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USA

Republikaner kritisieren Trump: Arizona-Nachzählung „macht uns zu Idioten“

  • Delia Friess
    VonDelia Friess
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Führende Republikaner kritisieren die von Donald Trump initiierte Überprüfung von Wahlzetteln in Arizona. Sie stünden nun wie „Idioten“ da.

Phoenix, Arizona - Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat es mit seinen unbelegten Behauptungen des Wahlbetrugs geschafft, dass im US-Bundesstaat Arizona erneut 2,1 Millionen Wahlzettel ausgezählt werden. Bereits zweimal nach Bekanntgabe des Sieges von Joe Biden wurden die Wahlzettel unabhängig geprüft - jedes Mal lag Biden vorne. Den Bundesstaat in den USA hatte der amtierende US-Präsident Joe Biden mit etwa 10.500 Stimmen Vorsprung gewonnen.

Obwohl Arizona nichts an dem Endergebnis - nämlich dem Sieg Joe Bidens bei den US-Wahlen 2020 ändert - lassen die Anhänger:innen von Donald Trump nicht locker: Konkret geht es diesmal um die Wahlzettel aus Maricopa County, die ein Großteil des US-Bundesstaates Arizona ausmachen. Die Untersuchung wurde von führenden Republikaner:innen in Arizona gestützt. Diese hatten dem Druck von Trump-Unterstützer:innen wie dem Anwalt und als Verschwörungstheoretiker geltende Lin Wood nachgegeben.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will seine Niederlage auch Monate nach der Wahl nicht akzeptieren.

Donald Trump: Republikaner bereuen dritte Überprüfung der Wahlzettel - lasse sie wie Idioten wirken

Donald Trump selbst forderte sogar, die Nationalgarde in die Auszählung mit einzubeziehen. Dem wurde allerdings nicht nachgekommen. Die erneute Auszählung per Hand geht schleppend voran: Bisher sind erst 250.000 Wahlzettel ausgezählt. Zum Teil wird die erneute Auszählung von Steuergeldern bezahlt, was für Kritik sorgt.

Donald Trump

Trump-News: Alle Infos und Neuigkeiten zum ehemaligen Präsidenten der USA auf unserer Themenseite.

Die Demokratin Katie Hobbs, die auch Secretary of State in Arizona ist, hat in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender MSNBC die erneute Auszählung als „unsicher“ und das benutzte Equipment als nicht zertifiziert und weit entfernt von Standards bezeichnet. Donald Trump hatte seine Vorwürfe des systematischen Wahlbetrugs wiederholt – ohne jedoch Beweise vorlegen zu können. Mehrere Überprüfungen in verschiedenen Staaten kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass Joe Biden die US-Wahl 2020 rechtmäßig gewonnen hat.

In Arizona erreichten Trump-Anhänger:innen eine erneute Überprüfung der Stimmen in einem County. Zwei unabhängige Überprüfungen zuvor bestätigten bereits Joe Bidens Sieg.

Republikaner vergleicht republikanische Partei unter Donald Trump mit dem Sinken der Titanic

Nun bereuen einige führende Republikaner offenbar die erneute Prüfung in Arizona. So sagte beispielsweise der republikanische Politiker, Paul Boyer, der in Arizona auch im Senat sitzt, dass sie [die Republikaner] nun „wie Idioten“ dastehen würden. „Wenn ich zurückschaue, hätte ich nicht gedacht, dass es so lächerlich werden würde. Es ist peinlich, in diesem Augenblick ein Senator zu sein“, sagte Boyer der New York Times außerdem.

Auch der Republikaner Adam Kinziger, der den Bundesstaat Illinois im US-Repräsentantenhaus vertritt, äußerte sich erneut kritisch über Donald Trump. In einem TV-Interview verglich Kinziger die Ereignisse nach den US-Wahlen 2020 mit dem Sinken der Titanic: Während man unterginge, habe eine Band versucht weiter auf dem Deck zu spielen und zu sagen, alles sei gut, während Donald Trump und seine Familie sich die Rettungsboote geschnappt hätten. Dies sei nicht gut, nicht nur für die Zukunft der Partei, sondern auch für die Zukunft des Landes, so der Republikaner. Kinziger hatte nach den Ereignissen um das gewaltsame Eindringen in das US-Kapitol am 6. Januar für die Amtsenthebung Donald Trumps gestimmt. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © OLIVIER TOURON

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