US-Politik
Donald Trump will am 28. Februar seine erste Rede nach der Kapitol-Erstürmung halten. Senator Mitt Romney sieht ihn als klaren Favoriten bei republikanischen Vorwahlen.
Update vom Mittwoch, 24.02.2021, 15.00 Uhr: Der Republikaner Mitt Romney prophezeit Donald Trump einen „Erdrutschsieg“, wenn er sich 2024 zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner aufstellen lassen würde. „Ich weiß nicht, ob er 2024 kandidieren wird oder nicht, aber wenn er es tut, bin ich ziemlich sicher, dass er die Nominierung gewinnen wird“, sagte er in einem Interview am Dienstag (24.02.2021) mit dem „DealBook DC Policy Project“ der New York Times.
„Zwischen jetzt und 2024 kann viel passieren“, sagte der Senator von Utah und ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner. „Ich schaue mir die Umfragen an, und die Umfragen zeigen, dass unter den Namen, die als potenzielle Anwärter im Jahr 2024 ins Spiel gebracht werden, Präsident Trump bei den Republikanern einen Erdrutschsieg erringen würde.“
Im Falle einer Kandidatur werde es einen „Erdrutschsieg“ im Jahr 2024 geben, so Mitt Romney. (Archivfoto)
© Rod Lamkey/CNP/Imago Images
Mitt Romney ist mit dieser Meinung nicht allein. In einer Umfrage der Zeitung „Politico“, die im Februar lief, sagten 54 Prozent der befragten Republikaner, dass sie bei der nächsten Vorwahl für Donald Trump stimmen würden.
Erstmeldung vom Dienstag, 23.02.2021: Washington D.C. – Die Zukunft von Donald Trump ist ungewiss. Trotzdem halten viele Politiker:innen der Republikaner weiterhin zu dem ehemaligen Präsidenten der USA. Der Trump-Vertraute Lindsey Graham geht sogar so weit, dass er Donald Trump als neuen „Anführer“ der Republikanischen Partei prognostiziert, wie das Nachrichtenportal „Newsweek“ berichtet.
Graham machte dazu einige Bemerkungen in der Sendung „Hannity“ auf Fox News. Moderator Sean Hannity sagte Graham, dass viele Politiker:innen der republikanischen Partei „nicht erfreut“ über den ehemaligen Präsidenten seien und „lieber wieder zu den guten alten Tagen“ zurückkehren würden. Graham antwortete darauf: „Ich denke, Sie werden in den nächsten Monaten feststellen, dass Donald Trump die Republikaner politisch anführen wird und uns die Energie zurückgeben wird, das Repräsentantenhaus und den Senat zurückzuholen.“
Die Demokraten würden „ihren Teil tun“. Wenn die Republikaner sich „hinter Donald Trump vereinen würden, würden wir die Senatswahlen im Jahr 2022 gewinnen. Aber wenn wir uns untereinander zanken, werden wir verlieren. Es gibt aber keinen Grund, zu verlieren.“
Donald Trump beim CPAC im vergangenen Jahr. Auch dieses Jahr ist der Ex-Präsident mit dabei.
© Ron Sachs via www.imago-images.de
Laut Graham würde Donald Trump seinen Willen, die Republikanische Partei anzuführen, auf der Conservative Political Action Conference (CPAC) unter Beweis stellen. Der ehemalige US-Präsident soll dort am 28. Februar 2021 eine Rede halten. Die Rede wird sein erster öffentlicher Auftritt seit der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2021.
Auf der CPAC-Konferenz sollen neben dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump laut deren Webseite unter anderem der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo und die ehemalige Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, auftreten.
| Die CPAC-Konferenz im Überblick | |
| Datum | 25. bis 28. Februar 2021 |
| Redner:innen | Mike Pompeo, Sarah Huckabee Sanders, Donald Trump Jr., Ted, Cruz, Donald Trump |
| Ort | Orlando, Florida |
„Trump wird eine Rede halten, die sich stark auf die Politik konzentrieren wird“, so Graham. „Jeder Republikaner sollte sich dazu versammeln. Ich hatte nie ein besseres Gefühl, dass Donald Trump die Partei anführt, als jetzt.“ Laut Graham würde sich Trump als „Alternative“ zu Joe Biden präsentieren. „Ich denke, er wird eine Rede halten, die die Republikaner politisch vereinen wird. Er hat mit ihnen allen telefoniert. Ich war dabei. Er will 2022 unbedingt gewinnen.“ (Marvin Ziegele)