungen aufgestellt hatte, denen zufolge die Demokraten und Joe Biden sich ihren Sieg ergaunert hätten. „Das war mehr als nur bizarr“, soll Graham gesagt und ausgeführt haben: „Ich denke, das hat Druck vom Kessel genommen, weil die Anschuldigungen so unkonzentriert, willkürlich und verschwörerisch wirkten.“

Laut Bob Woodward sieht das Donald Trump ganz ähnlich. „Er ist verrückt. Das ist mir klar“, soll Trump – wie eingangs erwähnt – dazu gesagt haben und die Sache Graham ausführlich erklärt haben: „Keiner der vernünftigen Anwälte wolle mich in der Angelegenheit vertreten. Weil sie alle unter Druck gesetzt wurden. Die echten Anwälte sagten mir alle, sie würden meine Kampagne nicht vor Gericht vertreten wollen.“

Rudy Giuliani: Steiler Abstieg an der Seite von Donald Trump

Bob Woodward ist nicht der erste Investigativ-Journalist, der die Beziehung zwischen Trump und Giuliani nachhaltig infrage stellt. Ähnliches berichtete auch Michael Wolff, Autor des Buches „77 Tage: Amerika am Abgrund – das Ende von Trumps Amtszeit“. Wolff schrieb dort, dass Trump am Telefon über Giulianis Trinkverhalten lästerte, er aber zumindest ein guter Kämpfer sei, den man in genau solche Kämpfe schicken könne. Auch wenn er „den ganzen Tag Lügen verbreitet“, wie Trump laut Wolff über Giuliani gesagt haben soll.

Auch Wolff beschreibt Rudy Giuliani als einen Mann, der „heftig trank, sich in ständiger manischer Erregung befand und oft zusammenhangslos redete“. Spätestens seit dem 6. Januar sei es dann mit dem ehemaligen „Mann des Jahres“ (Time Magazine) in den USA steil bergab gegangen – bis kaum noch etwas vom alten Ruhm übrig geblieben sei. Das alles an der Seite von Donald Trump. (Daniel Dillmann)

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