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Donald Trump
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Auch nach seiner Präsidentschaft spaltet Donald Trump die Republikaner. (Archivfoto)

Offener Brief

„Rationale“ gegen „Radikale“ – Republikaner drohen wegen Donald Trump mit eigener Partei

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Die Loyalität zu Donald Trump spaltet die Republikanische Partei. Über 100 hochrangige Mitglieder könnten sich loslösen.

Washington, D.C. – Am kommenden Donnerstag (13.05.2021) wollen mehr als 100 Republikaner einen offenen Brief unterzeichnen und darin androhen, die Gründung einer neuen Partei zu unterstützen, sollte sich die „GOP“ nicht von Donald Trump lossagen. Das berichten die New York Times und die Nachrichtenagentur Reuters.

„Ein Aufruf zur amerikanischen Erneuerung“ soll der Titel dieses Briefs sein. Über die nach wie vor bestehende Loyalität zum Ex-Präsidenten sei die Gruppe „entsetzt“. Trump behauptet noch immer, dass ihm die Präsidentschaftswahl in den USA im November 2020 „gestohlen“ wurde.

Republikaner wegen Donald Trump gespalten: Gruppe will eigene Partei gründen

„Wenn in unserer demokratischen Republik Mächte der Verschwörung, Spaltung und des Despotismus aufkommen, ist es die patriotische Pflicht der Bürger, kollektiv zur Verteidigung der Freiheit und Gerechtigkeit zu handeln“, soll es im Vorwort heißen. „Die Republikanische Partei ist kaputt. Es ist Zeit für einen Widerstand der ‚Rationalen‘ gegen die ‚Radikalen‘“, sagte Miles Taylor, einer der Organisator:innen und Regierungsbeamter unter George W. Bush und Donald Trump.

Republikanische Partei
Gründung20. März 1854 in Ripon, Wisconsin, USA
ParteisitzWashington, D.C.
SpitznameGrand Old Party (GOP)
Registrierte Anhänger:innenmehr als 33 Millionen
Politische Ausrichtungrechtskonservativ

Die Situation sei so „schlimm“ geworden, dass man eine Alternative zur Partei als einzige Option erwägen müsse. Bereits im Jahr 2018 habe er für die New York Times einen anonymen Kommentar mit dem Titel „Ich bin Teil des Widerstands innerhalb der Trump-Administration“ verfasst.

Bereits seit Februar droht die Gruppe mit einer Abspaltung von der Republikanischen Partei, die Donald Trump überwiegend loyal bleibt. Bei den Mitgliedern handelt es sich um ehemalige Botschafter:innen, Minister:innen, Gouverneur:innen und Kongressmitglieder, die eine Wiederkehr zu einer „nach Prinzipien“ geführten GOP fordern.

Republikaner unter Donald Trump: Mehr als 100 Parteimitlieder distanzieren sich

Am Mittwoch (12.05.2021) wird die Partei zunächst über die Rolle der ranghöchsten Republikanerin im Kongress, Liz Cheney, abstimmen, die sich seit der Kapitol-Erstürmung gegen Donald Trump positioniert hat. Cheney hatte sich allerdings auch gegen eine neue Partei ausgesprochen.

Jason Miller, Berater und Sprecher von Donald Trump soll laut Reuters bereits reagiert haben: „Diese Verlierer haben die Republikanische Partei verlassen als sie für Joe Biden stimmten.“

Miles Taylor wollte sich gegenüber der New York Times nicht zu den konkreten Forderungen äußern. Allerdings gehe es ihm vorrangig um eine „rationale Partei“, die einen „freien Verstand“, „freie Märkte“ und „freie Leute“ unterstützt. Sollte die Republikanische Partei nicht zu diesen Grundsätzen zurückkehren, wäre er „raus“ - „und viele Leute kommen mit mir“. (Lukas Rogalla)

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