Analyse in Film

Donald Trump in der Analyse von Pyschologen: „Die gleiche Diagnose wie Hitler“

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Donald Trumps Persönlichkeit wurde schon oft analysiert. Jetzt auch in einem neuen Dokumentarfilm – mit erschreckenden, wenn auch wenig überraschenden Erkenntnissen.

  • Donald Trump gilt gemeinhin als Narzisst.
  • Jetzt haben Psychologen den US-Präsidenten in einem Film genauer analysiert.
  • Das Fazit: Trump habe „die gleiche Diagnose wie Hitler“.

Los Angeles – Zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA haben Psychologen in einem neuen Dokumentarfilm US-Präsident Donald Trump als „bösartigen Narzissten“ bezeichnet. Unter dem Titel „Unfit: The Psychology of Donald Trump“ (Ungeeignet: Die Psychologie von Donald Trump) wurden mehrere Wissenschaftler interviewt, die Trumps Persönlichkeit analysierten. Der Film ist seit Dienstag (01.09.2020) im Internet auf Streaming-Plattformen zu sehen.

Donald Trump zeigt Anzeichen von Paranoia, Narzissmus und Sadismus

Die befragten Psychologen argumentieren in der Dokumentation, es sei ihre medizinische Pflicht, die Öffentlichkeit der USA vor Trumps psychischer Verfassung zu warnen. Unter den befragten Experten ist John Gartner, nach dessen Einschätzung Trump vier Schlüsselsymptome von „bösartigem Narzissmus“ aufweist. Dies schließe die Eigenschaften Paranoia, Narzissmus, Sadismus und eine antisoziale Persönlichkeitsstörung ein.

Donald Trump habe eine „antisoziale Persönlichkeitsstörung“.

Psychologe über Donald Trump: „Äußerst zerstörerisch“

Gartner sagte der Nachrichtenagentur AFP, Trump weise Charaktermerkmale auf, die bereits Diktatoren wie Adolf Hitler, Josef Stalin und Benito Mussolini gezeigt hätten. „Dieser Typ von Anführer taucht überall in der Geschichte auf und ist immer äußerst zerstörerisch“, sagte Gartner. Er fügte hinzu: „Es geht nicht darum, dass er so schlimm wie Hitler ist oder dass er Hitler gleichgestellt ist.“ Jedoch habe Trump „die gleiche Diagnose wie Hitler.“

In dem Dokumentarfilm, der nach Angaben seiner Autoren nicht politisch motiviert ist, kommen auch Anwälte, Historiker, frühere Geheimdienstmitarbeiter und bekannte Trump-Kritiker zu Wort. Trump stellt sich am 3. November zur Wiederwahl. Die Demokratische Partei hat den früheren Vizepräsidenten Joe Biden als ihren Gegenkandidaten aufgestellt.

Donald Trump pflegt sein Image

Gut zwei Monate vor der Präsidentenwahl pflegt Amtsinhaber Trump unterdessen unbeirrt weiter sein Image als Mann für Recht und Ordnung – trotz Warnungen will er deshalb auch Kenosha besuchen. In der Stadt war es zu Unruhen gekommen, nachdem ein Polizist am 23. August dem Afroamerikaner Jacob Blake (29) siebenmal in den Rücken geschossen hatte. Neben friedlichen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt löste der Vorfall auch insbesondere nachts Unruhen aus. Gouverneur Tony Evers entsandte daraufhin die Nationalgarde in die Stadt.

Sowohl der Gouverneur als auch Bürgermeister John Antaramian, beides Demokraten, riefen Trump aus Sorge vor einer Eskalation auf, nicht nach Kenosha zu reisen - den Präsidenten interessiert das nicht. Kontrahent Joe Biden wirft Donald Trump vor, die Gewalt im Land nur noch mehr zu befeuern.

Donald Trump schwadroniert von „der dunkeln Schattenwelt“

Trump wiederum keilt gegen seinen Herausforderer. „Er ist ein schwacher Mensch, er war sein ganzes Leben lang schwach (...). Er sollte nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren», sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) in einem Interview des Senders Fox News.

In dem Gespräch brachte Trump verschwörerische Verbindungen ins Spiel. Biden und die Protestbewegung würden von Menschen manipuliert, die im Verborgenen agierten. Auf die Frage, wen er damit meine, antwortete er: „Leute, von denen man noch nie gehört hat. Leute in einer dunklen Schattenwelt.“ Glaubt man den Psychologen, liegen die Schatten eher über Donald Trump selbst.  (skr/afp/dpa)

2019 fährt der US-Präsident völlig unangekündigt in ein Krankenhaus. Gerüchte machen die Runde. Donald Trump soll einen Schlaganfall gehabt haben, Vize Mike Pence bereit gewesen sein, zu übernehmen.

Rubriklistenbild: © Charles Krupa/dpa

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