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Hass auf DeSantis: Trump würde ihn „nicht wählen“

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Von: Vivian Werg

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Am 8. November finden in den USA die Midterms statt. Laut der Nichte des ehemaligen Präsidenten wird dieser den einst engen Verbündeten Ron DeSantis nicht wählen
Donald Trump hasst Ron DeSantis. Jetzt hat er ihn öffentlich verspottet © Evan Vucci/ dpa

Am 8. November finden in den USA die Midterms statt. Seinen Parteikollegen Ron DeSantis würde Donald Trump nicht wählen – beleidigen aber schon.

Tallahassee– Mary Trump würde es nicht wundern, wenn ihr Onkel bei den diesjährigen Midterms für keinen Gouverneurskandidaten in Florida stimmern würde, erzählte sie kürzlich in ihrem Podcast „The Mary Show“. Der demokratische Kandidat und ehemaliger Gouverneur von Florida, Charlie Crist, tritt gegen den Amtsinhaber Ron DeSantis an. Für Crist würde ihr Onkel Donald Trump definitiv nicht stimmen und DeSantis hasse er, so Trump weiter.

In den neuesten Umfrageergebnissen der US-amerikanischen Nachrichtenwebsite FiveThirtyEight hat der Republikaner DeSantis mit 53 Prozent der Wählerunterstützung immer noch einen Vorsprung auf seinen demokratischen Gegner Crist. Laut der Datenbank von FiveThirtyEight hatte der Gouverneur von Florida am Dienstag (6. November) einen ähnlichen Vorsprung. In einer anderen Gouverneursumfrage der University of North Florida, an der etwas mehr als 600 Personen teilnahmen, lag DeSantis 14 Prozent vorn.

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Die Fragen zu ihren einst engen Beziehungen kamen angesichts der anhaltenden Spekulationen auf, dass beide eine Präsidentschaftskandidatur in 2024 in Erwägung ziehen. Michael Binder, Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Nordflorida, sagte gegenüber Newsweek, dass Trump sich möglicherweise verraten gefühlt habe, weil DeSantis sich nun im Vorfeld einer möglichen Rivalität um die Führung der Republikanischen Partei von ihm zu distanzieren scheint. Es sei ziemlich klar, dass die beiden kein gutes persönliches Verhältnis haben, so Binder weiter.

Zu Beginn dieses Jahres, bezeichnete der ehemalige Präsident, Berichte über Spannungen zwischen ihm und DeSantis als „Fake News“. Bei seiner Kundgebung am Samstagabend (5. November) jedoch verspottete Donald Trump DeSantis und nannte den Gouverneur von Florida „Ron DeSanctimonious“ („Sanctimonious“ bedeutet „scheinheilig). Die Reaktionen fielen in konservativen Kreisen nicht positiv aus. Viele Republikaner:innen waren nicht erfreut darüber, dass Trump den zunehmend beliebten DeSantis ins Visier genommen hatte.

DeSantis und Trump wollen am Sonntag (6. November) in Florida konkurrierende Kundgebungen abhalten, die über 240 Meilen (circa 386 Kilometer) voneinander entfernt sind. „Trump wird versuchen, ihn zu zerstören“, so ein Berater gegenüber The Daily Beast. (Vivian Werg)

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