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Gouverneur statt Präsident: DeSantis kuscht vor Trump

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Von: Nail Akkoyun

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Ron DeSantis (m.) hätte 2024 Chancen auf das Amt des US-Präsidenten, doch offenbar will der Florida-Gouverneur Platz für Ex-Präsident Donald Trump machen. (Archivfoto)
Ron DeSantis (m.) hätte 2024 Chancen auf das Amt des US-Präsidenten, doch offenbar will der Florida-Gouverneur Platz für Ex-Präsident Donald Trump machen. (Archivfoto) © Mike Stocker/Imago

Trotz eigener Ambitionen soll Florida-Gouverneur Ron DeSantis plötzlich zurückstecken und Donald Trump das Feld für die US-Wahl 2024 überlassen.

Tallahassee – Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der in der Vergangenheit mehrfach mit Donald Trump aneinander geraten ist, soll plötzlich ganz andere Töne anschlagen. Wie das Magazin Vanity Fair berichtet, soll DeSantis Spenderinnen und Spendern der Republikaner erklärt haben, dass er nicht vorhabe, den ehemaligen Präsidenten im Jahr 2024 herauszufordern. „Er hat ihnen zu verstehen gegeben, dass er nicht kandidieren wird, wenn Trump es tut“, wird ein namentlich nicht genannter Republikaner von dem Magazin zitiert.

Derzeit kandidiert DeSantis bei den Midterms ohnehin für seine Wiederwahl in Florida – ihm werden gute Chancen gegen seinen demokratischen Konkurrenten Charlie Crist bescheinigt. Ende Oktober wollte sich DeSantis bei einer öffentlichen Debatte jedoch nicht darauf festlegen, dass er im Falle einer Wiederwahl die komplette Amtszeit von vier Jahren absolvieren wird – dies heizte Spekulationen um mögliche Präsidentschaftsambitionen nur weiter an.

Zukunft der Republikaner: Alles hängt von Donald Trump ab – auch DeSantis’ Karriere

Expertinnen und Experten erwarten eigentlich – entsprechend der Vergangenheit der beiden – einen „Frontalangriff“ von DeSantis gegen Donald Trump, sollte Letzterer sich für eine Kandidatur in zwei Jahren entscheiden. Auch entgegen dem Bericht der Vanity Fair behaupten einige Stimmen, dass sich Ron DeSantis sehr wohl auf das Amt des US-Präsidenten fokussiert.

Möglich ist aber auch, dass DeSantis‘ Kalkül darin besteht, vorerst abzuwarten. Schließlich hat Trump noch immer nicht offiziell angekündigt, für die Präsidentschaftswahl 2024 antreten zu wollen. Sollte der frühere Präsident sich gegen eine Kandidatur entscheiden, wäre der Weg für DeSantis frei – und damit auch die „MAGA“-Anhängerschaft innerhalb der republikanischen Partei kein Problem mehr. „MAGA“ steht für Trumps Slogan „Make America Great Again“. Hinter dieser Parole positionieren sich seit Jahren unter anderem Rechtsextreme sowie Trump-loyale Republikanerinnen und Republikaner.

Sollte es Trump in zwei Jahren doch noch einmal probieren wollen, könnte DeSantis noch immer auf eine Kandidatur im Jahr 2028 spekulieren. Feststeht zumindest, dass mit dem 44-Jährigen künftig gerechnet werden muss. (nak)

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