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„Niemand sonst kann das Land retten“: Die Rechten wollen nur Donald Trump

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Von: Nail Akkoyun

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Trump-Unterstützer:innen präsentieren eine „Trump Nation“-Flagge auf einer Wahlkampfveranstaltung der republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. (Archivfoto)
Trump-Unterstützer:innen präsentieren eine „Trump Nation“-Flagge auf einer Wahlkampfveranstaltung der republikanischen Abgeordneten Marjorie Taylor Greene. (Archivfoto) © Robin Rayne/Imago

Obwohl die US-Wahl erst in zwei Jahren ist und die Kandidaturen noch nicht feststehen, stellen sich viele Rechte hinter Donald Trump – und gegen Ron DeSantis.

Washington – Obwohl weder der eine noch der andere bislang eine Kandidatur für die US-Wahl 2024 angekündigt hat, zeichnet sich bei der Republikanischen Partei ein Kandidatenrennen zwischen Donald Trump und Ron DeSantis ab. Dabei wurde DeSantis, Gouverneur von Florida, zwischendurch auch als möglicher „running mate“ von Trump gehandelt.

Die fehlenden Kandidaturen halten die rechten Moderator:innen und Expert:innen in den USA jedoch nicht davon ab, sich schon jetzt für eine Seite zu entscheiden. So sagte Roger Stone, früherer Berater von Donald Trump, dass DeSantis „nicht das Charisma“ des früheren Präsidenten habe. „Er ist nicht selbstironisch. Er ist nicht witzig. Er ist nicht unterhaltsam. Er ist ein bisschen steif. Ein bisschen langweilig“, sagte Stone in einem Podcast.

Indes blieb auch der Moderator Dan Bongino dem ehemaligen US-Präsidenten treu. „Er sollte wieder kandidieren“, sagte er am Dienstag in seinem Podcast „The Dan Bongino Show“. Mit Elon Musks jüngstem Seitenhieb, Trump müsse „seinen Hut an den Nagel hängen“, sei er nicht einverstanden. Bongino arbeitet bei Fox News – dem früheren „Lieblingssender“ von Donald Trump, der mit der Zeit allerdings in Ungnade fiel.

USA: Ron DeSantis soll Donald Trump kopiert haben

Auch Newsmax-Moderator Greg Kelly hat sich hinter Trump gestellt und Ron DeSantis vor einer Präsidentschaftskandidatur gewarnt. Der Florida-Gouverneur, den Kelly in seiner Primetime-Sendung als „Berufspolitiker“ bezeichnete, solle sich „nicht übernehmen“. Überhaupt handele es sich bei ihm nur um eine Kopie des früheren Präsidenten: „Die Agenda, der Stil, das ist alles von Trump.“

Unter den Rechten und Republikaner:innen scheint der Glaube umherzugehen, dass eine weitere Amtszeit von Trump bitter nötig sei. „Niemand sonst kann das Land retten“, twitterte etwa die antimuslimische Aktivistin Brigitte Gabriel. DeSantis sei der Aufgabe noch nicht gewachsen.

Andere lautstarke Stimmen aus dem Dunstkreis von Trump haben DeSantis ebenfalls davor gewarnt, dem früheren Präsidenten in die Quere zu kommen. Laut dem einstigen Trump-Berater Boris Epshteyn bestehe „kein Zweifel daran“, dass die Republikanische Partei und das amerikanische Volk „eine dritte Amtszeit“ wolle – eine Anspielung auf die angeblich manipulierte US-Wahl, für die es bis heute keinerlei Beweise gibt.

US-Wahl 2024: Selbst Steve Bannon stellt sich hinter Donald Trump

Selbst Steve Bannon, der mittlerweile ein schwieriges Verhältnis zu Donald Trump unterhält, bestand darauf, dass sich die Republikaner:innen auf Trumps „breite Schultern“ stützen müssten. Andere unerschütterliche Trump-Verbündete gaben sich hingegen weniger diplomatisch. Pro-Trump-Anwalt Lin Wood behauptete gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin The Daily Beast etwa, dass DeSantis, den er spöttisch „Ronnie“ nannte, bei der „manipulierten Wahl“ im Jahr 2020 ein Auge zugedrückt und den Demokrat:innen damit zum Sieg verholfen habe.

In einem kürzlich geführten Interview mit dem New York Magazine sagte Trump, dass er DeSantis nicht als Gegner in den Vorwahlen der Präsidentschaftswahlen betrachte. Dabei erwähnte er aber, wie schon häufiger in der Vergangenheit, dass er DeSantis zu einem kritischen Zeitpunkt während der Vorwahlen 2018 in Florida unterstützte – und DeSantis nur deswegen gewonnen hätte. (nak)

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